Ein Netzwerk, das Eltern hilft

Ausbau von Projekten geplant, wie das der Familienpaten im Wasserburger Raum

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patenDie Kompetenzen der Eltern stärken: Die Angebote zur Stärkung elterlicher Kompetenzen für junge Familien, die bisher nur regional begrenzt zur Verfügung standen, sollen zukünftig bei einem entsprechenden Bedarf im gesamten Landkreis Rosenheim angeboten werden können. Das beschloss gestern der Jugendhilfeausschuss einstimmig, nachdem zuvor die bestehenden Projekte ausführlich vorgestellt und diskutiert worden waren. Künftig sollen demnach auch die regional bestehenden Projekte wie die Familienpaten im Wasserburger Raum des Kinderschutzbundes, die Familienpaten im Chiemgau …

des Sozialdienstes Katholischer Frauen und das bisher im Chiemgau und Mangfalltal angebotene Projekt Elterncoaching der Diakonie Jugendhilfe Oberbayern ausgebaut werden.

Der im Jahr 2010 im Kreisjugendamt eingerichtete Fachdienst „Frühe Kindheit“, auch bekannt als Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKiS), entwickelte diese verschiedenen Hilfeformen im Zusammenwirken mit den Trägern Kinderschutzbund, Sozialdienst Katholischer Frauen und Diakonie Jugendhilfe Oberbayern.

Nachdem diese sich in der zweijährigen Projektphase bewährten, sollen Familienpaten und die entwicklungspsychologische Beratung (Elterncoaching) zukünftig im gesamten Landkreis dauerhaft angeboten werden. Zusammen mit den bestehenden Hilfen können so elterliche Kompetenzen gestärkt werden. Dies wird als wichtiger und nachhaltiger Ansatz zur Sicherung einer gesunden und positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie zur Gewährleistung eines effektiven Kinderschutzes gesehen.

Mit den Frühen Hilfen ist die Koordinierende Kinderschutzstelle inzwischen ein etablierter Bestandteil der Jugendhilfe. Im Zusammenwirken mit dem Gesundheitssystem, also mit Kinderkliniken, Kinderärzten, Allgemeinärzten, Gynäkologen, Hebammen und örtlichen Initiativen, wie beispielsweise dem Elternnetz Wasserburg, wurde ein Netzwerk geschaffen, das jungen Familien mit einem entsprechenden Bedarf die genannten Hilfen, aber auch darüber hinaus gehende Beratung und Unterstützung anbieten kann.

Diese Entscheidung bedeutet für den Landkreis Rosenheim, dass er mehr Geld als bisher in die Hand nehmen muss. Im Jahr 2015 wurden für die Projekte knapp 139.000 Euro aufgewandt. Über die Bundesinitiative Frühe Hilfen wurden davon knapp 61.000 Euro erstattet. Da die Mittel der Bundesinitiative Frühe Hilfen „gedeckelt“ sind, wird der Mehraufwand des Landkreises nicht im gleichen Maße gefördert wie bisher.

 

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