Endlich ein Biergarten für Wasserburg?

Stadtrat diskutiert über Vorschläge zur Umgestaltung der nördlichen Altstadt

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Große Pläne für die Altstadt! Nachdem der Bauausschuss in der letzten Sitzung über Vorschläge zur Umstrukturierung des Heiserer-, Kaspar-Aiblinger- und Max-Emanuel-Platz beraten hatte (wir berichteten), wurden nun die ersten Empfehlungen im Stadtrat diskutiert. Die gute Nachricht: Nach langen Diskussionen und unzähligen Anregungen durch Bürger und Fraktionsabgeordnete wird es wohl bald wieder einen Biergarten in Wasserburg geben – wenn auch nicht auf dem Parkhausdach, wie gerüchteweise in der Stadt zu hören war …

Meinungen im Stadtrat zur Umgestaltung der Palmano-Anlage:

Für das Gebiet rund um die Palmano-Anlage empfahl der Bauausschuss dem Stadtrat eine Variante, bei der das alte „Waaghäusl“ – beziehungsweise ein Ersatzbau – mit eingeplant ist. Außerdem soll die Palmanostraße gestalterisch abgeschlossen werden und die Bushaltestelle an der Landwehrstraße zum Kaspar-Aiblinger-Platz verlegt werden.

 

Norbert Buortesch (Bürgerforum) setzte sich erneut für die Planung eines Biergartens für die Wasserburger ein – und es gibt wohl dafür auch eine Möglichkeit: „Wir haben mit dem Eigentümer der Gaststätte am Palmano 1 gesprochen, dessen Anliegen sich mit dem der Stadtverwaltung deckt. Die momentane Innengartensituation soll langfristig vergrößert werden und mit einer Genehmigung für eine Sondernutzung im öffentlichen Straßenbereich ist eine Bestuhlung der Fläche vor dem Restaurant nicht ausgeschlossen“, berichtet Bürgermeister Kölbl.

 

Der Vorschlag des Bauausschusses für die grundsätzliche Planung des Gebietes wurde vom Stadtrat einstimmig angenommen. Ergänzt wurde, insbesondere die Möglichkeit einer gut gestalteten Sondernutzungsfläche für gastronomische Zwecke anzubieten und ausreichend Fläche für wartende Fahrgäste an der neu geplanten Bushaltestelle am Max-Emanuel-Platz zu schaffen. 

 

Die Stimmen im Stadtrat zur Planung am Heisererplatz:

Am Heisererplatz soll laut  Vorschlag des Bauausschusses die Parksituation optimiert, der kleine Spielplatz in die Grünanlage verlegt und die Denkstätte auf der Parkfläche berücksichtigt werden.

„Eine Teerwüste“ – so beschrieben Edith Stürmlinger (Bürgerforum) und Sophia Jokisch (Linke Liste) die momentane Situation am Heisererplatz mit dem Verbindungsstück zur Palmanoanlage bei der Polizeiinspektion. Das solle sich langfristig ändern, was auch das Städteplanungskonzept vorsieht.

Architekt Michael Leidl betonte, dass die langfristige Verbindung des Heisererplatz mit der Palmanoanlage Priorität habe. Man wolle diese Flächen „attraktiver und qualitativ hochwertig“ gestalten.

Auch dieser Beschluss zum Vorschlag des Bauausschusses wurde im Stadtrat einstimmig angenommen, mit der Ergänzung schräger Parkplätze als Variante, um die Grünflächen rund um die Parkanlage noch weiter vergrößern zu können. Außerdem wurde noch einmal betont, dass es sich momentan um „grobe Vorentscheidungen“ handle – noch nicht um detaillierte Planungen. Nach Vorlage des Erstentwurfs würden betroffene Anwohner und Eigentümer in Planungsgespräche mit einbezogen werden. Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann fügte hinzu, dass sie für Fragen und Anregungen der Bürger jederzeit Rede und Antwort stehe. HF

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8 Gedanken zu „Endlich ein Biergarten für Wasserburg?

  1. Was man halt heutzutage so alles als Biergarten bezeichnet … Tische und Stühle vor dem Lokal auf der Straße – nun ja! Wenn man den Biergartenbegriff so weit fasst, dann haben wir in Wasserburg ohnehin noch nie einen Biergartenengpass gehabt. Am ehesten kommt immer noch der Gartenbereich vom Alexis Sorbas an einen Biergarten hin. Aber auch dem fehlt es an einem wesentlichen Merkmal eines „richtigen“ Biergartens, nämlich dass man sein Essen selbst mitbringen kann und nur die Getränke (per Selbstbedienung) beim Wirt kauft – wobei ich mir jetzt gar nicht mehr sicher bin, ob das zum Schluss raus im Fletzinger auch noch möglich war.
    Wie auch immer: dem Juihar sei ein attraktiver Außenbereich gegönnt.

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    1. Gibt es nicht am Inn eine Möglichkeit, einen Biergarten zu errichten?
      oder unterhalb der Burg?

      Hier gäbe es auch sehr schöne ungenutzte Flächen.

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      1. INNDAMM?
        Die Heilige Kuh?
        Da darfst Du nicht mal schussern, ohne mit dem Glücksspielparagrafen in Konflikt zu kommen.
        Sogd da Rup

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  2. Das Problem: Unterhalb der Burg sind zwei nette Anwohner, die nur Ärger machen. Hatte man schon zweimal probiert.

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  3. Ich hatte ja das mit dem Biergarten im letzen Bericht auch angeregt.
    Es ist ja schön, dass darüber diskutiert wird. Nur: Bloß keinen Inder oder ähnliche als Biergartenbetreiber.

    Fast jede Gaststätte hat ja schon Tische im Freien – nichts anderes wäre das auch.
    Nur typische Biergartenbrotzeite, das reicht. Wie bereits erwähnt, muss der ja nicht täglich bewirtschaftet werden.

    Jeweils Do bis So und natürlich wetterabhängig und höchstens bis 22 Uhr (den Anwohnern zu liebe) – das wäre völlig ausreichend.

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  4. Im Fletzinger war es bis zum Schluss möglich, das Essen selbst mitzubringen. Wobei die Kellner das manchmal selbst nicht wussten, aber akzeptierten. Da es auch Bier als Maß und Kastanienbäume gab, waren drei der wichtigsten Kriterien für einen Biergarten erfüllt. Der Fletzinger war damit tatsächlich der letzte Biergarten in Wasserburg.
    Siehe Bayerische Biergartenverordnung, 20. April 1999 http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBiergV
    und Besprechung: Klaus Gderra, Stefan Keil, Curt Schneider, Ernst Stürzenhofecker: Der Biergartenführer, http://www.lesekost.de/varia/HHLV01.htm

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  5. Annette Diouri

    Ein echter bayerischer Biergarten mit allem Drum und Dran wär schon wieder schön. Obwohl ich einen schönen Garten habe fehlt mir die Biergartenatmosphäre sehr in Wasserburg. Doch liegt das Problem sicher auch bei den Kosten für den Betreiber. Denn nur mit Getränken und dann noch wetterabhängig wird es schwer, dass sich der Betrieb rechnet. Das sollte man bei den Planungen auf jeden Fall mit in Betracht ziehen. Vielleicht geht ja trotzdem was, wenn die Stadt das aus kultureller Sicht betrachtet und entsprechend unterstützt.

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  6. Ich war selber in der Sitzung aber man hat wenig Begeisterung für das Projekt in der Sitzung bemerkt. Die Aussage vom Planer und Bürgermeister, daß die Kfz Stellplätze ein paar mehr werden würden, kann sich nur auf die Gebührenpflichtigen Schrägparker beziehen. Denn laut beschlossener Variante 3 entfallen alle kostenfreien unbewirtschafteten Parkflächen an den Hausfassaden. Es ist für die Anlieger nicht mal mehr möglich den Zweitwagen vor der eigenen Garage zu parken.
    Tolle Verbesserung……..

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