„Ein miserabliger Held – aber sympathisch“

Benefizabend mit Michi Altinger am Gymnasium Wasserburg - Noch Karten

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altingerEr is so a sehr Netter, aa wenn a koa Blattl vorn Mund nimmt. Und er ist ausm Oidlandkreis, da Michi, der aus dem Kabarett-Programm im Fernsehen deutschlandweit nimma weg zum Denga is. Am Donnerstag, 12. November, ist Michi Altinger wieder in seiner Schui, im Wasserburger Gymnasium, zu Gast. Auf Einladung des  Elternbeirats gibt er einen Benefizabend unter dem vielsagenden Motto ‘bekannt verzogen’. Eine Viertelstunde vor Unterrichtsende durfte er früher als Schüler des Gymnasiums Wasserburg schon immer ran – bei der Kunstlehrerin Marianne Huber. Da stand er dann vor der Klasse und machte seine Späße. Heute steht er vor einem großen Publikum …

… egal ob auf der Theaterbühne oder im TV. Michael Altinger (44) freut sich drauf, wenn „a paar Lehrer, die ich persönlich g’habt hab, vielleicht im Publikum sitzen“.

Der Elternbeirat, der auch für die Bewirtung im Gymnasium sorgen wird, lädt herzlichst zu dem Benefizabend mit Exklusiv-Programm ein. Eintritt: 15 Euro – ermäßigt zehn Euro. Der Erlös des Abends kommt zu hundert Prozent den Schülern zugute. Karten sind in der Buchhandlung Herzog in Wasserburg erhältlich.

Fröhlich soll der Abend werden – und auch a bissal nachdenklich. Für Schüler und Eltern und Lehrer. Es heißt ja immer, ‚wer mit 40 morgens aufwacht und keine Schmerzen hat, ist tot.’ Da kann ich nur sagen: Ich bin morgens so müd, ich würd’s nicht mal merken, dass ich tot bin!“

Gerade vielen älteren Schülern spricht Michael Altinger wohl mit solchen Sätzen aus dem Herzen. Sie sind zwar noch keine 40 Jahre alt – „aber morgens, da ist die Schulwelt nicht in Ordnung, weil einfach viel zu früh der Unterricht beginnt.“ Solche und ähnliche Klagen werden eine Rolle spielen beim Abend mit Michael Altinger, der viel zu erzählen weiß, rund um die Bildungspolitik – rund um das alltägliche Schulleben. Beendete er selbiges doch irgendwann in Wasserburg – um sich erst einmal der Sozialpädagogik zu widmen.

Doch die Bühne lockte ihn mehr und mehr. 17 Jahre lang steht er nun schon dort. Und heimste hochkarätige Preise dafür ein: so z. B. den „Kabarett Kaktus” des Münchner Kleinkunst-Nachwuchsfestivals (mit Altinger & Band, 1995), das „Scharfrichterbeil” (mit Altinger & Band, 1996), den „Bayerischen Kabarettpreis” in der Kategorie Senkrechtstarter (2001) und den „Programmpreis” des Deutschen Kabarettpreises (mit Alexander Liegl, 2001).

Neben zahlreichen Auftritten in Kabarettsendungen wie „Ottis Schlachthof”, „Neues aus der Anstalt”, „Scheibenwischer” oder „Grünwalds Freitagscomedy” wird Altinger ab 2000 vor allem durch seine Mitarbeit als Autor und Schauspieler der BR-Serie „Die Komiker” bekannt.

Seit 2008 hat Michael Altinger seine eigene Sendung: „Altinger mittendrin”. Daneben ist er aber auch immer wieder in bekannten Fernsehserien zu sehen, etwa in „Der Kaiser von Schexing”, „München 7″ oder „Die Rosenheim-Cops”.

Oder in der Heimat – so wie beim beliebten Montagsbrettl im Festsaal Gabersee. Mit seinen Programmen zieht Altinger zudem – mal solo, mal mit Band, mal mit Alexander Liegl – über die Kabarettbühnen der Republik. Aber ebenso gern steht Michi Altinger mit Constanze Lindner und anderen Kollegen zum Beispiel in „Der nackte Wahnsinn” auf der Bühne des Lustspielhauses München.

Michael Altinger mögen Kabarettfreunde wegen seines mitreißenden Enthusiasmuses, seines parodistischen Talents und wegen der ihm eigenen absurden Komik. Derb ist er des öfteren – und doch ein Charmeur. Gefeiert wird er deshalb gern als „cleveres Chamäleon“. Virtuos wechselt er die Rollen für den optimalen Effekt. Wie heißt es doch über ihn schmunzelnd „vielleicht ein miserabliger Held – aber ein sympathischer Hundsbua“.

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