Endlich: Der MVV-Tarif bis zu uns!

Ein Festtag mit freier Fahrt - Am 13. Dezember über Forsting und Edling bis Wasserburg

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mvvEs ist schon ein besonderer Tag für die Bahnfahrer im nördlichen Landkreis Rosenheim – also hier im Altlandkreis Wasserburg! Mit der Umstellung auf den Winterfahrplan wird am Sonntag, 13. Dezember, die Integration des Filzenexpress mit den Bahnhöfen Forsting, Edling und Wasserburg in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) gefeiert. Endlich! Die Bürger sind herzlich eingeladen, mitzufeiern. Auf der Bahnstrecke von Wasserburg nach Grafing/Bahnhof gibt es den ganzen Tag freie Fahrt.

Die offizielle Feier beginnt um 10.30 Uhr am Bahnhof in Wasserburg.

Mit dabei sein werden die Landräte der Landkreise Rosenheim und Ebersberg, Wolfgang Berthaler und Robert Niedergesäß, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, der Landtagsabgeordnete Otto Lederer sowie hochrangige Vertreter des Bayerischen Innenministeriums, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, des MVV und der Südostbayernbahn. Dazu die Bürgermeister der Anliegergemeinden und der Rosenheimer Kreistag.

Um 12 Uhr beginnt die Fahrt eines Sonderzugs von Wasserburg nach Grafing. Auch hier ist die Bevölkerung herzlich zur Mitfahrt eingeladen. Zusteigemöglichkeiten gibt es um 12.03 Uhr in Edling, um 12.11 Uhr in Forsting und um 12.15 Uhr in Tulling. Um 13.50 Uhr wird der Sonderzug wieder in Wasserburg zurück erwartet.

Der MVV hat anlässlich der Verbunderweiterung eine umfangreiche Broschüre aufgelegt, die in der kommenden Woche in den Anliegergemeinden verteilt wird. Die Aufnahme des elf Kilometer langen Streckenabschnitts im Landkreis Rosenheim in den MVV macht sich bei den Bahnkunden vor allem im Geldbeutel bemerkbar. Die Tages-, Wochen- und Monatskarten werden günstiger. Die entstehenden Mehrkosten finanziert der Landkreis Rosenheim.

Die Integration des Filzenexpress in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund gehört zu den Erfolgsgeschichten im Öffentlichen Personennahverkehr. Vor 20 Jahren war die Strecke noch von der Stilllegung bedroht. Jetzt gibt es den MVV-Tarif und wochentags einen Stundentakt, der 2017 auch noch auf die Wochenenden ausgedehnt werden soll.

Das Programm im Kurzüberblick am Sonntag, 13. Dezember, am Bahnhof in Wasserburg:

10:30 Uhr, musikalische Begrüßung

10:45 Uhr, Begrüßung und Reden (Landrat Wolfgang Berthaler, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, Landtagsabgeordneter Otto Lederer, Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß, MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag und der Geschäftsführer Infrastruktur der Südostbayernbahn Christian Kubasch)

12:00 Uhr Abfahrt des Sonderzuges nach Grafing und zurück

13:50 Uhr Ankunft des Sonderzuges in Wasserburg.

Der „Filzenexpress“ wird zwischen Tulling und Wasserburg Bahnhof im Landkreis Rosenheim ab 13. Dezember 2015 in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert. Damit wird erstmals seit 1992 wieder eine Schienenverkehrsstrecke in den MVV integriert.

Der sogenannte Filzenexpress bedient die Strecke zwischen Wasserburg (Inn) Bahnhof nach Grafing Bahnhof (KBS 948) mit einigen Durchbindungen nach München Ostbahnhof, von Ebersberg bis Tulling im Verbundlandkreis Ebersberg wurde er schon im Jahr 1992 in den MVV integriert. Neu hinzu kommt zum Fahrplanwechsel der elf Kilometer lange Streckenabschnitt im Landkreis Rosenheim mit den drei Bahnhöfen Forsting, Edling und Wasserburg (Inn) Bahnhof.

Für die die Fahrgäste bedeutet die Verbunderweiterung, dass sie künftig mit einem Ticket günstiger bis München und im gesamten MVV-Raum fahren können. Damit werden die Fahrten deutlich günstiger, wie an folgenden Beispielen deutlich wird:

Derzeit kostet eine einfache Fahrt von Wasserburg Bahnhof zur Allianz-Arena, zum Tierpark oder zur Messe München 14,80 € (DB- und MVV-Ticket); künftig kostet dies nach derzeitigem Tarifstand mit der MVV-Einzelfahrkarte 10,80 € oder mit acht Streifen der Streifenkarte 10,40 €. Für eine Hin- und Rückfahrt wurde in der Regel das BayernTicket genutzt, das heute für eine Person 23,00 € kostet – zukünftig genügt eine MVV-Tageskarte, die derzeit für das Gesamtnetz 12 €uro kostet.

·       Eine Monatsfahrkarte von Wasserburg (Inn) Bahnhof zum Ostbahnhof kostet derzeit mit der Bahn 222,50 €. Mit der MVV-Integration sind es zum heutigen Tarifstand nur noch 188,20 € (Ringe 2-15).

·       Eine Wochenkarte von Wasserburg (Inn) Bahnhof nach Fröttmaning mit Tarifwechsel in Tulling kostet derzeit 67,20 € (22,40 € DB und 44,80 € MVV, Ringe 1-12). Mit der MVV-Integration sind es zum heutigen Tarifstand nur noch 54,40 € (Ringe 1-15).

Finanziert werden die durch die Verbunderweiterung entstehenden Mehrkosten durch den Landkreis Rosenheim. Betrieben wird die Strecke durch die Südostbayernbahn.

MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag: „Die Integration des Filzenexpress in den MVV ist ein wichtiger Meilenstein hin zu einem EMM-Verbund. Die Pendlerbeziehungen im Großraum München gehen schon lange, nicht nur im Landkreis Rosenheim, über die Verbundgrenzen des MVV hinaus. Es gilt, die Fahrgäste durch ein attraktives Angebot zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Die Entscheidungsträger im Landkreis Rosenheim und im bisherigen MVV-Gebiet haben eine richtungsweisende Entscheidung getroffen, die hoffentlich eine Vorbildwirkung entfaltet.“

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8 Gedanken zu „Endlich: Der MVV-Tarif bis zu uns!

  1. Gilt der MVV-Tarif auch für den Stadtbus oder nur bis zum Bahnhof Reitmehring?

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    1. Christian Huber

      … leider nur bis Reitmehring. Beste Grüße von der Redaktion

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      1. Großartig! Die Bahn braucht (wenn sie denn pünktlich ist) ca. 1 Stunde 15 Minuten zum Ostbahnhof, wenn’s gut läuft, ist man mit dem Auto schneller.

        Die Monatskarte kostet bisher 222,50 Euro, dann 188,20 Euro. Mit dem Auto sind es 2400 km/Monat (bei 120 km hin und zurück pro Tag). Fahre ich einen Diesel und verbrauche im Schnitt (die Strecke besteht zum größten Teil aus Bundesstraße und Autobahn) 8 Liter/100 km und der Liter Diesel kostet 1,15 Euro zahle ich aufgerundet 230 Euro im Monat.
        Dafür fahre ich von Punkt zu Punkt und muss nicht noch mit zusätzlichen Kosten mit den Öffentlichen bis Reitmehring und vom Ostbahnhof noch weiter an mein Ziel.
        Klar, der Pkw verbucht noch weitere Betriebskosten. Dafür muss ich beim ÖPNV umsteigen, warten, stehen… Auch steht man mit dem Auto öfter im Stau. In der Bahn dafür in schlechter Luft und im Gedrängel.
        Tolle Anreize also, die einem die Öffentlichen bieten.

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        1. Nicht ganz korrekt. Der Zug braucht in den meisten Fällen eine Stunde von Reitmehring bis Ostbahnhof. Eine Zeit, die man über die B304 und/oder A94 mit dem Pkw nicht ganz schafft.

          Des weiteren vergünstigt sich das Ganze auf 156,83€ pro Monat, wenn man ein IsarCard-Abo hat (dort zahlt man nur zehn Monate, fährt jedoch zwölf).

          Beim Pkw kommen diverse Kosten wie Inspektion, Reifen und Verschleiss dazu, bei 2400 km pro Monat nicht unerheblich.

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          1. Günther Pfeffinger

            Richtig, Rainer! Ich als alter Bahn-Berufspendler kann außerdem noch ergänzen, dass man die Bahnfahrt – sofern man einen Sitzplatz bekommt, was ja auf einigen Strecken (ich sag nur SBG – MUC und umgekehrt) ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint – durchaus sinnvoll nutzen kann, indem man Zeitung liest oder wie einige Schüler lernt oder noch schnell die Mathe-Hausaufgaben vom Spezl abschreibt ;).

            Und wenn man nicht grade fünf Mal umsteigen muss, dann kann das Ganze auch wesentlich entspannter sein, als sich mit seiner Rostlaube im Morgen- und Feierabendverkehr durch die 94er oder die 304er zu quetschen.

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        2. Sie müssen halt auch bedenken, dass sie dann innerhalb von 10 Jahren ca 300 000 km auf ihr Auto drauffahren. Das ist so ca ein Autolebenszyklus. Also Kleinwagen 12000€ / 120 Monate (10 Jahre) = 100€ monatlich nochmal drauf zu den Sprit und Wartungskosten (bei dieser km Leistung locker 50,- monatlich) also roundabout 400,- monatlich fürs Auto?
          Man gönnt sich ja sonst nix oder 😉

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          1. Ich finde es prima, wenn mal etwas passiert, um die Möglichkeit zu schaffen, wenn man mal gar keinen Bock auf´s Auto hat, um nach München zu fahren.

            Meist ist es doch umgekehrt und nützliche Dinge werden abgeschafft … (übrigens, ich gehöre zu denen, die (fast) jeden Tag auf der A94 und/oder auf der 304 pendeln).

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  2. Ich bin Pendler von Wasserburg nach München- Ost.
    Das ist doch ein absoluter Gewinn für die Wasserburger Bürger. Auch wenn der Tarif ( noch ) nicht bis Wasserburg-Stadt gilt, so kann man z.B. mit einer übertragbaren Isar-(Wochen/Monats)-Karte auch an Wochenenden unkompliziert nach München zum Shoppen, Theater ect.

    Diese Karte kann man auch an Familienmitglieder, Freunde verleihen, da diese nicht an eine Person gebunden ist. Im Gegenzug kommen viele Münchner Tagesausflügler zum Bummeln/Sightseeing in unsere schöne Stadt.
    Und bestimmt jetzt Einige mehr ohne Auto. Die verstopfte Innenstadt und ihre Bürger werden es danken .
    In Altomünster, dass auch im MVV ist und z.B. letztes Jahr elektrifiziert wurde und nun endlich eine durchgehende S-Bahnverbindung (Erding bis München bis Altomünster) hat, erfreut sich auch z B gastronomisch einer erfreulichen Beliebtheit am Wochenende.
    Junge Menschen können jetzt auch kostengünstiger zum Feiern ohne Auto nach München. Ich hoffe das Angebot des erweiterten
    MVV`s wird gut angenommen, damit weiter in diese Strecke investiert wird.

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