Drei Meter hoch hinaus: Laura Kurzbuch!

Unser Bild des Tages: Wasserburgs Leichtathleten mit Top-Leistungen in München

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lauraSchon jetzt unser Bild des Tages – dieser perfekte Sprung einer persönlichen Bestleistung mit dem Stab! Die erst 15-jährige Laura Kurzbuch vom TSV Wasserburg demonstrierte eine Topform und viel Talent! Platz eins für sie beim U18-Wettbewerb mit übersprungenen drei Metern! Über 700 Leichtathleten trafen sich am Samstag in der Münchener Werner von Lindehalle, um sich im Werfen, Springen und Laufen zu messen und mittendrin die Athleten des TSV Wasserburg. Was heißt mittendrin …

Mit Robert Dippl startete im Kugelstoßen ein Athlet für den TSV, der der Konkurrenz regelmäßig das Fürchten lehrt. Wo Robert auftaucht, da geht ein Raunen durch die Halle …

– so imposant wirkt seine Erscheinung! Etwa 130 Kilo Lebendgewicht verteilt auf 190 Zentimeter! Wenn er diesen mächtigen Körper optimal hinter die Kugel bringt, dann kann die Konkurrenz nur noch die Plätze unter sich ausmachen. Nach 18,75m entschied die Kugel sich auf den Weichboden niederzulassen, was für Robert den erneuten Sieg in dieser Disziplin bedeutete, nachdem er schon in der letzten Woche an gleicher Stelle gewonnen hatte.

max Kurzbuch

Sehr cool und starke vier Meter 40 Zentimeter: Max Kurzbuch vom TSV Wasserburg!

Im Höhenrausch präsentierten sich abermals die Stabhochspringer des TSV Wasserburg. Bei den Männern kam Max Kurzbuch endlich mal wieder in den „Flow“. Mittlerweile ein sicherer 4,00m Springer gelangen ihm in den letzten Indoorwettbewerben zwar immer gute Platzierungen, aber bei der Höhe blieb er oft an 4,30 hängen. Am Samstag nun lief es wieder richtig gut: 4,40m und damit Bestätigung seiner persönlichen Bestleistung sind ein gutes Zeichen für die bald anstehende Freiluftsaison. Auch mit dem erreichten 5. Platz konnte Max gut leben.

Ein konzentriertes Gesicht und einen riesiger Fels an Ballast nahm Leo Neuhoff mit auf seinem Sprung über die Stabhochsprunglatte. Letzte Woche noch am Boden zerstört, weil er keinen gültigen Versuch erzielen konnte, verließ er nun als glücklicher Zweiter die Anlage. Als Zugabe setzte er noch eine persönliche Bestleistung von drei Metern drauf, was seine Stimmung endgültig aufhellte und den Fels zu einem kleinen Bröckchen zermalmte. Wieder einmal ein Beweis dafür, dass man aus Niederlagen lernt, nicht aus permanenten Erfolgen.

Ein wahrer Sprungfloh ist Ramona Forstner. Erst im letzten Sommer hat sie mit dem Stabhochsprung begonnen und zeigt sich nicht nur als besonders mutig, sondern auch als außerordentlich begabt. Sieg mit 2,40m und persönlicher Bestleistung.

Mit dem dritten Platz beim Hürdenlauf bestätigte Johanna Windmaier ihre Zugehörigkeit zur bayerischen und mittlerweile auch deutschen Spitze in dieser Disziplin. In 8,86s musste sich Johanna nur zwei Damen geschlagen geben, darunter der Siegerin Yvonne Zapfel von unseren österreichischen Nachbarn, die in 8,64s den Maßstab für den Tag legte. Müßig zu erwähnen, dass das eine neue persönliche Bestzeit von Johanna war, nachdem sie bereits in der letzten Woche schon eine Steigerung erzielt hatte. Dieser Frau bekommt die neue Kombination aus Studium und Sport sichtlich gut.

Langsam auf Betriebstemperatur kommt Max Huber. Nach langer Verletzung und dem Komplettausfall der letzten Freiluftsaison kann er teilweise wieder in das Wettkampfgeschehen eingreifen. Noch nicht in seiner Spezialdisziplin Stabhochsprung, dafür bereits in den Laufwettbewerben. Für den Stabhochsprung bedarf es ja auch einen schnellen Anlauf, auch, wenn in der Regel nicht unbedingt Hindernisse in der Anlaufbahn stehen. So, also ohne Stab und nur mit Hindernissen, ein fünfter Platz in 9,02s mit persönlicher Bestzeit.

Vielleicht hat sie ja beim Training ab und zu mal rüber geschaut zu der markanten Gestalt von Robert, vielleicht hat er ihr ja schon wertvolle Tipps und Tricks verraten, wer weiß das schon? Aber mit 8,34m kann Victoria Wimmer die Kugel fast schon so weit stoßen wie das große Vorbild. Lohn für diese Leistung war der dritte Platz im Wettbewerb der W14 Athletinnen, wo die Münchnerin Cassandra Bailey mit 12,28m die Konkurrenz deutlich dominierte.

Mit der Kugel kennt sich auch Lukas Neugebauer aus. Der drahtige zwölfjährige Wasserburger Gymnasiast wuchtete die 3kg Kugel auf 8,81m und verpasste das Stockerl nur um Zentimeter. Besonders gefreut haben über diese Leistung wird sich sein Coach Alfred Schuhbeck, der derzeit nur vom Krankenbett aus zuschauen kann.

Mit Daniel Schwab wächst in den Reihen des TSV Wasserburg ein pfeilschneller junger Mann (M13) heran. Seine 10,82s in 60m Hürden und der damit erzielte siebte Rang lassen zumindest einmal aufhorchen. Mehr noch die im Weitsprung erzielte Weite von 4,53m, die ebenfalls den 7. Rang im Teilnehmerfeld bedeutete. Das sind Topplatzierungen, da sich der Jahrgang U13 nicht nur zahlreich, sondern auch überaus leistungsstark präsentierte.

Noch besser lief es für unseren Rohdiamanten Klara Huber: Nachdem sie sich im 60m Hürdenlauf mit 10,95s (7. Rang) zunächst einmal nur warm gelaufen hatte, schlug sie dann im 60 m Sprint beeindruckend zu. Knapp ging es im 60m Finale zu, wo Klara in 8,51s den dritten Rang belegte. Wie dicht und schwer hier gefightet wurde, zeigt die Siegzeit von Emily Decker von der LAG Mittlere Isar, die den Lauf nur knapp in 8,48s gewann. Nasenlänge!

Schnelle Läufer sind meist auch gute Weitspringer, wie einst Carl Lewis eindrucksvoll unter Beweis stellte. So weit springt Klara zwar noch nicht, aber ihre 4,55m können sich durchaus innerhalb ihres Wettbewerbs sehen lassen. Auch hier erreichte sie mit ihrer Leistung den dritten Platz, während Carolin Götzer vom TSV Vaterstetten mit 4,92m über den Sieg jubeln konnte.

Wieder einmal bewiesen die Wasserburger Leichtathleten, dass sie den bayerischen, nationalen und teilweise sogar internationalen Vergleich nicht scheuen brauchen. Abteilungsleiter Walter Kurzbuch und sein Trainerstab verfügen über ein kleines, aber feines Athletenteam, das trainingsfleißig und durchaus konkurrenzfähig agiert.

Auch im Nachwuchsbereich U13 und in den jüngeren Jahrgängen lassen zahlreiche Talente auf einen tollen und erfolgreichen Saisonverlauf im (Rest-)Winter und im Sommer hoffen.

cp

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