Die Ruhe vor dem EM-Sturm?

In Wasserburg ist die Fußball-Begeisterung noch nicht so richtig angekommen

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Wenn Deutschland spielt, ist die Hölle los – und die Straßen sind wie leer gefegt! Aber sonst? Sonst ist’s in Wasserburg zur Fußball-EM noch eher ruhig. Ob im berüchtigten Mauke-Studio im „Central“ oder an den anderen Public-Viewing-Stätten in der Stadt: Die Vorrundenspiele locken deutlich weniger Fans an, als beispielsweise noch bei der WM in Brasilien vor zwei Jahren. Liegt’s am Wetter? Ist das nur die Ruhe vor dem großen EM-Sturm? Die Wasserburger Stimme hat sich mal in der Altstadt umgesehen …

Bei den Gastronomen gibt es zwei Gruppen. Zum einen diejenigen, die auf den Fußball setzen – wie der Stechl-Keller (links). Zum anderen eine größer werdende Gruppe derjenigen, die ihren Gästen ein weitgehend fussballfreies Ambiente bieten möchten.

Die EM hat offenbar doch nicht ganz den Stellenwert einer Weltmeisterschaft. Das meint zumindest der griechische Wirt und Betreiber des „Zorbas“ am Palmanopark, Christos Zavos. Dort gab’s bisher immer Public Viewing im Freien. Er will dieses Jahr aber nur die Deutschland-Spiele ausstrahlen. „Für alle anderen Partien gibt es bisher zu wenig Interesse.“ Außerdem sei das Wetter ein ausschlaggebendes Argument gegen das Public-Viewing. Das hörte man übrigens auch von vielen anderen Bar- und Gaststättenbetreibern. „Man kann heuer der Witterung einfach nicht trauen.“

Aber auch wenn das Wetter einen Besuch erlaubt, zieht es bisher weniger Fans in Gaststätten und Bars. Das spiegelt auch das Bild der Altstadt wieder: Wenige Fahnen an den Fenstern, nur vereinzelt geschmückte Autos und Fan-Trikots im Stadtbild sind derzeit eher Mangelware.

Das noch geringere Interesse spürt auch Amir Bajric vom „El Paso“. Er organisiert das Public-Viewing am Sportplatz in der Altstadt. „Als ich kurz vor dem Spiel Deutschland gegen Ukraine durch die Altstadt ging, habe ich deutlich weniger Fussball-Interessierte auf der Straße und in den Gaststätten gesehen.“ Und selbst an den Orten, die gut besucht waren, erwartete man einfach mehr.

Jetzt heißt es abwarten: Die EM ist noch jung. Je näher die Finalspiele rücken, desto mehr Fans werden in die Stadt strömen. Das liegt nicht zuletzt an den guten Angeboten. Vom gemütlichen Fernsehen in einer Bar, über familiäres Mitfiebern beim gemeinsamen Essen, bis zum großen Fanauflauf vor drei Leinwänden mit Grill und Getränken – in Wasserburg ist für jeden etwas dabei. Und sollte das Wetter nicht passen, rein in die Regenklamotten und auf zum Spiel.

Michi Schober

Immerhin, die Geschäftswelt in der Stadt ist bestens gerüstet: In vielen Wasserburger Geschäften wie beispielsweise bei der „Brille“ in der Ledererzeile, ….

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im Eine-Welt-Laden am Weberzipfel oder …

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… in der Metzgerei-Rahm in der Schustergasse oder im …

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… Innkaufhaus, findet die EM auch im Schaufenster statt.

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4 Gedanken zu „Die Ruhe vor dem EM-Sturm?

  1. Marie Bauernschmid

    der EM Sturm wird auch nicht kommen, es soll doch ruhig sein

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    Antworten
  2. Unerfreulich, wenn der Dollar nicht mehr rollt?
    Nur noch wenige haben Interesse an gekauften Spielen,
    nur noch wenige haben Interesse an gekauften Söldnern …

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    Antworten
  3. Mario Brates

    Die Stadt Wasserburg will ja keine Party-Leute, könnte ja sein, dass sie länger feiern wollen. Und dann müssen sie nach Hause gehen. Weil es ja die Sperrstunde gibt.????
    Mann kann nicht immer alles haben?

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    Antworten
    1. Doch. Man kann schon alles haben.
      EM + Sperrstunde + Ruhe.
      Alles Bestens.

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