Der Nikolaus bringt einen neuen Bus

Sparkasse als Sponsor: Aber wo war nur der Vorstandsvorsitzende bei der Übergabe?

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NikoSchneegestöber, eisiger Wind, dazwischen ein echter Heiliger mit stattlicher Statur: Beim Autohaus Huber war alles auf St. Nikolaus abgestellt. Und der hat ja bekanntlich stets Gaben in seinem Sack mit dabei. Es gab einen nigelnagelneuen Bus für die Basketballerinnen des TSV Wasserburg, gesponsert von der Kreis-und Stadtsparkasse. Deren Vorstand Peter Schwertberger war dazu natürlich ins Autohaus Huber gekommen. Alle Gäste aber fragten sich bei der Übergabe: Wo nur ist der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Richard Steinbichler?

Da standen sie alle – Gott sei Dank im wohltemperierten Autohaus Huber – und warteten auf den Sparkassendirektor: Martin Huber für das Autohaus, Vorstand Peter Schwertberger und Marketingleiter Robert Minigshofer für die Sparkasse, die beiden TSV-Spielerinnen Anne Breitreiner und Svenja Brunckhorst, deren Konterfei den Bus ziert, Gaby Brei und Ulla Prantl für die Abteilungsleitung sowie jede Menge Menschen von der Presse.

Wer nicht kam: Sparkassendirektor Richard Steinbichler. Dafür erschien plötzlich und völlig unvermutet – die meisten der Gäste hatten nicht auf den Kalender geschaut, es war der 6. Dezember – der Heilige Nikolaus in voller Montur. Zum großen Glück aller ohne Krampus – dafür mit einer ganz ähnlichen Stimme wie der Sparkassen-Direktor. Ein Tuscheln ging durch die Runde.

Im Gepäck hatte der verdächtig große und sportlich-dünne Nikolo in seinem Sparkassen-Sack nicht nur den Bus, sondern für jeden der Anwesenden auch ein Geschenk und ein Sprücherl. Letzteres fiel nicht immer ganz unkritisch, wenn auch stets mit einem Augenzwinkern, aus. Ein Beispiel in Richtung Abteilungsleiterin: „Liebe Gaby, es ist toll, was du für den Wasserburger Basketball leistest. Aber der Nikolaus gibt dir auch mit auf den Weg: Sei nicht immer ganz so verbissen und ordne nicht alles dem sportlichen Erfolg unter.“

Recht glimpflich kam auch Ulla Prantl, beim TSV für die Sponsoren zuständig, davon: „Du bist echt tüchtig und machst deinen Job richtig gut. Bei dir, liebe Ulla, das hörte ich von den Sponsoren, haben die immer gleich ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich nicht in ausreichender Höhe engagieren.“

Ein Ohrwaschlziehen und eine Rüge hatte der Nikolaus für einen blonden, etwas älteren Pressevertreter über: „Du, mein Lieber, hast vor kurzem einen Bericht über einen betrunkenen Nikolaus in Wasserburg veröffentlicht und diesen darin verunglimpft. Das ist eine arge Sünde, denn merke dir: Auch Nikoläuse sind nur Menschen“, schimpfte der hünenhafte Nikolo den kleinen Pressemann, der sichtlich in sich zusammensackte.

Schutzpatron als Geschenk: Heiliger Christopherus für die Basketballerinnen

DSC_9218_kNachdem der Nikolo noch die beiden Spielerinnen und den Rest der Gäste mit Geschenken beglückt hatte, ergriff Martin Huber für das Autohaus das Wort und hatte ebenfalls ein großes Geschenk für die TSV-Damen im Gepäck: „Es freut uns, dass die Wasserburger Damen jetzt mit einem  Bus aus unserem Hause fahren.Gerne spendieren wir obendrauf die Kosten für die Wartung des Fahrzeug.“

Gaby Brei bedankte sich im Namen der ganzen Abteilung bei den Sponsoren und vor allem bei der Sparkasse Wasserburg. Als der alte Mannschaftsbus vor kurzem in Prag mit Motorschaden liegen geblieben sei, habe sie anschließend spontan mit Direktor Steinbichler gesprochen. „Und der hat mir, ohne mit der Wimper zu zucken, versprochen, die Neubeschaffung in die Hand zu nehmen. Und jetzt haben wir einen nagelneuen Bus. Einfach toll.“ Mit einem breiten Schmunzeln fragte auch sie: „Wo ist nur der Steinbichler heute?“

Für die Sparkasse ergriff also Peter Schwertberger das Wort. Er entschuldigte den Direktor „ganz offiziell“. Der neue Bus sei natürlich auch für die Sparkasse ein toller Werbeträger, so Schwertberger weiter. So eine Partnerschaft sei immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen. „Und wir freuen uns natürlich ganz besonders, dass das neue Fahrzeug höchsten Sicherheitsstandards genügt und damit auch die TSV-Kinder sicher transportiert werden können.“ Ein Dank ging auch an Martin Huber. Beim Preis für den Bus sei das Autohaus der Sparkasse erheblich entgegen gekommen.

Das Schlusswort hatte der Nikolaus, der noch ein ganz besonderes Geschenk dabei hatte: Eine Medaille des Heilgen Christopherus – dem Schutzpatron der Reisenden und damit auch der Autofahrer. Der Nikolo, als er seinen verdächtigen Sparkassen-Sack zur Seite legte und die Medaille an die Sportlerinnen übergab: „Ich war die Woche mit dem Christopherus und zwei anderen Heilgen beim Schafkopfen. Da hab‘ ich die Medaille gewonnen.“

Am Ende waren alle glücklich und zufrieden – nur eine Frage blieb offen: Wo nur war Richard Steinbichler an diesem kühlen Wintervormittag …?

BS/Fotos: Hochwind

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Ein Gedanke zu „Der Nikolaus bringt einen neuen Bus

  1. Rebecca Steinbichler

    Mei, wia süß…. da Nikolo „Richi“… steht erm guad! Endlich kann ich den Kindern erklären wer der echte Nikolaus ist…. :-)))

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