Der Fels ruft: Fröhliche Film-Premiere am Stoa

Open-Air Kinozeit seit gestern eröffnet - Regisseur zu Gast

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Fotos: Renate Drax

Wasserburg/Edling – Gleich zweimal Premiere gestern abend am Stoa bei Edling: Die Open-Air-Kinosaison vom Utopia hatte ihren Auftakt und Inhaber Rainer Gottwald (auf unserem Foto links) konnte besondere Gäste begrüßen: Der Regisseur der romantischen Komödie Drei Stunden“, Boris Kunz (rechts im Bild) war zusammen mit Hauptdarsteller Nicholas Reinke und der Mama im Film, Schauspielerin Doris Buchrucker (Mitte) gekommen, die in Amerang lebt. Für die Musik an diesem warmen Sommerabend sorgte Rosalie Eberle mit ihren Balladen, die auch Teil des neuen Films sind. Nächste Woche ist erst bundesweit der Start in den Kinos.

Freuten sich am Stoa bei Edling gestern über die positive Resonanz im Publikum: hauptdarsteller Nicholas reinke (links) und Regisseur Boris Kunz.

Freuten sich am Stoa bei Edling gestern über die positive Resonanz im Publikum: Hauptdarsteller Nicholas Reinke (links) und Regisseur Boris Kunz.

„Doch, Lampenfieber haben wir schon. Es ist sehr spannend darauf zu warten, wie das Publikum reagiert“. Da waren sich Autor und Regisseur Boris Kunz und der Martin in der Komödie, Nicholas Reinke, einig. Für Kunz ist es der erste große Spielfilm überhaupt. Die Geschichte hatte er sich in seiner Abiturzeit – übrigens in Prien am Chiemsee – als Kurzgeschichte überlegt. Und nie sei es ihm aus dem Kopf gegangen, diese einmal zu verfilmen. Ja, zehn Jahre habe es halt gedauert.

Das Publikum lachte viel an diesem fröhlichen Abend. Die Geschichte gefiel und vor allem das erfrischende und natürliche Agieren der Darsteller. Doris Buchrucker konnte sich quasi selbst spielen. Wie sich im Gespräch mit der Wasserburger Stimme herausstellte, hatte Boris Kunz ihr sogar eigens den Namen Doris auch im Film gegeben. Irgendwie habe das einfach gepasst. Für die Schauspielerin aus Amerang eine besondere Geste. Über so etwas freut man sich natürlich sehr, sagte sie am Stoa.

Balladen zum Dahinschmelzen: Rosalie und Wanda, der aber Sascha heißt, machten die Musik am Stoa und aiuch im Film.

Balladen zum Dahinschmelzen: Rosalie und Wanda (das könnte die Gitarre sein oder der Hut – es weiß keiner so genau) und Sascha machten die Musik am Stoa. Und Rosalie auch die im Film.

Nicholas Reinke, auch diesen Namen sollten sich alle einmal merken. Der 33-Jährige versteht sich auf natürlichen Charme in seinem Spiel – und auch in echt. Am Stoa war er sehr beeindruckt von der Kulisse und eine romantische Komödie, das sei eigentlich genau sein Ding. Unverkrampft und locker – so nimmt man ihm seine Rolle als Martin gerne ab. Drei Stunden Zeit für seine Liebe – ja, zur Wasserburger Stimme meinte er, so etwas kann einem im wirklichen Leben ja auch ganz schnell mal passieren. Ähnliche Situationen habe er schon erlebt. Jedenfalls die Chemie zwischen Hauptdarstellerin Isabel alias Claudia Eisinger (sehr authentisch – bekannt aus dem Film 13 Semester) und Nicholas stimmt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWasserburgs Kino-Inhaber Rainer Gottwald hat mittlerweile Erfahrung in der Präsentation von Film-Neustarts. Es gibt ja keine Türklinke am Stoa – aber selbige würden sich die Film-Regisseure quasi in die Hand geben. Stammgäste sind ja schon Christian Lerch und Marcus H. Rosi Rosenmüller. Aber auch – diesen Eindruck konnte man schnell gewinnen – Boris Kunz war nicht zum ersten und letzten Mal am Stoa. Wohl fühlten sie sich, die Filmakteure. So wie das Publikum, das sichtlich die schöne Atmosphäre, das gute Essen, romantische Lampions an den Sträuchern und eben gute Musik zu einem fröhlichen neuen Film genoss. Rainer Gottwald selbst hat sich auf den gestrigen Abend sehr gefreut, wie er sagt. Es sei einfach eine schöne Zeit – auch wenn da immer das Risiko mit dem Wetter für ihn sei. Aufgeben werde er dieses Erlebnis der Kinozeit am Stoa so schnell ganz sicher nicht. Deshalb meine Bitte zum Schluss: Sonne, scheine ….!

drei-stunden-rightDie Fakten zum Film:

In München gedreht 2011 – REGIE Boris Kunz – DARSTELLER Nicholas Reinke, Claudia Eisinger, Peter Nitzsche, Lucy Wirth, Matthias Brenner, Doris Buchrucker, Dietrich Hollinderbäumer, Flo – KAMERA Martin Niklas – MUSIK Konstantin Ferstl, Rosalie Eberle, Manfred Mildenb – AB 0 JAHRE – LÄNGE 101 MIN. – FILMREIHE Freiluftkino – Am Stoa .

 Zum Inhalt: Heimliches Vorbild für seine Hauptfigur ist seine beste Freundin Isabel, eine junge Frau mit frechem Mundwerk, die rund um den Globus einen Kampf gegen Gentechnik-Saatgut führt. Und schon morgen wird sie wieder aufbrechen, für drei Jahre in das von Dürre geplagte Mali im Herzen Afrikas. Ausgerechnet am Abflugschalter gesteht Martin ihr seine Liebe. Ein Geständnis, das für Isabel vor einiger Zeit noch die Welt bedeutet hätte, doch das jetzt eigentlich zu spät kommt… Als Isabels Flug sich um mehrere Stunden verschiebt, bricht sie in die Stadt auf, um mit Martin zu sprechen, doch der ist unauffindbar. Erst mitten in der Nacht treffen sich die beiden vor Martins Wohnungstür und ihnen bleiben drei Stunden Zeit, sich zu entscheiden. Mehr wird noch nicht verraten …

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