Ein Wasserburger hält den WM-Pokal

Hermann Klobeck mit DFB-Tross unterwegs - Rückblick auf fünf Wochen Brasilien

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klobeckNach fünf Wochen Brasilien und allen sieben Spielen der deutschen Nationalmannschaft: Der Wasserburger Hermann Klobeck ist wieder in heimischen Gefilden und hat einiges zu berichten. Zum Beispiel, dass „die Fußball-WM in Brasilien sogar die von 1990 in Italien noch getoppt hat“. Klobeck: „Land und Leute und das, was sportlich geboten wurde, war einfach toll.“ Einer der Höhepunkte der WM-Reise, die Klobeck im Tross des DFB miterlebte: Beim Heimflug bekam er von DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock (links) den Pott in die Hand gedrückt …

„Bis vor ein paar Tagen hab‘ ich geglaubt, dass die WM in Italien 1990 niemals zu toppen sei. Brasilien 2014 hat’s aber geschafft“, sagt Klobeck, der Anfang der Woche von seiner Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft wieder nach Wasserburg zurück gekehrt ist.

Hermann Klobeck ist nicht nur ein Riesenfan der Bundeskicker von Jogi Löw, sondern auch seit vielen Jahren Mitglied im so genannten Freundeskreis der Nationalmannschaft – einem ganz besonderen Fan-Club, der um die 150 bis 160 Mitglieder umfasst. Die reisen zu vielen Spielen der Nationalmannschaft. Der Freundeskreis organisierte jetzt auch die Reise nach Brasilien, wo die Teilnehmer zusammen mit den Familien und dem DFB-Tross in Porto Seguro untergebracht waren, nur wenige Kilometer vom Camp der Nationalmannschaft entfernt. Unter ihnen: Der Wasserburger Hermann Klobeck.

„Mir haben bei der WM in Brasilien Land und Leute wirklich imponiert. Die Brasilianer waren ausgesprochen freundlich.“ So habe man zum Beispiel nach dem 7:1-Halbfinal-Sieg gegen die Heimmannschaft nicht damit gerechnet, als deutscher Fan noch besonders freundlich aufgenommen zu werden. „Das genaue Gegenteil war der Fall. Die brasilianischen Fans haben nach dem Spiel aus dem Stadion heraus ein Spalier gebildet, geklatscht und uns beglückwünscht. das war einfach nur toll.“

Leider sei die deutsche Mannschaft diesmal – anders als bei anderen Turnieren – sehr abgeschirmt gewesen. „Wir kamen kaum an die Spieler ran. Dafür war aber nicht der DFB verantwortlich, sondern die FIFA un die brasilianischen Veranstalter.“ Man habe schon gemerkt, dass es diesmal starke Sicherheitsmaßnahmen gegeben habe, so Klobeck.

Die haben dann aber den Eltern von Sami Khedira, die zusammen mit anderen Verwandten der Spieler im gleichen Ressort wie Hermann Klobeck untergebracht waren,  bei einem Ausflug nichts geholfen. Vater und Mutter Khedira wurden bei einem Ausflug in einer Seitenstraße von Fortaleza Opfer eines brutalen Raubüberfall (Bild online berichtete). Klobeck: „Da waren wir alle ziemlich geschockt.“ Dies sei allerdings der einzige derartige Zwischenfall gewesen.

Auch sportlich habe sich die WM diesmal wirklich sehen lassen können. „Wir wollten eigentlich neben den deutschen Spiel, bei denen wir natürlich live dabei waren, nur die wichtigsten Spiele im TV verfolgen, saßen dann aber fast bei jedem Spiel vor dem Fernseher, weil einfach so toller Sport geboten wurde.“ Überhaupt sei in Brasilien zu bemerken gewesen, dass es so gut wie keine „kleinen Fußballnationen“ mehr gibt. „Ob Honduras oder Iran – die hielten alle prima mit.“

Warum Thomas Müller der Schalk im Nacken sitzt

Viel Spaß hatte Klobeck übrigens mit den Eltern von Nationalstürmer Thomas Müller: „Wir waren uns als Oberbayern sprachlich natürlich von der ersten Sekunde an sympathisch. Wenn man den Vater von Thomas kennt, weiß man übrigens, warum dem Sohn der Schalk im Nacken sitzt.“

Klobeck und der DFB-Tross reisten übrigens zu allen Spielen der Nationalmannschaft mit dem Flieger an. „Das ist in diesem riesigen Land gar nicht anders möglich. Wir hatten allerdings das Glück, dass unser Aufenhaltsort relativ zentral lag und wir wie die Nationalmannschaft kaum mehr als zwei, drei Studen zu den Stadien im flieger saßen.“ Nur beim Halbfinale gegen das Heimteam in Belo Horizonte habe man größere Strapazen auf sich nehmen müssen. „Da waren wir 30 Stunden unterwegs, weil dort natürlich ein Riesenrummel herrschte. Ganz Brasilien war auf den Beinen“, so Hermann Klobeck.

Beim zehnstündigen Heimflug gab’s für den Wasserburger dann noch ein echtes Highlight: DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock drückte Klobeck den Original-WM-Pokal in die Hand – Klobeck dürfte damit wohl der einzige Wasserburger sein, der das edle Ding der fußballerischen Begierde je berührt hat. Und er freut sich jetzt schon wieder auf 2016: „Die Europameisterschaft in Frankreich, das wird mein nächster, größerer Urlaub.“    HC

 

 

Ein paar Eindrücke von der WM aus der Perspektive des Wasserburgers:

 

 

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