Der neue Mann am Bauhof

Alexander Murner löst Guido Zwingler als Chef ab - Unser Interview

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Murner_kDer Bauhof Wasserburg hat einen neuen Chef. Nachdem Guido Zwingler den städtischen Betrieb in Richtung Stiftung Attl verlassen hat (wir berichteten), tritt der 27-jährige Alexander Murner seine Nachfolge an. Leiter des städtischen Bauhofs in Wasserburg – eine Mammutaufgabe mit breitem Aufgabengebiet und vielen Berührungspunkten zu den Wasserburger Vereinen und Institutionen. Michi Schober von der Wasserburger Stimme sprach mit dem neuen Bauhof-Chef:

Hallo Herr Murner. Als erstes einmal wollen wir natürlich alle wissen, woher Sie kommen und welchen Bezug Sie zu Wasserburg haben?

Ich komme aus Höslwang – das ist zwar nicht mehr im Altlandkreis Wasserburg, aber auch nicht wirklich weit weg. Deshalb kenne ich natürlich unsere schöne Stadt schon seit Kindesbeinen an. Außerdem habe ich zehn Jahre bei der Firma Stahlbau Hutterer gearbeitet. Da hat mich mein Arbeitsweg täglich nach Wasserburg geführt.

murner_portraetUnd wie sind Sie dann vom Stahl- und Metallbau zum Bauhof gekommen?

Das war eigentlich mehr Zufall. Nach zehn Jahren bei Hutterer stand für mich fest, dass ich mal eine andere Aufgabe übernehmen will. Im Grunde war das mit meinem damaligen Arbeitgeber schon alles abgeklärt, als meine Freundin auf das Stellenangebot „Leiter des Bauhofs“ stieß.

Und weil ich viel praktische Erfahrung im heimischen Familienbetrieb in Höslwang gesammelt habe, interessierte mich diese neue Herausforderung gleich. Das Neue ist jetzt nur die viele Büroarbeit, aber das eigenständige Arbeiten hat mich dann komplett überzeugt.

Da kommen wir gleich zum nächsten Thema. Worin bestehen denn nun die Aufgaben des Bauhofs?

Die Aufgaben des Bauhofs Wasserburg sind weit gefächert. Da wäre zum einen die Straßenreinigung, mit der der Bauhof als erstes verbunden wird. Dann die Pflege der städtischen Grünflächen, der beiden Friedhöfe und der über 2.000 Stadtbäume. Weiter geht es mit der Instandhaltung der vielen Kilometer von Wanderwegen in und um Wasserburg. Wenn da mal ein Baum den Weg versperrt, werden wir gerufen, was an einigen Stellen schon sehr kniffelig werden kann.

Auch die Wartung und Reparatur der Straßen fällt in unseren Aufgabenbereich. Die Pflege der Wasserburger Liegenschaften planen und machen wir. So wird Ende Juli das Wahrzeichen Wasserburgs, das Brucktor, wieder saniert. Wir organisieren die Reparatur, suchen die passenden Firmen und beantragen die Straßensperrung – die natürlich nur nachts stattfindet. Aber eine unserer wichtigsten Aufgaben besteht darin, die Sicherheit des Verkehrs und der 19 Spielplätze zu gewährleisten.

Und was sind dann speziell Ihre Tätigkeiten als Chef des Bauhofs?

Das ganze zu organisieren. Ich teile die 24 Mitarbeiter ein und checke die Durchführung aller unserer Arbeiten. Ich muss darauf achten, welche Wartungsarbeiten anstehen und muss bei Bedarf neue Maschinen besorgen. Dann bin ich natürlich Ansprechpartner für Mitarbeiter und Bürger. Ich versuche Lösungen zu finden und stehe mit Rat und Tat zur Verfügung. Außerdem habe ich die Verantwortung für die saubere Abwicklung der Aufgaben und die Sicherheit der Spielplätze und Verkehrswege. Und nicht zuletzt die Sauberkeit der Stadt.

Apropos Sauberkeit, wie steht es um die Müllmoral der Wasserburger?

Das hängt von den Umständen ab. An sich sind die Wasserburger vorbildlich und die öffentlichen Abfalleimer werden gut benutzt. Jedoch kommt es oft vor, dass leider auch Müll einfach herumliegt. Auch die Zigarettenkippen können problematisch sein. An Stellen wie dem Inndamm oder am Bahnhof werden jede Menge Kippen auf den Boden geworfen. Das sieht nicht schön aus und das Entfernen erfordert Arbeitszeit, die auch gut für andere Sachen verwendet werden könnte.

Muss sich viel ändern?

Also, erst einmal müssen noch einige organisatorische Dinge erledigt werden, bevor ich zu den Veränderungen kommen kann. Aber was ich früher oder später in Angriff nehmen will, sind die öffentlichen Mülleimer. Man muss sehen, wo und ob weitere Abfallbehälter benötigt werden. Zusätzlich will ich versuchen, die Wasserburger für das Thema Zigarettenstummel und die Sauberkeit der Stadt weiter zu sensibilisieren.

Das hört sich doch gut an. Aber in einer Stadt ist ja nicht nur Sauberkeit wichtig, sondern auch das Vereinsleben. Nachdem Ihr Vorgänger sehr engagiert war, wie wollen Sie es mit den Vereinen halten?

Ich bin in keinem Wasserburger Verein, aber sie liegen mir natürlich am Herzen. Vereine gehören zu einer schönen Stadt und deshalb will ich diese Tradition auf jeden Fall weiterführen. Man wird sich mit der Zeit schon kennenlernen und ich werde gerne mit den Vereinen zusammenarbeiten, sollte es um Hilfe, Gerätschaften oder Sauberkeit gehen.

Was erwartet uns dann mit Ihnen als neuem Mann am Bauhof ?

Die Stadt wird weiter so schön bleiben wie sie ist. Ich werde die hohen Standards meines Vorgängers in punkto Pflege und Sauberkeit halten. Vielleicht finde ich ein paar Punkte, die noch besser laufen könnten. Und wichtig ist mir die Zusammenarbeit mit den Bürgern und den Vereinen.

Danke für diese interessanten Einblicke in die Welt des Bauhofs und alles Gute in Ihrer neuen Position. Auf ein gepflegtes Wasserburg!

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Ein Gedanke zu „Der neue Mann am Bauhof

  1. Ein Wasserburger

    Viel Erfolg und Durchhaltevermögen für die neue Aufgabe. In der Stadt ist immer viel zu tun und der Bauhof eine wichtige Einrichtung.

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