Eine Stadtseilbahn für Wasserburg?

SPD macht sich schwerwiegende Gedanken - Obacht, Satire!

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Unbenannt-1_kkWasserburg – „Das jahrelange Tauziehen um einen zusätzlichen Innübergang im Stadtgebiet ist endlich beendet. Der neu gewählte Bürgermeister und der neu gewählte Stadtrat eröffnen am 1. April 2014 die neue Stadtseilbahn“, berichtet aktuell der SPD-Ortsverein – allerdings nur mit einem Augenzwinkern und im offiziellen Faschingsorgan der SPD. Illustriert wird der Gag von keinem Geringerem als von dem weit über Wasserburgs Grenzen hinaus bekannten Künstler Willi Reichert (Fotos). Was sich die SPD im Fasching so denkt:

„Ob Affenkäfig übers Innkraftwerk, Hängebrücke oder auch Seilfähre, diskutiert wurden bislang viele Möglichkeiten für den Innübergang im Burgerfeld. Quer durch alle Fraktionen bis hin zur Schiffsleute-Bruderschaft St. Nikolai gab es viele brauchbare und unbrauchbare Ideen. Jetzt ist die langersehnte Lösung endlich da und zwar schneller als geglaubt. Stadtratfraktionen, Wasserwirtschaftsamt und Energieversorger Verbund einigten sich auf eine Seilbahnlösung“, so das Faschingsorgan.

Und weiter: „In Kooperation mit der Tiroler Bergbahnen AG und den Stadtwerken wird eine Elektroseilbahn über den Inn gebaut, um die beiden Stadtteile Burgau und Burgerfeld weiter zu erschließen. Schon Anfang April können dann die Wasserburgerinnen und Wasserburger schnell und unkompliziert den neuen Inn-Übergang nützen, vorausgesetzt sie sind im Besitz einer Jahresvignette. (Anmerkung der Redaktion: Die Finanzierung würde sonst ein Drahtseilakt für Wasserburg).“

Freizeit-Attraktion Kapuziner Bay

Der weitere Text. „Besonders im bislang recht unzugänglichen Burgerfeld freut man sich die neue Möglichkeit des Pendelverkehrs, der auch den meist überfüllten Stadtbus entlasten soll. Jahreszeitliche Flexibilität Kundenorientiert setzt man bei dem Projekt auf jahreszeitliche Flexibilität. Während im Winter die Fahrgäste in beheizten Kabinen transportiert werden, wird pünktlich mit dem Beginn der Sommerzeit auf Sesselliftsitze aus dem Sudelfeld umgestellt, die wegen chronischen Schneemangels ohnehin nicht mehr zum Einsatz kommen. Kapuzinerinsel mit neuer Freizeitattraktion Umstritten ist bislang noch der Vorstoß des Wirtschaftsförderungsverband (WFV), mit dem Bau der Seilbahn auch den Freizeitwert der Kapuzinerinsel zu steigern. Ein neuer, marketingtauglicher Name für das kleine Eiland ist schon gefunden: Kapuziner Bay.

Auch hier scheint eine Realisierung greifbar nah, vorausgesetzt der neu gewählte Stadtrat stimmt zu. Dann sollen im kommenden Sommer Anhänger der Freikörperkultur die „Kapuziner Bay“ als Liegewiese nutzen können. Der Wasserburger ist jedenfalls begeistert. Während sich auch der Tourismus-Verband Chiemsee-Alpenland auf die neue Attraktion für Sonnenanbeter freut, stößt das Vorhaben bei Nudismusgegnern und einigen Anwohnern bislang noch auf wenig Sympathie. Man befürchtet ein erhöhtes Verkehrsaufkommen entlang des Innweges und auf der Brücke, sowie eine enorme Steigerung des Parkplatzsuchverkehrs im unteren Burgerfeld.

Der Wasserburger Verschönerungsverein soll sogar schon eine Bürgerinitiative gegen das Projekt initiiert haben. Keinerlei Bedenken hingegen hegt das Rosenheimer Wasserwirtschaftsamt, nachdem eine SPD-Delegation bereits Mitte Januar dem Inn hinsichtlich Wasserqualität, Wassertemperatur und der Begehbarkeit der Insel Unbedenklichkeit bescheinigt hat“, so das SPD-Faschingsorgan, das diese Woche in allen Wasserburger Briefkästen landet.

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Ein Gedanke zu „Eine Stadtseilbahn für Wasserburg?

  1. SUPER! Auf geht’s! Hab schon lange die Alternatividee: eine Seilbahn von der Aussicht runter auf den Gries! Zur Autobefreiung der Altstadt: Oben ein großer Parkplatz für die Autos der Stadtbesucher, sogenannten Touristen, und Shopping Queens & -Kings, u.a. und unten die autobefreite Altstadt mit vielen Bäumen und einem Biergarten auf den freigewordenen Parkplätzen. Allerdings müsste dann eine Lastseilbahn dazu und die Nachtfahrten (Attraktion: Wasserburg by night) für die Nachtschwärmer gesichert sein (Arbeitsplätze) für die Zufriedenheit der Einzelhändler und Wirte. Zur „Kapuziner Bay“ wäre es auch nur ein kurzer Weg. 😉

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