Ein Treffpunkt, der Leben rettet

Bayerische Staatsforsten sorgen in Wäldern um Wasserburg für mehr Sicherheit

image_pdfimage_print

rettungstreffpunkt_kAuffallende, grün-weiße Tafeln, die einen besonderen Ort im Wald markieren: Seit vergangenem Jahr stellen die Bayerischen Staatsforsten immer mehr solcher Hinweisschilder auf. Sie markieren so genannte Rettungstreffpunkte. Jetzt auch beispielsweise ganz aktuell im Forstgebiet zwischen Babensham und Stephanskirchen (Foto). Was es damit auf sich hat, weiß Dr. Heinz Utschig, Leiter des Forstbetriebs Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten …

Dr. Utschig: „Eigentlich sorgen wir dafür, dass in unseren Wäldern so wenig wie möglich Handy-Empfang ist. Der Wald soll ein Ort der Ruhe sein. Wenn’s um die Sicherheit geht, ist das natürliche etwas Anderes. Deshalb ist die Notrufnummer 112 auch dann erreichbar, wenn’s eigentlich kein Handy-Netz gibt. Also auf jeden Fall in einer Notlage die 112 wählen. Die Standorte sind so gewählt, dass ein Notruf immer abgesetzt werden kann.“

Die Rettungstreffpunkte habe man ursprünglich für die Waldarbeiter eingerichtet. „Bei einem Unfall ist es für den Notarzt sonst natürlich unwahrscheinlich schwer, einen bestimmten Ort im Forst zu finden. Dort gibt’s ja nur höchstselten Straßennamen und Hausnummern.“ Der Rettungspunkt sei durch eine bestimmte Nummer gekennzeichnet. dort könne sich der Notarzt oder Rettungswagen mit einem Lotsen treffen. „Das System hat sich so bewährt, dass wir das jetzt auch offiziell für Radfahrer und Wanderer anbieten, die ja auch mal im Wald einen Unfall haben können.“

Ansonsten verspricht Dr.Utschig aber: „Unser Forst soll eine handyfreie Zone der Ruhe bleiben. Wer’s wirklich richtig still haben will, braucht sich nur in den Ebersberger Forst zu begeben. In dem riesigen Areal gibt’s genau eine kanaldeckelgroße Stelle mit Handyempfang. alles andere ist ein weißer Handy-Netz-Fleck.“ HC

 

utschig#Dr. Heinz Utschig ist Leiter des Forstbetriebes Wasserburg. Der 55-jährige Diplom-Forstwirt (Univ.) Dr. Heinz Utschig übernahm vor fünf Jahren die Verantwortung für die fast 20 000 Hektar Staatswaldflächen und -jagden des Altlandkreises Wasserburg, der westlichen Teile des Landkreises Ebersberg, der Landkreise Mühldorf, Altötting, Pfarrkirchen, Rottal Inn und der westlichen Teile des Landkreises Passau.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.