„Entführung, Schüsse“: Polizei im Großeinsatz

Zwei mysteriöse Fälle - Mann zu Bankfiliale verschleppt - Auf Passanten gezielt

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PolizeiEinen filmreifen Sonntagnachmittag gab es in der Stadt Rosenheim mit gleich zwei mysteriösen Fällen, teilt die Polizei am heutigen Dienstagmorgen mit: Gegen 15 Uhr hatte eine junge Anwohnerin (24) der Kaiserstraße die Polizei alarmiert, dass sich vor ihrem Haus zwei merkwürdige Gestalten umhertreiben und bedrohlich auf sie einwirken würden. Kurze Zeit darauf rief die Frau erneut an – ihr Lebensgefährte (23) sei soeben vor dem Haus von den Männern geschlagen und entführt worden. Wie sich herausstellte, ging es um eine räuberische Erpressung …

Während mehrere Beamte der Polizei das Stadtgebiet nach den Männern absuchte, wurde die 24-jährige Frau vor Ort befragt. Auch ihr 23-jähriger Freund kam dazu. Er gab an, dass er auf Grund von finanziellen Forderungen von den beiden Männern aufgesucht und anschließend unter Gewalt und Drohung von Gewalt zu einer Bankfiliale am Ludwigsplatz in Rosenheim gebracht worden war. Dort konnte das Opfer allerdings kein Bargeld abheben, weshalb die Männer wieder von ihm abließen.

Einer der Täter konnte noch auf seinem Nachhauseweg von Beamten der Polizei festgenommen werden. Beide Täter sehen nun einer Anzeige wegen räuberischer Erpressung entgegen.

Auch vier Schüler unter 14 Jahren „beschossen“

Bereits gegen 16.30 Uhr mussten die Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim erneut verstärkt ausrücken. Aus dem Geigelsteinweg wurde gemeldet, dass ein Mann aus seiner Wohnung scheinbar wahllos mit einer Pistole auf Passanten schieße und dabei fremdenfeindliche Parolen skandiere.

Vor Ort gab sich der stark alkoholisierte Täter unwissend. Die frisch abgefeuerte Waffe, zum Glück handelte es sich ‚nur’ um eine Schreckschusswaffe, konnte jedoch nebst Munition bei dem 25-jährigen Rosenheimer sichergestellt werden. Die Opfer des schießwütigen Mannes – unter anderem vier Schüler unter 14 Jahren – blieben zum Glück unverletzt.

Auch der Täter ließ sich ohne Widerstand festnehmen und blieb unverletzt – beleidigte jedoch im Anschluss die eingesetzten Polizeibeamten massiv und bedrohte sie mit dem „Erschießen“. Zu allem Überfluss skandierte der 25-jährige weiterhin fremdenfeindliche Parolen und machte mehrfach von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen Gebrauch.

Da der Mann auf Grund seiner Handlungen und Äußerungen eine Gefahr für sich und andere Personen darstellte, musste er zur weiteren medizinischen Betreuung in das Inn-Salzach-Klinikum nach Wasserburg gebracht werden.

Möglicherweise konnten die beiden Taten am Nachmittag von weiteren Zeugen beobachtet werden. Hinweise und Mitteilungen zu den Taten oder den Tätern nimmt die Polizeiinspektion in Rosenheim unter 08031/200-2200 entgegen.

 

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