Eine neue Klinik für 83,5 Millionen Euro

Baubeginn ist im März 2017 - Kreistag stimmt Krankenhaus-Bau Wasserburg zu

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Klinik-1Die RoMed-Klinik in Wasserburg wird neu gebaut. Der Plan: Im Frühjahr 2020 soll sie in Betrieb gehen. Der Rosenheimer Kreistag stimmte dem Projekt in seiner heutigen Sitzung einstimmig zu. Zusammen mit den Inn-Salzach-Kliniken des Bezirks Oberbayern wird am Standort Gabersee ein gemeinsamer Neubau errichtet. Die Kostenschätzung allein für die neue RoMed Klinik Wasserburg belaufen sich auf 83,5 Millionen Euro. Da die Regierung von Oberbayern knapp 53 Millionen Euro als förderfähig anerkannt hat, bleibt dem Landkreis Rosenheim eine Investitionssumme von knapp 31 Millionen Euro. Der Bayerische Ministerrat hatte das Projekt …

… vo einigen Wochen im Juni in die Jahreskrankenhausprogramme aufgenommen. Ende Juli befasste sich der Aufsichtsrat der RoMed GmbH mit dem Thema. Er entschied einstimmig, dem Kreistag die Zustimmung zum Neubau zu empfehlen.

Bereits im kommenden Jahr stellt der Freistaat Fördermittel im Umfang von gut 14 Millionen Euro für Vorabmaßnahmen zur Verfügung. Für den eigentlichen Neubau der RoMed Klinik sind im Jahreskrankenhausprogramm 2019 46 Millionen Euro eingeplant. Baubeginn ist im März 2017. Die RoMed Klinik wird komplett im ersten Bauabschnitt errichtet. Ihren Betrieb könnte sie im Frühjahr 2020 aufnehmen.

Landrat Wolfgang Berthaler und mehrere Kreisräte sprachen von einem wichtigen Tag für die Grundversorgung in der Region. Die Beschlüsse zeigen, dass der Landkreis Rosenheim zu seinen drei Klinikstandorten steht, so der Tenor in der Kreistagsdebatte. In Prien werden die laufenden Bauarbeiten im kommenden Jahr abgeschlossen, Wasserburg erhält einen Neubau und auch in Bad Aibling wird umgebaut, denn ein zweiter Projektbeschluss betrifft den Standort in der Mangfallstadt.

Dort werden die Operationsabteilung erweitert und saniert sowie die Zentralsterilisation verlagert und erweitert. Die RoMed GmbH will die Zentralsterilisationen der RoMed Kliniken an den Standorten Rosenheim und Bad Aibling zusammenfassen. Bezüglich der Speisenversorgung wird die RoMed Klinik in Bad Aibling von Rosenheim aus versorgt. Das bedeutet, die Küche wird in eine Verteilerküche umgewandelt und der frei werdende Platz kommt der Zentralsterilisation zugute. Die derzeit vorhandenen zwei Operationssäle werden entkernt und drei Operationssäle neu errichtet. Zudem wird der Personalspeisesaal verlegt und die Energiezentrale saniert.

Die Planer schätzen die Gesamtkosten auf 21 Millionen Euro. Da während der etwa einjährigen Bauphase im Operationsbereich die Operationssäle nicht benutzt werden können, fallen für die notwendige Miete von OP-Sälen in Containern zusätzliche Mehrkosten in Höhe von einer Million Euro an. Im Jahreskrankenhausausbauprogramm 2017 des Freistaats ist eine Fördersumme von 14 Millionen Euro eingeplant. Die verbleibenden 8 Millionen Euro nicht förderfähiger Kosten werden mit knapp 4,8 Millionen Euro aus dem jährlichen Pauschalzuschuss des Landkreises Rosenheim, mit knapp 370.000 Euro aus einer Rücklage der RoMed GmbH und gut 2,8 Millionen Euro aus Mittel des Landkreishaushaltes gedeckt.

Der Baubeginn ist in der zweiten Jahreshälfte 2017 vorgesehen. Es ist geplant, die Operationssäle bis September 2018 und die Zentralsterilisation bis Juli 2019 fertigzustellen.

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