Ein Zaun quer durch die Fraktionen

Gestern im Stadtrat: Eingehende Diskussion um Außenbereich der Mittelschule

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P1050937KEin Zaun, der quer durch alle Fraktionen geht: 20.000 Euro soll er kosten und den Außenbereich der Mittelschule vom Kapuzinerweg abtrennen. Dort befürchtet eine Mehrheit des Stadtrates, dass sich nach der Neugestaltung der Außenanlage der Schule die Grünanlage zum Sammelpunkt für „dunkle Gestalten“ entwickeln könnte. Scherben und Müll im Rasen der Schulanlage – so die Befürchtung der Zaun-Befürworter bei der jüngsten Stadratssitzung. „Man kann sich auch Probleme herbeireden, wo noch gar keine sind“, hielten die Zaun-Gegner dagegen.

„Die Begründung für den Zaun hat mir viel zu viele Konjunktive. Das ist purer Aktionismus“, sagte Zaun-Gegner Wolfgang Janeczka (SPD). Sein Fraktionskollege Peter Stenger hielt dagegen, man müsse die Bedenken der Anwohner am Kapuzinerweg ernst nehmen, auch wenn selbst die Polizei einen Zaun nicht für notwendig erachte.

Vielleicht sei die Lösung, sich die Sache ein Jahr lang genau anzuschauen und dann zu entscheiden, genau der richtige Weg. Das sah dann aber wieder Werner Gartner, ebenfalls SPD, ganz anders: „Gerade dieser hintere Teil der Außenanlage der Schule ist schwer einsehbar und verleitet doch gerade dazu, sich da breit zu machen. Wenn wir ein Jahr warten, wird der Zaun noch teurer.“

Otto Zwiefelhofer (CSU) stieß ins gleiche Horn: „Da hinten ist einen Sackgasse. Das ist einfach nicht gut einzusehen. Um Ärger für die Anwohner von vorneherein auszuschließen, bin ich für den Zaun.“

Einen weiteren Aspekt brachte Norbert Bourtesch (Bürgerforum) ins Gespräch. „Wenn wir jetzt auf die kleine Zaun-Lösung am Kapuzinerweg verzichten, kann uns das auf die Füße fallen. Womöglich müssen wir dann nach einem Jahr das ganze Schulgelände einzäunen. Das will derzeit übrigens niemand. Die Spiel- und Freiflächen am Klosterweg sollen komplett frei zugänglich bleiben.

Für den Zaun, der 1,2 Meter hoch werden soll, sprach sich auch Bürgermeister Michael Kölbl aus: „Er verschafft uns Handlungsfreiheit in Sachen Hausfriedensbruch. Auf den können wir uns sonst gegebenenfalls ohne Zaun nur schwer berufen.“

Die Errichtung des Zauns wurde schließlich mit 16 gegen acht Stimmen beschlossen.

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Am Klosterweg soll es keinen Zaun geben.

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