Das Surreale und das Mögliche

Ein Spiel der Kunst im Wasserburger Ganserhaus - Noch bis 22. Februar

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GansehrhausWasserburg – Präsentiert vom Arbeitskreis 68: Nur mehr bis zum Sonntag, 22. Februar, ist die Ausstellung „Crépuscule“ in der Galerie im Ganserhaus in Wasserburg zu sehen. Die Münchner Künstler- und Ateliergemeinschaft „caduta sassi“ zeigt Installationen, Objekte, Fotografie und Malerei. Wenn das Licht geht, geht auch der Schatten. Das „Crepusculo“ bezeichnet jenen Übergang zwischen Tag und Nacht, zwischen dem Sichtbaren und dem Verdrängten, zwischen dem Greifbaren und dem Scheinhaften. Die Ausstellung spielt mit dem Surrealen und dem Möglichen …

„Caduta sassi“ thematisiert in „crépuscule“ diesen Moment, der die Polaritäten ausbalanciert.

Christine Lindenmüllers fotografische Bildreihe führt an Orte, die Spuren einer Handlung tragen. Das Interesse an der Versenkung in die Natur bildet sich auch in der Arbeitstechnik der Künstlerin ab, dem langsamen Prozess der analogen Fotografie mit einer Mittelformatkamera.
Hans Lindenmüller macht in seinen Miniatur-Modellen komplexe Zusammenhänge sichtbar. Der Künstler stellt die Oberfläche vulkanischer Krater dar, die auf den sich nähernden Besucher direkt reagieren. Lindenmüller verbindet technische Präzision mit atmosphärischem Humor.
Nada Jordan überzieht das Schaufenster der Galerie mit Klebebändern, sodass aus Linien räumliche Gebilde entstehen, die an dicht gedrängte Häuser und enge Straßenschluchten erinnern. Es wird ein formaler Bezug zu der Architektur der umliegenden Häuser hergestellt, die sich – je nach Tageslicht und Beleuchtung der Innenräume – unterschiedlich in der Scheibe spiegeln.
Sanni Findner verfolgt in ihren Arbeiten die Ausdehnung linearer Formen und Strukturen im Raum. Immaterialität, Fragment, Unscheinbarkeit sind wiederkehrende Motive ihrer Werke aus den Materialien Glas, Karton, Aquarell und Ton.
Ulrike Kaiser setzt sich mit Naturphänomenen auseinander. Für die Räume in Wasserburg hat sie ein Pendel installiert, das über einer Schale, aus der das Universum zu quellen scheint, seine Spuren zieht. Auf einer daneben liegenden Erdhalbkugel leuchten Sand-Trickfilme, die Spuren des Menschen auf dem Planeten zeigen.
In Raphael Brunners Malerei sehen sich Figuren Situationen gegenüber, die zugleich Chance und Gefahr sein können. Dabei ist nie ganz sicher, ob man als Betrachter einem Traum beiwohnt oder mit realen Erfahrungen konfrontiert wird.

Geöffnet jeden Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 19 Uhr.

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