Damit die Altstadt nicht absäuft

Stadtrat beschließt Bau eines zusätzlichen Schöpfwerks am Inndamm

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DSC_0677So unscheinbar und doch so unverzichtbar: Das Schöpfwerk am Wasserburger Inndamm neben den „Burkhardt“-Feinkostwerken bewahrt die Altstadt Tag für Tag vor Überschwemmungen, pumpt es doch das Ab- und Regenwasser über den Inndamm ins Klärwerk bei Odelsham. Bei Hochwasser ist das Schöpfwerk besonders gefordert. Der Stadtrat hat jetzt bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das in die Jahre gekommene Werk durch den Bau eines zweiten zu entlasten.

Mitarbeiter_Mader„Das bisherige Schöpfwerk wurde 1971 erbaut und nach dem Hochwasser von 2005 saniert. Doch der erhöhte Bedarf wegen gestiegener Hochwassergefährdung und strengere Vorschriften machen eine weitere Vorsichtsmaßnahme unumgänglich“, so Anton Mader bei der jüngsten Stadtratssitzung. Der Diplomingenieur vom Büro Dippold&Gerold in Prien ist für das Großprojekt verantwortlich und stellte den aktuellen Planungsstand den Räten vor.

 

 

DSC_0681Vom Bauausschuss war schon im November 2015 beschlossen worden, dass das alte Schöpfwerk weiter genutzt werden soll. Das neue, zweite Werk soll jetzt 2.8 Millionen Euro kosten. „Diese Investition ist in ihrer Höhe in der Relation zum Risiko vollkommen gerechtfertigt“, betonte Bürgermeister Michael Kölbl. Bei einem Hochwasser wie 2005 könnten Schätzungen nach ohne funktionierendes Schöpfwerk Schäden in Höhe von 100 Millionen entstehen.

 

pumeEine sogenannte „Spiegelung“ des bestehenden Bauwerks durch einen Neubau soll sicherstellen, dass die Altstadt auch während der Bauzeit keine Minute ohne ein funktionierendes Schöpfwertk auskommen muss. Die Inbetriebnahme des neuen Hebewerkes kann anschließend übergangslos erfolgen. Die vier Propellerpumpen (Foto links) bringen das geplante Werk auf den neuesten und qualitativ hochwertigsten technischen Stand.

Die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 geplant. Die lange Bauzeit werde durch mehreren Faktoren nötig. Mader: „Wir haben für die Baustelle nur sehr wenig Platz, weil der Kinderspielplatz daneben in betrieb bleiben soll.“ Deshalb sei eine genau zeitliche Abstimmung aller am am Bau beteiligten Firmen nötig. Bei extremen Wetterlagen könne man aus Rücksicht auf die Stabilität des Inndamms ebenfalls nicht am bau weiterarbeiten.

Aus dem Stadtrat kam die Anregung, während der Bauphase eine Infotafel aufzustellen, die Passanten aufzeigt, wofür ein Schöpfwerk in Wasserburg nötig ist und wie dieses funktioniert.  HF

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4 Gedanken zu „Damit die Altstadt nicht absäuft

  1. … und wann griagt Reimaring a Schöpfwerk? 🙂

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    1. Das Reitmehringer Abwasser wird durch das Wasserburger Schöpfwerk in die Kläranlage gepumpt.

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    2. Reimaring braucht koa Schöpfwerk ! Griagt aba a Übergabestation beim Meggle für 1,6 Mio.

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  2. Danke, wieder eine gute Nachricht.

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