Energiedialog 2050: Die Grünen sehen schwarz

Im Wasserburger Stadtrat heftige Debatte um Klimaschutzmaßnahmen

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logoIn der gestrigen Wasserburger Stadtratssitzung stand die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes im Mittelpunkt. Christian Klimmer, Energiemanager der Stadt, präsentierte die Vorschläge, die aus dem Arbeitskreis „Energiedialog 2050″ entstanden sind. Es gehe darum, Entwürfe wie zum Beispiel die des kommunalen Energiemanagements, eine Prämierung energetischer Sanierungen oder kostenlose Energieberatungen für private Haushalte zu verwirklichen. Bis 2020 solle durch diese Maßnahmen das erste gesteckte Ziel zum Klimaschutz erreicht werden. Die Grünen hielten diese Vorgehensweise in der anschließenden Debatte für unzureichend und so entstand eine heftige Diskussion zwischen den Parteien …

„Da hat man fünf Maßnahmen, die sind symbolisch, aber es muss mehr passieren. Selbst wenn alle umgesetzt werden, bringt das weniger als zehn Prozent von dem, was nötig wäre.“, sagte Alexander Hartung von den Grünen. Dr. Christine Mayerhofer (SPD) entgegnete: „Wir haben aus einem Pool von Ideen die herausgenommen, die zeitig am schnellsten umsetzbar sind, aber nicht die, die am effektivsten sind.“

Die Grünen beantragten zusätzliche Maßnahmen. Markus Bauer betonte, dass man doch die selben politischen Ziele verfolge und er das Vorgehen der Grünen als falsch erachte.

Andreas Aß (CSU): „Es geht nur miteinander!“

„Wir werden das gesetzte Ziel himmelweit verfehlen. Wie sollen diese Meilensteine erreicht werden?“, sagte Christian Stadler (Die Grünen).  „Ein typischer grüner Schaufenstervorschlag“ hieß es daraufhin aus der Sitzung, da ein konkreter Verbesserungsvorschlag der Partei vermisst wurde. Andreas Aß (CSU) versuchte die Wogen zu glätten: „Wir müssen jetzt gemeinsam an einem Strang ziehen. Die gegenseitige Schuldzuweisung bringt uns nichts. Wir müssen stolz darauf sein, was die letzten zehn Jahre in Wasserburg passiert ist. Es geht nur miteinander!“  Dr. Christine Mayerhofer (SPD) war der Meinung, dass Einzelanträge aus den Fraktionen den Arbeitskreis zerreisse.

Obwohl immer wieder die Frage aufkam, ob die Ziele des Energiedialogs nicht doch zu sportlich gesetzt seien, wurde dem Beschluss, zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes einstimmig stattgegeben. Die Grünen beharrten zusätzlich auf ihrem Ergänzungsantrag. Dieser wurde aber mit 21:3 Stimmen klar abgelehnt.

isa

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