Ein Dankeschön an Gott für 50 Jahre

... und ein großer Korb Äpfel für Weihbischof Dr. Franz Dietl in St. Konrad

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Kirche 1Aus der heutigen Zeit nicht mehr weg zu denken: Wasserburgs Stadtteil „Burgerfeld“ mit der Pfarrkirche St.-Bruder-Konrad von Parzham. Vor genau 50 Jahren, 1964, wurde für diesen Stadtteil das Gotteshaus erbaut. Am heutigen Sonntag vor dem ersten Advent wurde dieser runde Weihetag mit einem Pontifikalgottesdienst mit Herrn Weihbischof em. Dr. Franz Dietl groß gefeiert. Pfarrer Dr. Paul Schinagl, Cozelebranten Pfarrer Willibald Mittermeier, Pfarrer Bernd Joa, Pfarrer Taddäus Jakubowsky, Pfarrer Zygmunt Iwicki und Diakon Josef Treml zogen mit dem Bischof feierlich in die Pfarrkirche ein, zusammen mit vielen Vereinen und deren Fahnenabordnungen und den vielen Ministranten beider Pfarreien …

Kirche 4Nach den Grußworten von Pfarrer Dr. Paul Schinagl an Weihbischof em. Dr. Franz Dietl wünschte der Weihbischof in seiner Ansprache, „dass Gottes Auge und Herz hier sein wolle alle Tage – hier in St. Konrad, dem geistigen Zentrum im Burgerfeld für alle Christen, auch um mit ihren Sorgen, Nöten, Anliegen und Bitten her zu kommen, sich zum Gebet zu versammeln“.

Zur Predigt marschierte der Weihbischof zum Altar, um wie er sagte, von hier aus alle Anwesenden zu sehen, von Allen besser gesehen zu werden, in der Mitte unter ihnen zu sein. Am letzten Sonntag des Kirchenjahres – Christkönig – würde eine Zusammenschau gefeiert, so der Weihbischof. Alle Heilstaten sollten in einer Art Zusammenfassung in den Mittelpunkt gerückt werden. Dabei soll der Christ-„König“ als guter Hirte gesehen werden, im Sinne eines Richters, der alles schon richten wird, als einen der alles zum Guten führen wird und zu lenken weiß. So seien die Gratulation und die Segenswünsche, meinte der Geistliche, ein Dankeschön an Gott, der diesen Weg in den 50 Jahren begleitete.

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Vom opfervollen Bau der Pfarrkirche, hin zur Entfaltung einer regelrechten Pfarrlandschaft mit Kindergarten, Seniorenheim, einer wachsenden Pfarrgemeinde und schließlich dem Pfarrzentrum. Die Wasserburger sollten „ihren“ Kirchturm als Wahrzeichen lebendigen Glaubens der Pfarrgemeinde sehen, ermunterte Dr. Franz Dietl.

Es wäre eine lebendige Pfarrgemeinde, weil sich Pfarrer Johann Neumeier als Planer engagierte und derjenige war, der den Anstoß zum Kirchenbau gab. Dann galt es für Pfarrer Ludwig Bauer, zu organisieren, seinem Namen gerecht zu werden als „Er“-bauer und die Pfarrgemeinde zu leiten. Mit Pfarrer Dr. Paul Schinagl wurde St. Konrad und St. Jakob zu einem Pfarrverband weiterentwickelt.

Diese lebendige Pfarrgemeinde zeige ihre Vielschichtigkeit durch die vielen Ehrenamtlichen, die in den letzten 50 Jahren in den verschiedensten Gruppierungen pfarrliches Leben mitgestalteten – dies alles aber brauche dazu eine gläubige Gemeinschaft, betonte Weihbischof Dr. Franz Dietl, eine Gemeinschaft, die hier entstanden ist und die es hier heute gibt. Als Ausblick mahnte der Weihbischof, entgegen dem heutigen Leben, wo christliche Maßstäbe, Werthaltung und Glauben verblassen, die eigene Lebensführung nach Jesus Vorbild im Sinne einer Nachfolge auszurichten. Damit wieder mehr Mitgefühl, Zuversicht und ein Füreinander gelebt wird statt eines Lebens nur nach dem eigenen Vorteil. Ein Vorbild sei dafür der Pfarrpatron St. Bruder Konrad von Parzham mit dessen Bescheidenheit, Güte, Freundlichkeit, Frömmigkeit in aller Stille.

Umrahmt wurde der feierliche Jubiläumsgottesdienst von Männerchor und Orchester mit der „Messe in A“ von J.G. Rheinberger unter der Leitung von Anja Zwiefelhofer. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Isolde Brandl und Christine Beck überreichten Weihbischof em. Dr. Franz Dietl als Dank für den festlichen Pontifikalgottesdienst einen großen Korb Bauernäpfel, die der Weihbischof – laut seines letzten Besuchs – sehr gerne hat.

Bürgermeister Michael Kölbl ergänzte in einem Grußwort die geschichtlichen Daten von der Planung bis zur Fertigstellung der Pfarrkirche von Seiten der Stadt Wasserburg, gespickt mit seinen eigenen Erfahrungen innerhalb seines Wirkens in der Pfarrgemeinde. Dabei betonte er, wie eng die Stadtgeschichte mit der Entwicklung der Pfarrei St. Konrad verwoben sei.

Sein Dank galt besonders den Geistlichen und Ehrenamtlichen, die das Gemeindeleben so erst ermöglicht haben. Im Anschluss wurde im Pfarrzentrum weiter gefeiert. Während die einen Pfarrgemeinderäte für das leibliche Wohl sorgten, warteten Pfarrgemeinderäte Dr. Markus Brezina und Matthias Bieniek mit einer Beamershow auf. Zu sehen waren Bilder zu 50 Jahren Pfarrkirche St. Konrad ergänzt mit vielseitig recherchierten Informationen und Anekdoten.

Andrea Däullary

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Ein Gedanke zu „Ein Dankeschön an Gott für 50 Jahre

  1. Die Ministranten durften im Keller Würstchen Essen – na ja?????

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