Der Tag des offenen Denkmals 2013

Am Sonntag, 8. September - Interessantes Programm

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Auch eine Führunfg zur Stadtmauer in Wasserburg steht auf dem Programm.

Auch eine Führunfg zur Stadtmauer in Wasserburg steht auf dem Programm.

Wasserburg – Jenseits des Guten und Schönen. So lautet das eher ungewöhnliche Motto zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September. Es lässt erahnen: Nicht alle Denkmäler sind schön, erinnern an gute Zeiten oder sind herausgeputzt. Viele historische Monumente mahnen auch an die dunklen Seiten der Geschichte, ihnen kommt kein großer ästhetischer Wert zu oder sie sind teuer in der Restaurierung und Unterhaltung. Das diesjährige Veranstaltungsprogramm zum Tag des offenen Denkmals in Wasserburg macht auch diese Denkmäler zugänglich und rückt sie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. So gibt es wieder vieles zu entdecken, was sonst verborgen, unbekannt oder verschlossen ist.

plakat_toffd_smallWagemutigen zeigt Museumsleiterin Sonja Fehler am Nachmittag das sonst verschlossene Rückgebäude des Museums in der Färbergasse. Das im Kern auf das Spätmittelalter zurückreichende Haus ist aufgrund seiner Baufälligkeit der Öffentlichkeit sonst verschlossen und wird nur noch in Teilen als Lager verwendet.

Stadtführerin Irene Kristen-Deliano lädt auf einen Spaziergang entlang der mittelalterlichen Stadtbefestigung ein, die einst der Schutzgürtel der Stadt war und seit dem 19. Jahrhundert nur noch Bürde ist. Im letzten Jahrhundert wurden weite Teile abgerissen, da sie die Stadt einengte und als unschön galt. Heute werden die Reste voller Stolz gepflegt. Die Führung gibt einen Eindruck vom Verlauf und Umfang der Anlage  genauso wie zu den Restaurierungsmaßnahmen.

Sollten die Besucher dem heißen oder nassen Wetter entfliehen wollen, können sie an einer Führung durch die 200 Jahre alten Sommerbierkeller teilnehmen, die viel Wissenswertes über die Brauereigeschichte der Stadt und die Problematiken, die der Erhalt der Kelleranlagen mit sich bringt, vermittelt. Weiterhin widmet sich Stadtarchivar Matthias Haupt in einem Vortrag der Orts- und Gebäudegeschichte Wasserburger Kleinwohnungsbauten an der Rosenheimer Straße. Denkmal sind die Zweckbauten nie gewesen, dennoch erinnern die im Stadtarchiv vorhandenen Bauunterlagen an die spannende Gebäude- und Ortsgeschichte der „Arbeiterwohnungen“ aus den 1920er und 30er Jahren.

PR Innfront TdoD2013Das Programm im Überblick:

11 und 13 Uhr – Mitglieder der Kellerfreunde:

Die Sommerbierkeller – Geschichte, Erhalt, Pflege (Treffpunkt: Eingang Parkhaus an der Kellerstraße)

12 und 1 Uhr – Stadtarchivar Matthias Haupt:

Kleinwohnungsbauten und Wohnbaracken in Wasserburg (reffpunkt: Stadtarchiv, Kellerstraße 10)

13.30 bis 16.30 Uhr, halbstündig – Museumsleiterin Sonja Fehler:

Hinter die Kulissen geschaut! Führung durchs Museum Wasserburg (Treffpunkt: Museum, Herrengasse 15)

14 Uhr – Stadtführerin Irene Kristen-Deliano:

Wehrhaft. Stadtmauer und Stadtbefestigung (Treffpunkt: Schmidzeile vor Gewandhaus Gruber)

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