„Ein Härtetest fürs Immunsystem“

„dsai" informiert: Häufige Infekte können Hinweis für angeborenen Immundefekt sein

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dsSchnaitsee – Dauerhafter Husten und Schnupfen oder auch eine Lungenentzündung: In der Herbst- und Winterzeit erwischt es so gut wie jeden von uns einmal. Anstatt Sauna oder Skifahren stehen Arztbesuche und Bettruhe auf dem Programm. Wer besonders anfällig ist, sehr häufig unter Infekten leidet und sogar auf Antibiotika nicht gut anspricht, sollte hellhörig werden …

„Ständig wiederkehrende Infektionen können ein Zeichen für einen angeborenen Immundefekt sein“, sagt Gabriele Gründl, Bundesvorsitzende der Patientenorganisation „dsai“.

Dieses genetisch bedingte Unvermögen des Körpers, ausreichend Antikörper gegen Krankheitserreger zu bilden, wird laut Gründl oft erst im Erwachsenenalter diagnostiziert. Viele Betroffene hätten dann meist schon eine langjährige Leidensgeschichte hinter sich: Unzählige Krankenhausaufenthalte, falsche Behandlungen, das Ausscheiden aus dem Berufsleben oder die traurige Nachricht nur noch wenige Jahre zu leben.

Dabei gibt es zahlreiche Warnhinweise, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene: „Ist die Krankheit richtig erkannt und bekommen die Patienten rechtzeitig eine adäquate Therapie, können sie ein nahezu normales Leben führen“, erklärt Gründl.

Experten schätzen die Zahl der von einem angeborenen Immundefekt betroffenen Menschen auf rund 100.000 in Deutschland, allerdings sind bisher nur etwa 4.000 Patienten diagnostiziert. Gerade weil die Krankheit oft als scheinbar gewöhnliche, wenn auch häufige Infektion von Stirnhöhle, Ohren oder Lunge auftritt, wird sie nicht schnell genug erkannt. Oberstes Ziel der „dsai“ ist daher die frühe Diagnose und angemessene Therapie sowie flächendeckende Versorgung aller Betroffenen. Dafür macht sich die dsai seit mittlerweile 25 Jahren stark.

Weitere Informationen unter der Telefonnummer: 06104/6698-14, E-Mail: sls@ballcom.de oder im Web unter www.dsai.de.

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