Ein Blick in die Seele der Pflanzen

Kräuterpädagogin Barbara Meinl gibt Kurse zum Thema Wildkräuter

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meinl_kBarbara Meinl liebt die Natur mit ihren Pflanzen und Kräutern. Ihre Leidenschaft hat sie im letzten Jahr zum Beruf gemacht, nachdem die Wasserburgerin in Salzburg die Vitalakademie besuchte und dort die Prüfung zur Kräuterpädagogin erfolgreich absolvierte. Momentan schreibt die 51-jährige an ihrer Diplomarbeit über die „Psyche und Pflanzen“. Um ihr Wissen zu teilen, bietet sie verschiedene Kurse und Wildkräuterwanderungen an, in denen sie ihre Tipps und Tricks weitergibt.

Barbara Meinl beschäftigt sich schon länger mit der Natur-und Kräuterheilkunde. Angefangen mit einer Räucherausbildung, dachte sie sich vor einem knappen Jahr: „Wenn, dann machstas scho gscheid“. Mittlerweile darf sie sich offiziell „Kräuterpädagogin“ nennen.

Die Ausbildung verlangte ihr einiges ab: „Im ersten Modul war des nur stures Auswendiglernen. Die ganzen Grundkentnisse der Biologie – vom Blütenaufbau bis zur Beschaffenheit, des war scho anstrengend.“ Nachdem sie sich das Grundwissen angeeignet hat, ging es schnell zur Praxis über. Die Kursbesucher erlernten, wann man Gundermann, Bärlauch und Acker-Schachtelhalm am besten pflückt, wie man die Kräuter ernten sollte und wie man sie verarbeitet und konserviert.

Bei ihrer Arbeit ist ihr eines besonders wichtig: „Der Natur muss man mit Achtung begegnen. Jeder soll nur das nehmen, was er braucht und sich danach bedanken“. Auch Pflanzen sind Lebewesen und das, was genommen wird, sollte als Geschenk betrachtet werden.

„Das besondere an Wildkräutern ist ihre Naturbelassenheit.“, sagt Meinl. Ob Wald, Wiese oder Acker, jede Pflanze wächst spontan und ist das Ergebnis an die Anpassung ensprechender Umweltbedingungen. Die Kräuterpädagogin hat viel Erfahrung und weiß genau, welche Kräuter sie wo findet – an bestimmten Bäumen, bei Biobauern auf der Wiese oder am Waldrand. Besonderes zur aktuellen Jahreszeit macht ihr das Sammeln besonders Freude.

„I brauch grod an Woid ause geh und scho kon i as zupfa ofanga.“ Im Frühling haben die Pflanzen besonders viel Energie: „Des san richtige Energiehämmer. Der Wirkstoff kimmt so konzentriert in de Kräuter vor, des is da Körper oft gar ned gwohnt. Des griagsd nämlich in der From in koam oanzigen Nahrungsergänzungsmittel.“

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit arbeitet Barbara Meinl mit Kindern aus Attl zusammen. Gemeinsam besuchen sie den Wald, um dort zu spielen und die Natur kennenzulernen. Die Atmosphäre,die der Wald dabei versprüht, ist wie eine Therapie. Schon in der Vergangenheit wurde bekannt, dass verschiedene Baumarten unterschiedliche Energien freisetzen. „Bam wie zum Beispiel Birke, Fichte und Tanne kinnan die Atmung und den Herzschlag beruhigen. Auch die Gehrinaktivität kimmt in Schwung. Es is total faszinierend zum seng, wie die Kinder auf diese Energien reagieren. Die wern total ruhig und erna Zustand verändert sich positiv.“

Dieses Wunder der Mutter Natur und ihr Wissen will sie weitergeben: „I wui de Leid des mit de Kräuter näher bringen. Vui wissen garned wos ma ois essen kon und wos ma sich do soiba guads doa kon!“. Barbara Meinl weiß viele Antworten. Auf Fragen, wie beispielsweise: Trockne ich Kräuter lieber oder sollte ich sie einfrieren? Wie macht man Tagescremes, Seifen, Zahnpulver oder gar ein Deo aus Kräutern? Welche Wildkräuter schmecken als Suppe am besten und wie kann ich sie sonst noch verkochen?

Der nächste Kurs wird am Sonntag, 22. März, in Amerang stattfinden. Interessierte können sich dieses Datum für die  Wildkräuterwanderung „Frühlingserwachen“ schon mal vormerken.

Die Wasserburger müssen sich derweil noch ein bisschen gedulden. Zusammen mit dem Herrenhaus organisiert Barbara Meinl am 9. Mai eine „fröhliche Wildkräuterreise“. Los geht’s um 10 Uhr. Auf dem Programm steht zuerst das Sammeln der Kräuter, anschließend werden sie zusammen verkocht und am Abend bei einem Drei-Gänge-Menü genossen.

Für beide Kurse ist eine Anmeldung erforderlich unter der E-Mail meinlbarbara@aol.com.

 

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