Das sind die Einquartierten in Wasserburg

Wir stellen die Menschen des 30-Jährigen Krieges vor - Teil 1

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Die EinquartiertenWasserburg – Während des Zeitraums der Ausstellung „Einquartiert! Der 30-jährige Krieg in Wasserburg“ im städtischen Museum geben zwölf mannsgroße Silhouetten im Stadtgebiet Wasserburgs Auskunft über das Leben in der Garnisonsstadt zwischen 1632 und 1634. Sie erzählen subjektiv von ihren Nöten und Sorgen, lästern über ihre Zeitgenossen und warnen die Besucher des Festivals vor drohenden Gefahren. Hinter ihnen verbergen sich historische und fiktive Personen, die den Quellen des Stadtarchivs Wasserburg entstammen. Wir stellen die Menschen hinter der Silhouette in einer kleinen Serie vor. Teil 1:

Der „einfache Soldat“ am Gries erzählt folgende Geschichte:

 Des Kaisers Armee war kurz davor unter Generalissimus Tilly den Sieg für die katholische Liga zu erringen. Doch der Schwedenkönig Gustav Adolf warf uns zurück und drang tief in das Land unseres Bayerischen Kurfürsten ein. Dieser, Maximilian, ist nach Braunau geflohen. Wir haben nun strengen Befehl die Innlinie zu halten. Die Stadt ist voll mit einquartierten Soldaten. Dies wird auch noch eine Zeit lang so bleiben.

Die Wasserburger müssen die Soldaten beherbergen und versorgen. Der Tross kommt noch hinzu! Die Bürger fühlen sich ausgeplündert und haben Angst vor den Bewaffneten. Die Soldaten bekommen nicht genug Sold und Proviant für sich und ihre Familien. So kommt es immer wieder zu Reibereien. Der Kommandant von Fendt benimmt sich übel. Bei den Bauern im Umland rumort es schon und wo so viel Leut zusammenleben, bricht schnell eine Pestilenz aus. Meine Kameraden werden Euch mehr davon erzählen.

Die Einquartierten sind ein Gemeinschaftsprojekt des Wasserburger Bürgerspiels, zuständig für Logistik und Technik, dem Stadtarchiv und des Museums Wasserburg. Die Figuren sind im Rahmen des Festivals „Schwedenkrieg am Inn“ im Zeitraum der Sonderausstellung „Einquartiert! Der Dreißigjährige Krieg in Wasserburg“ bis 27. Oktober zu sehen.

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