Ein Plan für die nächsten 100 Jahre

Von der Rampe zur Realschule: Bauausschuss beschäftigt sich mit dem Innbogen

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BauDas Tor in die Stadt, die Rampe, der Bahnhofsvorplatz, die Verwaltungsschule, das Parkhaus an der Überfuhrstraße, die Schrebergärten an der Realschule, das Feuerwehrhaus – das, und die Flächen dazwischen, das alles befindet sich im so genannten Innbogen. Ein Bereich der Wasserburger Halbinsel, der städtebaulich viele Fragen offen lässt. Und die sollen jetzt Schritt für Schritt beantwortet werden: Mit einem Plan, der für die nächsten Jahrzehnte, vielleicht sogar für die nächsten 100 Jahre eine klare Linie vorgeben wird.

Es war die aller erste Diskussion über die städtebauliche Entwicklung von der Rampe bis zur Realschule, die der Bauausschuss der Stadt bei seiner Sitzung am Donnerstag Abend anstieß.

Architekt Michael Leidl vom Büro „Arc Architekten“ in Bad Birnbach stellte die ersten Überlegungen zur Neugestaltung des so genannten Innbogens, die in den nächsten Jahren, ja Jahrzehnten vorgenommen werden soll, vor. Es gebe eine ganze Menge Ansatzpunkte für das gesamte Areal, das städtebaulich nicht strukturiert sei. Ziele sei es, die gesamte Situation rund um die Rampe aufzuwerten, Grundstrukturen zu schaffen und dabei auch den Bahnhofsvorplatz einzubeziehen.

In die Überlegungen müssten auch eine nötige Erweiterung des Parkhauses und der Verwaltungsschule einfließen. Zudem müssten die Grünzüge zwischen Bahnhof und Realschule gesichert und neu strukturiert werden. Auch die Standorte für Polizei und Feuerwehr sowie Freizeitnutzung in dem Areal müssten überdacht werden. 

„Und das immer vor dem Hintergrund, dass hier der Fluss sehr nahe ist und eine große Rolle spielt. Eine städtebauliche Aufgabe vor dem Hintergrund des Denkmalschutzes, die man nicht von heute auf morgen erledigen kann.“ Er sehe einen Zeithorizont von 20 bis 30 Jahren.

Stadtrat Dr. Hermann Budenhofer (FW) bat Leidl darum, in die Überlegungen den Bau einer Tiefgarage einzubeziehen, die erhebliche Vorteile gegenüber einer Parkhauserweiterung habe. Peter Stenger (SPD) zeigte sich ebenso wie sein CSU-Kollege Andreas Ass im Erstentwurf überrascht über die Dichte der vorgesehenen Bebauung. Ass dazu: „Die Schrebergärten, der Grünzug an der Realschule, der ist für mich unantastbar.“

Leidl erklärte dazu, dass genau dies eine der ersten Entscheidungen des Stadtrates sein könnte, „wie dicht bebaut werden soll und ob überhaupt zusätzliches Wohnungsangebot entstehen soll oder nicht“.

Bürgermeister Michael Kölbl am Ende der Präsentation zusammenfassend: „Ich glaube nicht, dass sich in den letzten 20 Jahren jemand so intensiv mit der Gesamthematik auseinandergesetzt hat. Es ist für uns wichtig, langfristig ein städtebauliches Gesamtkonzept für diesen Bereich zu haben und nicht immer nur von Haus zu Haus zu planen.“ Er schlug vor, sich des Themas, bei dem es um die nächsten Jahrzehnte gehe, intensiv in einer Klausurtagung anzunehmen. Die soll bereits Anfang nächsten Jahres stattfinden.  HC

Achtung! Die Gebäude, die in dem Modell quasi im Inn stehen, wurden dort nur hinplatziert, weil auf dem Tisch zu wenig Platz war. 

 

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4 Gedanken zu „Ein Plan für die nächsten 100 Jahre

  1. Sehr interessant, nur was wohl die Leute sagen werden, die von der Rampe bis zur RS leben oder einen Garten besitzen oder gepachtet haben? Der Mann aus dem Rottal sollte mal lieber ein paar Tage hier leben, bevor er seine Bauklötzerl aufstellt. Zubauen lässt sich eben halt alles, siehe Fletzinger-Areal, aber ist das auch immer gut?

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    1. Wasserburger Grantler

      Der Stoderer hat das absolut richtig erkannt. Sollen etwa hinter dem Parkhaus Pfahlbauten oder Bauten auf Pontos entstehen, die mit dem jährlichen Hochwasser hochgehoben werden? Verschwindet dann auch der Skulpturenweg und der freie Blick auf die Innleitn für Wohnblöcke? Das Modell zeigt doch, dass von der Realschule bis zum Parkhaus alle Gebäude im Wasser stehen würden. Also da scheint wirklich jemand gerne Bauklötzerl in die Gegend zu stellen ohne die Örtlichkeiten und Gegebenheiten näher zu kennen. Hoffentlich gibt es da Stadtväter(mütter) im Stadtrat, die das realistisch sehen und solchen Planungen mehr als skeptisch gegenüber stehen, weil schee is des ned.

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      1. Christian Huber Beitragsautor

        Achtung! Die Gebäude, die in dem Modell quasi im Inn stehen, wurden dort nur hinplatziert, weil auf dem Tisch zu wenig Platz war. Im Inn ist natürlich nichts geplant!! Anmerkung der Redaktion

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        1. wasserburger Grantler

          Na ja, das beruhigt schon mal, ist aber doch sehr irreführend, wenn solche Planungsmodelle veröffentlicht werden.

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