Die 20er im Utopia und im Schloss

Museum: Umfangreiches Begleitprogramm zu „Veronika, der Lenz ist da!“

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Titel PREin vielseitiges Begleitprogramm anlässlich der Sonderausstellung „Veronika, der Lenz ist da!“ im Museum Wasserburg lässt die Unterhaltungskultur der 20er und 30er Jahre an den Wasserburger Kulturorten lebendig werden. Am Sonntag, 22. März, zeigt das Kino Utopia in der begleitenden Filmreihe um 11 Uhr den Film „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ von Regisseur Fritz Lang und um 19.30 Uhr liest Petra-Lina Schulze aus dem Roman „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun im Schloss Penzing.

„M – eine Stadt sucht einen Mörder“

Berlin 1931: Ein psychopathischer Kindermörder ängstigt die Bevölkerung, narrt die Polizei und versetzt die Unterwelt in Aufregung: Ständige Razzien und Kontrollen behindern die Kriminellen bei ihrer Arbeit. Während Kommissar Lohmann dem Täter so auf die Spur kommen will, sendet die Bettler- und Ganovenorganisation ihre Spitzel nach dem Mörder aus, der schließlich von den Verbrechern gestellt wird, in letzter Minute der aufgebrachten Menge entkommen kann und in die Arme der Justiz flieht.

Eintritt: 6,- €

22. März, Schloss Penzing, 19.30 Uhr, Das kunstseidene Mädchen

Ein Zeitroman von Irmgard Keun (1932) gelesen von Petra-Lina Schulze

Doris ist jung, hübsch und gelangweilt: Ihr Job in einer Schreibstube hält sie gefangen. Also stürzt sie sich in das dekadente Berliner Nachtleben der 20er Jahre, verliebt sich, wird verlassen, strandet, wird aufgelesen, verliebt sich wieder, schlägt sich durch, findet endlich Halt und verliert am Ende alles außer ihren Lebensmut. Irmgard Keun erzählt die Geschichte einer verzweifelten Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben in einer Zeit, als sich der Untergang von Freiheit und Menschlichkeit in Deutschland bereits abzeichnete.

Eintritt frei, Spenden willkommen – Anmeldung erforderlich unter Telefon 089 / 8577149.

Foto: Willy Herzig, das hat die Welt noch nicht gesehen, 1924, Titel „Elegante Welt“ 1930.

 

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