Ein Film, der nachdenklich macht

Tötzhamer Filmer UE-Spionjak präsentierten „Zwischen den Linien" im Utopia

image_pdfimage_print

IMG_3303„Ich bin Türke und obendrein Kurde – eine nicht ganz einfache Mischung“ – der, der das sagt, heißt Burak Akkoyun, Schauspieler und Regisseur aus Berlin. Er war extra angereist, um am Wochenende bei der Wiederaufnahme des Streifens „Zwischen den Linien“ im Wasserburger Kino Utopia dabei zu sein. Zusammen mit Tobias Licht, bekannt aus zahlreichen TV-Produktionen, spielt er die Hauptrolle in dem spannenden, eindringlichen Streifen, der – wie berichtet – vom Tötzhamer Filmteam um Slavko Spionjak, Rita Fichtl-Spionjak und Slavica Spionjak produziert wurde.

In einem durchnässten, kahlen Keller und an Hand- und Fußknöcheln angekettet, wacht Chris (Tobias Licht) aus seiner Bewusstlosigkeit auf. Es überkommt ihn ein Gefühl, als ob er nicht allein im Raum wäre. Ali – ein Mohammedaner – der auch angekettet ist, beobachtet ihn Hass erfüllt. Nach unzähligen Streitereien und gegenseitigen Beleidigungen, wird ihnen bewusst, dass sie keine Ahnung haben, wo sie sich befinden und wie sie dorthin gekommen sind – das ist die Geschichte von „Zwischen den Linien“, die ein versöhnliches Ende findet.

„Ich glaube. dass der Streifen derzeit so aktuell ist, wie noch nie. Er zeigt, wie sinnlos der Kampf zwischen den Religionen ist“, sagte Burak Akkoyun. Und Slavko Spionjak ergänzte: „Ein Mensch ist ein Mensch – und sonst gar nichts. Das soll unser Film zeigen.“

Auch wenn das Drehbuch an sich – bei Filmen dieser Kürze keine Seltenheit – ein bisschen mehr Höhepunkte vertragen hätte: Das Publikum war von „Zwischen den Linien“ begeistert. Die Fimemacher aus der Gemeinde Babensham beweisen mit ihrem Streifen, dass sie handwerklich absolut in der Profiliga spielen. Ebenso überzeugend: Die beiden Protagonisten, die eine schauspielerische Glanzleistung hinlegen.

Zum Schluss gab’s für alle Filmbegeisterten noch ein echtes Schmankerl: Das Making of des Tötzhamer Streifens, der in einer Schreinerei gedreht wurde, ist nicht nur ein spannender Blick hinter die Kulissen, sondern zeigt auch, mit welcher Hingabe und in welch familiärer Stimmung die Filmemacher und das ganze Team zusammenarbeiten. „Es war anstrengend, hat aber ungemein Spaß gemacht“, resümierte Tobias Licht. BS

Zu sehen ist der 43-minütige Film noch an zwei Abenden:

An diesem Mittwoch, 14. Januar, um 18 und 19.15 Uhr sowie am Dienstag, 20. Januar, um 18.15 Uhr.

IMG_3298_k

Das Produktionsteam und Burak Akkoyun im Utopia.

Eindrücke vom Filmabend:

 

[FinalTilesGallery id=’182′]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.