Das ganze Leben in einer Plastiktüte

Sporthalle in Raubling ist jetzt eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber

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Gemeinschaftsunterkunft Raubling 2Raubling/Wasserburg – 190 Asylbewerber sind am Wochenende – wie berichtet – in der Dreifachsporthalle des Gymnasiums Raubling untergekommen. Die Halle war im Rahmen des „Winternotfallplans Asyl“ der Bayerischen Staatsregierung kurzfristig als Gemeinschaftsunterkunft aktiviert worden. Der Wasserburger Bauhof half dabei tatkräftig mit. Die Flüchtlinge stammen überwiegend aus dem Kosovo. Hinzu kommen vereinzelte Asylbewerber aus Marokko, Ghana, Libyen, Algerien und Äthiopien sowie je eine Familie aus Mazedonien und Serbien. 

Bis zur Ankunft der vier Busse wussten die Betreuerinnen und Betreuer in der Sporthalle in Raubling nicht, wer kommen wird. Nach Abschluss der Registrierung sind 26 Familien mit vielen Kindern, drei Ehepaare, 74 alleinstehende Männer, darunter ein minderjähriger Flüchtling in Begleitung seines älteren Bruders und vier alleinstehende Frauen in der Sporthalle untergebracht. Sie kamen mit nicht mehr als einem Rollkoffer, einer Sporttasche und vereinzelt sogar nur mit einer Plastiktüte pro Person.

Empfangen wurden sie von rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bayerischen Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehr, des Landratsamtes Rosenheim, des Gesundheitsamtes Rosenheim sowie der Polizei. Hinzu kommt ein Sicherheitsdienst, der rund um die Uhr mit sechs Personen vor Ort sein wird. Am Freitag und Samstag war die Sporthalle von Mitarbeitern der landkreiseigenen Bauhöfe Riedering und Wasserburg vorbereitet worden.

Bei der Lagebesprechung:Lagebesprechung

 

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