Eine lange Nacht für die Wehr

Unwetter gestern: Auch in Wasserburg und Reitmehring viele Einsätze

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DSC_0565Das Unwetter in der Nacht zum heutigen Donnerstag hielt die Feuerwehren im Altlandkreis gewaltig auf Trab: Verstopfte und überlaufende Gullys, vollgelaufene Kellerräume und umgeworfene Bäume beschäftigten die Floriansjünger von acht Uhr abends bis halb fünf Uhr heute am Morgen. Die gesperrte Innbrücke erschwerte die Einsätze noch zusätzlich …

Mit 30 Mann rückte die Wasserburger Feuerwehr – laut Kommandant Georg Schmaderer – am gestrigen Abend zu unzähligen Einsatzorten aus. Von halb eins bis halb fünf Uhr morgens waren immer noch immer Männer im Einsatz.

Aufgrund der momentanen Brückensperrung war ein Einsatzwagen im Burgerfeld stationiert. Dieses musste beispielsweise am Netto-Parkplatz einen Gullydeckel aushebeln und den Abfluss darunter frei legen. In der Elise-Kosak-Straße im Burgerfeld wurde der Wagen mehrmals gerufen, um vollgelaufene Keller auszupumpen. Die Bachmehringer Wehr eilte nach eigenen Einsätzen dorthin zur Unterstützung.

Im Schwanenweg in der südlichen Burgau wurden ebenfalls einige nasse Keller gemeldet. Das Wasser drang im Laufe der Nacht sogar in benachbarte Häuser ein und erforderte nicht nur die schwerpunktmäßige Aufmerksamkeit der Wasserburger Wehr, sondern auch die Unterstützung der Edlinger Floriansjünger. Diese brachten nach ihren eigenen Einsätzen Material in den Schwanenweg.

Auf der B15 und am Inndamm in Wasserburg mussten umgestürzte Bäume entfernt werden.

Rund 15 Einsätze bis zwei Uhr morgens meldete auch die Reitmehringer Wehr: Verstopfte Gullys am Bahnhofsplatz, die überschwemmte Unterführung der B304 und etliche nasse Keller beschäftigten die Floriansjünger. Josef Ramm von der Feuerwehr Reitmehring berichtete, dass einige Keller, wie beispielsweise in Seewies, bei starkem Regen immer wieder volllaufen würden und von daher eventuell eine bautechnische Lösung angedacht werden solle. Im Baugebiet südlich der Megglestraße war der Entwässerungsgraben zugewachsen, was dafür sorgte, dass das Grundwasser dort angehoben wurde und dadurch von unten her in etliche Keller drückte.

Ein altes Pflegehaus in Gabersee wurde letzte Nacht nach einem langen Einsatz aufgegeben: Der dortige Altbaukeller sei laut Ramm schlichtweg nicht mehr wasserdicht und die veraltete Bauweise sorge dafür, dass das Wasser nicht ablaufen könne. Die Feuerwehr überließ nach einem anstrengenden und hoffnungslose Einsatz den Verantwortlichen den Wassersauger mit dem Ratschlag, das Gebäude trockenlegen zu lassen und zu sanieren.

HF

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Die Sperrung der Innbrücke erschwerte die Einsätze der Wehr zusätzlich

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Ein Gedanke zu „Eine lange Nacht für die Wehr

  1. Ein Wasserburger

    Ein herzliches Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren in der Unwetternacht!

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    1
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