Einsatz für bessere ärztliche Versorgung

Wasserburger Basketballer sammeln Spenden für Wasso-Hospital in Tansania

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thomas breiEin einziges Krankenhaus im Umkreis von ein paar hundert Kilometern, weit abgelegen von jeglicher Zivilisation. Solch eine Situation ist für uns in Deutschland und in vielen anderen Ländern überhaupt nicht vorstellbar. Seit 50 Jahren existiert das Wasso-Hospital in Tansania. „In dieser Zeit hat man alles unternommen, um die Bewohner, die in den abgelegenen Landstrichen im nördlichen Distrikt Ngorongora leben, medizinisch zu versorgen“, erzählt Thomas Brei, leitender Arzt des Wasso Hospital in Tansania. „Das Krankenhaus ist die einzige Chance für die Menschen in dieser Umgebung, ansonsten gibt es keinerlei medizinische Versorgung.“

Thomas Brei wurde 1971 als Sohn von Hans und Therese Brei geboren. Der Halbbruder des langjährigen Basketball-Trainers Hans Brei verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Wasserburg. Nach dem Abitur am Luitpold-Gymnasium absolvierte Thomas Brei den Zivildienst im Kreiskrankenhaus Wasserburg. „Danach habe ich an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Theologie studiert und Humanmedizin an der Technischen Universität, am Klinikum Rechts der Isar“, erzählt Thomas Brei, der 2011 von der katholischen Erzdiözese München und Freising als Missionsarzt entsandt wurde und seitdem seinem medizinischen Beruf im Wasso Hospital in Tansania nachgeht.

Von Zeit zu Zeit erscheinen Berichte in der Zeitung, in denen der katholische Pfarrer und Arzt von seinen Erlebnissen und Krankheitsfällen im Wasso Hospital berichtet und die Lebensumstände schildert. Er betont, dass wegen der geringen Bevölkerungsdichte in der Region die Menschen im Falle einer Erkrankung völlig schutzlos ihrem Schicksal überlassen wären, wenn es das Wasso Krankenhaus nicht gäbe. Die Lebensumstände seien schlimm, oft fehle den Betroffenen die finanziellen Mittel, was im Verhältnis gesehen wohl das geringere Übel ausmacht. „Die Bevölkerung ist hier besonders anfällig für Erkrankungen. Infektionskrankheiten, geburtshilfliche Schwierigkeiten und Unterernährung sind im Wasso Hospital die häufigsten und alltäglichen Erscheinungen“, erzählt Thomas Brei, „unser Hauptaugenmerk gilt den Schwangeren, der Geburtsmedizin und den Kleinkindern.

Diese Gruppen machen über 80 Prozent unserer Patienten aus.“ Der Missionsarzt berichtet, dass gerade auch Schwangerschaften die Arbeit im Krankenhaus vor Herausforderungen stellen. „Die Frauen im gebärfähigen Alter sind meistens schwanger und die Geburtenrate ist hoch. Etwa 26% der Bevölkerung sind Kinder unter 5 Lebensjahren.“ Obwohl Breis Schätzungen nach nur etwa 10 Prozent der Schwangerschaften im Wasso Hospital entbunden werden, fülle dies die Kapazitäten völlig aus. Hinzu kommt, dass einige Mütter während der Schwangerschaft Infektionen bekommen oder an Krebs erkranken, was die Behandlung erschwert. „Außerdem sind viele Mütter oft völlig verlassen und auf sich allein gestellt.

Das ist durch den sozialen Rahmen bedingt. Die Massai- und Sonjo-Männer haben oft mehrere Frauen, da verliert der ein oder andere Erzeuger den Überblick über seine Kinder“, berichtet Thomas Brei. Unterstützung erhält das Wasso Hospital von auswärtigen Ärzten. So sind beispielsweise mehrere leitende Ärzte aus dem Wasserburger Krankenhaus für einen längeren Zeitraum nach Tansania gereist, um die Kollegen im Wasso Hospital zu unterstützen.

Die Basketball-Abteilung des TSV Wasserburg möchte das Wasso Hospital in Tansania unterstützen. Hans und Gabi Brei, die regelmäßig mit Thomas Brei im Kontakt stehen und auf dem neuesten Stand seiner Tätigkeit in Tansania gebracht werden, haben die Spendenaktion ins Leben gerufen. Im Rahmen der folgenden zwei DBBL-Heimspiele der Damen-am 1. Februar tritt das Team gegen Nördlingen und am 15.Februar gegen den Herner TC an- soll die Spendenaktion in der Badria Halle stattfinden. Dazu werden in der Halle eine herzförmige Spendenbox sowie eine Mappe mit einigen Fotos und Auszügen aus Tansania aufgestellt. Für die Spendenaktion plant der Verein, die Hälfte der Eintritte aus beiden Spielen direkt an das Wasso Hospital zu spenden. Gabi Brei betont, dass die Spendengelder zu 100% an Thomas Brei überwiesen werde. Der Erlös soll unter anderem für eine bessere Versorgung der Kranken, wie den Krankentransport und generell den Zugang zu medizinischer Versorgung, sowie für die Ausstattung und die Erhaltung des Krankenhauses verwendet werden.

Hilfe auch durch Meggle

Die Basketballer sind positiv gestimmt. „Es wird ein guter Spendenbeitrag rauskommen“, meinte Gabi Brei, nicht zuletzt weil Wasserburgs Hauptsponsor, die Firma Meggle, bereits einen sehr guten Beitrag im Vorfeld geleistet und damit den Spendenbetrag großzügig aufgestockt hat. Der Verein bedankt sich sehr für die großzügige Unterstützung der Firma Meggle und freut sich auf weitere Spenden. Fragen zur Spendenaktion und Anforderung weiterer Infos per E-Mail:

Wasso-Hospital@basketball-wasserburg.de 

wasso

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