Da Huaba is untern Hund kemma

Eine schlabbrigschaurige Morgengeschichte zum Mittwochabend

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huabaDer Inndamm morgens um halb neun. Ich bin da fast jeden Tag unterwegs, um mein Hirn in Bewegung zu bekommen und meinen weichen Körper zu stählen –  mein‘ ich jedenfalls. Zwischen Gries und Burkhardt-Senf ist der Damm zu dieser Stunde Vierbeiner-Test- und Übungsstrecke. Viele ältere Damen mit kleinen Hunden sind da unterwegs. Und oft auch jüngere Damen mit größeren Hunden. Von Letzteren hab‘ ich gestern eine getroffen. Ihr Hund, ein prächtiger Kerl ohne Leine um den Hals, hat die Ohren nach hinten gelegt, als er mich von weitem gesehen hat. Da ist sein Frauchen ein bisserl nervös geworden. Und er auch. „Sitz, Bello, sitz“, ….

… hat das Frauchen gefaucht. „Platz, Bello, Platz! Platz!“ Beim dritten „Platz“ ist dem Bello (Name von der Redaktion geändert) der Kragen geplatzt. Er hat sich mit Schallgeschwindigkeit auf mich zubewegt. Sein dumpfes Bellen und er kamen zeitgleich bei mir an. Ein Riesensatz auf meine Brust und ich bin gestolpert und rücklings dagelegen. Zum Glück im weichen Innsand neben dem harten Dammweg. In der gleichen Sekunde spürte ich schon Bellos Zunge an meinem rechtem Ohr schlabbern. Sein Sabber lief über meine linke Wange. Ich spürte seinem Atem, der  – ich schwöre – nicht nach Veilchenwiese roch. Das Frauchen stand kopfschüttelnd neben uns. „Bello, das mit dem Sitz und Platz müssen wir nochmal üben.“ Ich musste heim, mich nochmal duschen und entschied für mich: Ein Hund muss her! Ein stärkerer als Bello! Wuff! Wuff!

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