Der neue Coach Georg Eichler – unser Interview

Zum Auftakt der Basketball-Bundesliga-Saison der Damen am morgigen Sonntag

image_pdfimage_print

eichlerWenn am morgigen Sonntag die Bundesliga im Basketball der Damen beginnt (wir berichteten), dann steht ein Neuer in der Wasserburger Badria-Halle an der Seitenauslinie: Georg Eichler. Viele Bewerbungen flogen für die freie Trainerstelle in Wasserburg ein, kurz nachdem bekannt geworden war, dass Bastian Wernthaler, der nun neue, deutsche Nationaltrainer, weggeht. Der 38-jährige Eichler, der seit gut 18 Jahren hauptamtlich als Profi-Trainer arbeitet – stets mit Herren bislang – war der Abteilung von mehreren Seiten empfohlen worden. Ganz nach dem Motto: „… wenn ihr den kriegen könnt, dann nehmt ihn!“ Jetzt ist er längst da – unser Interview mit ihm zum Saisonstart …

Foto: Renate Drax

Unser Bild zeigt den neuen Wasserburger Head-Coach Georg Eichler mit seiner Familie – mit Freundin Tanja und dem kleinen, gemeinsamen Sohn Lean (14 Monate).

Unser Interview

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Freizeit verbringe ich momentan so viel wie möglich mit meiner Familie, meine Freundin Tanja und ich haben einen 14-monatigen Sohn, Lean, der hält uns ziemlich auf Trab. Mein größtes Hobby ist das Reisen, wann immer möglich, bin ich unterwegs. Und natürlich viel Sport …

Wie bist du überhaupt zum Basketball gekommen?

Mein Sportlehrer im Gymnasium hat selbst in der ersten Liga gespielt, der hat mich dann von der Leichtathletik zum Basketball gebracht.

Wann hast du die Entscheidung gefällt, dass du professioneller Basketball-Coach werden möchtest?
Ich habe als Spieler beim FC Bayern nebenbei eine Jugendmannschaft gecoacht, das hat sich dann nach und nach immer erweitert – bis die Abteilungsleitung mir meinen ersten Profi-Vertrag angeboten hat. Das war jetzt vor gut 18 Jahren, es macht mir einfach Spaß und ich habe das Glück, mein Hobby zum Beruf machen zu können.

Welche Teams hast du bisher gecoacht?

Das waren in dieser langen Zeit sehr viele, von der U14 bis zur Bundesliga, zuletzt war ich in der ProA in Jena tätig und letzte Saison habe ich die Bayernauswahl beim BBV betreut.

Was waren die größten Herausforderungen in dieser Zeit?

Zum einen sicherlich, meinen eigenen Ansprüchen zu genügen, ich will immer alles perfekt machen und auf alles, was in einem Spiel passieren könnte, als Trainer vorbereitet sein. Zum anderen, mit Niederlagen umgehen zu lernen, da war ich früher schon mal ein paar Tage nicht ansprechbar …

Was waren für dich die größten sportlichen Erfolge, deine persönlichen Sport-Highlights?

Mit meinen vielen, verschiedenen Jugendmannschaften die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften, das ist immer etwas Besonderes, wenn man es unter die letzten Vier geschafft hat. Mit meiner letzten ProA Mannschaft in Jena konnten wir als Underdog bis ins Halbfinale einziehen und haben den großen Aufstiegsfavoriten rausgeworfen, da waren ein paar sehr emotionale Spiele dabei, die man nicht so schnell vergisst …

Du hast bisher immer Herren-Teams gecoacht. Wie kam nun der Umschwung?

Das hat sich eigentlich recht zufällig ergeben, ich habe Basti Wernthaler bei einem Spiel getroffen und so kam dann der Kontakt zu Gaby Brei zustande. Und ich hatte immer schon gesagt, wenn Wasserburg Interesse hat, dann würde ich gerne dort mal die Damen coachen!

Was sind die größten Unterschiede zwischen Herren- und Damen-Basketball? Musstest du umdenken?

Natürlich gehe ich mit meinen Ladies etwas anders um, als mit Männern – aber rein sportlich gesehen gibt’s für mich keine Unterschiede, 5-5 auf zwei Körbe, es ärgert mich wenn ich höre, man könne mit Damen dies und das nicht machen …

Bist du mit der Vorbereitung und der Besetzung zufrieden?

Nach der nur kurzen Vorbereitungszeit bin ich zufrieden, aber wir haben auch noch viel Arbeit vor uns! Charakterlich haben wir ein tolles Team zusammengestellt, es macht wirklich viel Spaß mit den Spielerinnen zu arbeiten.

Was sind deine Ziele für die nun beginnende Saison?

Ich denke immer von Spiel zu Spiel, und versuche das Nächste zu gewinnen, der Rest kommt dann ganz von alleine …

Danke für das nette Gespräch … die Wasserburger Stimme wünscht dir und dem ganzen Team ganz viel Glück!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.