Der große Augenblick rückt näher

Wasserburgs Festspiel-Sommer Wallenstein - Pressekonferenz

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA Wasserburg – Der große Augenblick rückt näher – nur noch wenige Tage, dann ist es soweit: Der Festspiel-Sommer in Bayern hat einen neuen Höhepunkt. Wallenstein 2013 – der Schwedenkrieg am Inn. Die Verantwortlichen stellten heute vor einer Stunde im Rahmen einer Pressekonferenz im Rittersaal „der Burg zu Wasserburg“ das Bürgerspiel mit Programm und historischem Hintergrund vor. Über alle Höhepunkte des vierwöchigen Festival-Programms vom 22. August bis zum 22.September wurde informiert. Und derer sind es sehr viele. Ein gigantisches Projekt, das kurz vor dem ersten Böllerschuss steht. (Siehe auch unseren Kommentar in der Rubrik „Des moanan mia“ … den Festspui-Sommer spürn.)

Plakat 7Am Podium saßen heute (auf unserem Foto von links) Baron von Crailsheim (Event-Management), Matthias Haupt (Stadtarchiv Wasserburg), Sonja Fehler (Stadtmuseum Wasserburg), Michael Kölbl (Schirmherr und 1. Bürgermeister der Stadt Wasserburg), Sepp Christandl (Organisationsleiter), Christian Huber (Spielleiter) sowie Lorenz Grasberger (Technischer Leiter).

Alle erzählten kurz über ihre Aufgaben-Bereiche des Projektes. Laufend werden wir von der Wasserburger Stimme nun für Sie darüber berichten – über Historisches ebenso wie über Veranstaltungs-Höhepunkte oder Darsteller. 30 Hauptakteure werden spielen – mit jeweils 200 bis 250 Statisten. Das Lagerleben wird sich vom Gries bis zur Realschule erstrecken. Die Besucher dürfen sich auf eine authentische Szenerie freuen – vom Handwerk bis zum Original-Essen dieser Zeit. Und auf ein immer wieder wechselndes Konzert-Programm mit internationaler Besetzung von Schottland bis Ungarn. Nicht zu vergessen die sehr interessante und begleitende Ausstellung „Einquartiert!“ über den 30-jährigen Krieg in Wasserburg.

Eine ganze Stadt macht Geschichte

Panorama-Inn-Bühne – Historische Gruppen aus ganz Europa – Einzigartige Naturkulisse an der Inn-Schleife der historischen Altstadt ­­– Freilufttheater – Überdachte Tribünen – Ausstellungen –  Historische Umzüge – Bayerns größte Kanone – Renaissance-Wochenenden – die besten Gaukler – Konzerte mit internationalem Flair – Historische Wochen – Plätten-Fahrten auf dem reißenden Strom – und ein Olympiasieger des Reitsports unter den Darstellern: Dr, Matthias Baumann. Dieser sagt: „Das wird sicher ein Riesenspaß – ich habe gerne zugesagt, als mich die Wasserburger gefragt haben.“ Es sei zwar nicht gerade eine einfache logistische Aufgabe, an allen 16 Abenden ein Turnierpferd von Reichertsheim nach Wasserburg zu transportieren – dennoch, er freue sich sehr auf die Tage am Inn.

Überdachte Tribüne für 1000 Besucher direkt am Inn - wetterunabhängig sozusagen!

Überdachte Tribüne für 1000 Besucher direkt am Inn – wetterunabhängig sozusagen!

Womit wir beim Hauptthema wären – der logistischen Meisterleistung! In der Stadt so ein unglaubliches Projekt durchzuführen, ist ja schon eine Herausforderung – es am Inn-Damm zu machen, das ist mit Sicherheit ein Meisterstück. Schirmherr Michael Kölbl fehlten heute beinahe die Worte, um sich im wahrsten Sinne wörtlich zu verneigen: „Es ist unglaublich.“ Insgesamt 400 Statisten leisten ein Probenpensum, das seinesgleichen sucht. Abend für Abend – Wochenende für Wochenende – stand in den letzten Monaten immer wieder für die einzelnen Darsteller und die Spielleitung der Wallenstein im Terminkalender.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFür Schüler: Geschichte in deiner Hand

Besonders wurde beim Festspiel-Projekt auch an die Schüler gedacht, wie Matthias Haupt vom Stadtarchiv bei der Pressekonferenz erklärte. Eigens sei ein Heft mit Quellentexten schülergerecht herausgegeben worden. Es sei kostenlos erhältlich. Zudem gebe es Führungen für Schulen und auch eine Bachelor-Arbeit zum Thema als Heft. Matthias Haupt würde sich freuen, wenn die Texte in den Unterricht oder in geschichtliche Schulprojekte integriert werden können. Eine hautnahe Begegnung mit beinahe 400 Jahre alten Texten wurde durch diese zusätzliche Arbeit zum Festspiel-Sommer möglich.

 

Historischer stich BelagerungEin Bild als Idee

Allen Beteiligten voran steht Spielleiter Christian Huber, der das Stück selbst geschrieben hat. Zwei Jahre sind seit den Anfängen und ersten konkreten Überlegungen und Plänen vergangen. „Trotz Urlaubszeit so viele Statisten, so viele Freiwillige zu gewinnen – darüber freuen wir uns sehr,“ sagt Huber, der durch einen Kupferstich, der beim alten Fletzinger-Gasthaus hing, überhaupt auf die Idee dieser Inszenierung kam. Der Künstler war Caspar Merian, einer der bedeutendsten Kupferstecher des Barock. Für Huber ist der Wasserburger Festspiel-Sommer ein Stück Geschichte, das in Erinnerung gerufen werden soll. Für alle – Jung und Alt.

Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf, für die Veranstaltungen im August/September in Wasserburg, erfolgt über die Stadt- und Kreissparkasse Wasserburg am Inn.

Bestellhotline: 08071 101-129 oder online: https://ticketservice.sparkasse-wasserburg.de

Ein Spiel um Liebe, Hass, Verrat!

Teufel, Tod und Wallenstein: Es ist das Jahr 1634. Seit 15 Jahren tobt ein vernichtender Krieg in deutschen Landen.

Bitte hier auf das Bild klicken – vier Minuten-Trailer!

Schwedische Truppen stehen bei München und schicken sich an, nach Osten bis zum Inn vorzustoßen. Dort steht in Wasserburg – quasi mit dem Rücken zur Wand – die geschlagene katholische Allianz mit ihrem letzten Aufgebot, die verbliebenen Klöster Oberbayerns an den Alpen und am Chiemsee, die Schätze des Bistums Salzburg gegen die protestantische Übermacht zu verteidigen. Es ist die Hoch-Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Szene aus den Proben am InndammBayern, Kroaten, Franzosen, Österreicher – ein wildes Heer katholischer Söldnern lagert in den Gassen Wasserburgs. Soldaten und Bevölkerung leiden Hunger und arge Not. Die Pest hat jeden zweiten Stadtbewohner hingerafft und auch das Land ringsum nicht verschont. Überall treibt sich finsteres Gesindel umher – Strauchdiebe, Wegelagerer, Spione. Niemandem kann man in diesen Tagen trauen. Wasserburg steht vor dem Untergang. Die letzte Bastion des Papstes wankt.

In dieser Weltsekunde, da das ganze Reich Deutscher Nationen den Atem anhält, reiten fünf kaiserliche Kürassiere bei Nacht und Nebel durchs Brucktor. Ein kühner Schwimmer entsteigt just zur selben Stund‘ an einem der Wassertore der Stadt dem reißenden, eisigen Fluss. Allesamt sind sie in geheimer Mission unterwegs. Nur einer aber wird die Rettung bringen – für Wasserburg, das Reich und den Kaiser. Einer, mit dem niemand hier in dieser letzten, scheinbar von allen Heiligen verlassenen Festung der Katholiken gerechnet hat. Einer, der die Stadt aber auch auf ihre härteste Zerrreißprobe stellen wird.

Auf der Panorama-Bühne am Innufer von WasserburgWährend sich der nächtliche, geheimnisvolle Schwimmer, nass und halb erfroren, den Zugang zur Stadt mit Hilfe einer schönen Wasserburger Bürgerstochter erschleicht, machen die Reiter lautstark vor dem Rathaus halt. Kommandos, Befehle schallen durch die Dunkelheit. Die Tage der Entscheidung nahen. Von fern her hört man schon den schwedischen  Kanonendonner und des Feindes Truppen stehen hoch über der Stadt thronend. Ist die Stellung am Inn, ist Wasserburg noch zu halten?

Bayerns größte Kanone2Das neue Wasserburger Bürgerspiel zeigt Leben und Ringen der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Zweimal – 1632 bis 1634 sowie 1647 und 1648 – standen protestantische Truppen vor den Toren und belagerten Wasserburg wochenlang. Das Schauspiel aus längst vergangenen Zeiten mit dem Titel „Teufel, Tod und Wallenstein“ nimmt sich der ersten, der wohl schlimmeren Phase des Krieges an, stellt das Leben der Wasserburger ebenso dar, wie das der Belagerer. 400 Statisten insgesamt, rund 50 Sprechrollen, Reiter-, Artillerie- und Infanterie-Gefechte und ein riesiges, eineinhalb Kilometer langes historisches Feldlager am Inndamm, Bühnen mitten im reißenden Fluss und der Blick auf eine in Bayern einmalige Kulisse – das alles ist das neue Wasserburger Bürgerspiel!

Die wichtigsten Termine zum Wallenstein-Festjahr

 

Samstag,  17. August 2013
Festauftakt mit großem Stern-Fackel-Marsch
Aufstellung der Züge um 19.00Uhr
Donnerstag,
 22. August 2013 Premiere „Teufel, Tod und Wallenstein“
Kleines Lagerleben / Einlass ab. 18.00Uhr
Freitag,  23. August 2013 Aufführung Kleines Lagerleben / Einlass ab. 18.00Uhr
Samstag,  24. August 2013 Wallenstein – Tag
Großes Lagerleben (keine Aufführung)
Einlass ab 10.00Uhr bis 01.00Uhr
Sonntag,  25. August 2013 Wallenstein – Tag  und
Aufführung
Großes Lagerleben und Aufführung
Einlass ab 10.00Uhr bis max. 01.00Uhr
Abbau der Lagergruppen ab 18.00Uhr


   Beginn der Aufführungen: jeweils 20.30 Uhr – Dauer etwa zweieinhalb Stunden!

Das Rahmenprogramm im Lagerleben, wie Musik-, Tanz- und sonstiger künstlerischer Darbietungen enden spätenstens 30 Minuten vor Beginn des Theaterstückes, außer am Wallenstein-Tag am Samstag, 24.August. An diesem Abend wird auch ein reichhaltiges Musik- und Gauklerspektakel angeboten.

Für das leibliche Wohl sorgen die gastronomischen Betriebe an jedem Veranstaltungstag bis maximal 1 Uhr.

 Öffnungszeiten: Lagerleben
Donnerstag, 29. August, Ausweichtermin (ggf. Gastro ab 17.00Uhr)
Freitag, 30. August Lagerleben und Aufführung Aufbau (Gastro ab 17.00Uhr)
Samstag, 31. August Lagerleben und Aufführung 14.00 Uhr bis 01.00 Uhr
Sonntag, 01.September Lagerleben und Aufführung 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr (Abbau Lagergruppen ab 18.00Uhr)
Donnerstag, 05. September Ausweichtermin (Gastro ab 18.00Uhr)
Freitag, 06. September Lagerleben und Aufführung Aufbau (Gastro ab 17.00Uhr)
Samstag, 07. September Lagerleben und Aufführung 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Sonntag, 08. September Lagerleben und Aufführung 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr (Abbau Lagergruppen ab 18.00Uhr)
Donnerstag, 12. September Ausweichtermin (Gastro ab 18.00Uhr)
Freitag, 13. September Lagerleben und Aufführung Aufbau (Gastro ab 17.00Uhr)
Samstag, 14. September Lagerleben und Aufführung 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Sonntag, 15. September Lagerleben und Aufführung 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr (Abbau Lagergruppen ab 18.00Uhr)
Donnerstag, 19. September Aufführung (Gastro ab 18.00Uhr)
Freitag, 20. September Lagerleben und Aufführung Aufbau (Gastro ab 17.00Uhr)
Samstag, 21. September Lagerleben und Aufführung 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Sonntag, 22. September Lagerleben und Aufführung 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr (Abbau Lagergruppen ab 18.00Uhr)

 

 

 

 

 

 

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