Bund fördert weiter Mehrgenerationenhäuser

Gute Nachricht von Bundestagsabgeordneter Ludwig

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mghaus2_kGute Nachricht für die Mehrgenerationenhäuser: der Bund wird die Häuser auch künftig finanziell fördern. Das teilte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei einem Besuch im Mehrgenerationenhaus Wasserburg mit. „Wir haben im Koalitionsvertrag festgelegt, dass der Bund das Konzept der Mehrgenerationenhäuser weiterentwickeln und die Finanzierung verstetigen wird“, so die heimische Wahlkreisabgeordnete. 

„Aus dem Familienministerium wird dazu in nächster Zeit zügig eine Initiative kommen.“ Bei den Verantwortlichen des Mehrgenerationenhauses in Wasserburg stieß diese Botschaft auf große Freude und Erleichterung.

„Nachdem die bisherige Förderung ausläuft, hatten wir schon Angst, dass der Bund seine Unterstützung einstellt“, sagte die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Regina Semmler. Träger des Hauses in Wasserburg im Stadtteil Nördliche Burgau ist der Deutsche Kinderschutzbund Rosenheim. Was als 2007 insbesondere als Anlaufstelle für Familien und Jugendliche begann, hat sich heute zu einem großen Netzwerk aus Kooperationspartnern mit einem breiten Angebot für Alt und Jung, Familien und Kinder, Ausländer und Arbeitssuchende entwickelt. „Heute sind wir sozusagen ein öffentliches Wohnzimmer“, berichtete Semmler. „Wir sind ein Begegnungszentrum für die Menschen, aber auch eine Servicestelle für Bürgerinnen und Bürger aller Altersstufen geworden.“

Das Angebot des Mehrgenerationenhauses ist generationenübergreifend. Beim Familiencafé am Montagvormittag treffen sich unter anderem alleinerziehende Mütter zum Erfahrungsaustausch, im „Kids Club“ wird gebastelt und gespielt, unter dem Motto „Alt und Jung gemeinsam aktiv“ gibt es Spiel und Unterhaltung mit Senioren und Kindern, und im Kurs „Starke Eltern – starke Kinder“ unterstützt der Kinderschutzbund Eltern in ihrer Erziehungsarbeit. All das schafft der Kinderschutzbund nicht alleine. Deshalb hat er sich zahlreiche starke Kooperationspartner ins Boot geholt, so etwa die Caritas, die Volkshochschule, das Bündnis für Familien Wasserburg oder Partner aus der Wirtschaft.

Unternehmer Toni Meggle etwa schickt regelmäßig Auszubildende in den Ferien ins Mehrgenerationenhaus. Dort helfen sie beim Ferienprogramm mit. „Es ist ein Geben und Nehmen – wir können ein gutes Programm anbieten, und die Lehrlinge lernen viel fürs Leben“, so Regina Semmler. Auch zu den Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleistung Rosenheim (UHD) gibt es inzwischen gute Kontakte.

Die hauptamtliche Leiterin Regina Semmler kümmert sich mit Ihren MitarbeiterInnen sowie vielen ehrenamtlichen HelferInnen darum, dass alle Angebote reibungslos laufen. Diese breite Angebotspalette ist durchaus im Sinn der Politiker, betonte Daniela Ludwig. „Wir waren uns bei den Koalitionsverhandlungen einig, dass wir gerade so gut funktionierende Häuser wie Wasserburg weiter fördern müssen. Die Mehrgenerationenhäuser sollen zu einem übergreifenden Dach des sozialen Miteinanders werden. Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland müssen wir diese Modelle erhalten und ausbauen. Deshalb werden wir neue und zusätzliche Kriterien für die Mehrgenerationenhäuser entwickeln.

Bundesweit gibt es 450 Mehrgenerationenhäuser. Das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange, betonte Ludwig. „Wir müssen gemeinsam mit den Ländern und Kommunen überlegen, wo wir diese Häuser noch etablieren können. Das Beispiel Wasserburg zeigt uns, dass sie einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander in einer Stadt oder Gemeinde leisten.“

Foto (von links): UHD-Vorsitzende Angelika Artmann, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Rosenheim Anna Maria Ehrlicher, Mit-Initiatorin Maria Klausner, MdB Daniela Ludwig, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Regina Semmler und Marianne Guggenbichler (Geschäftsführerin Kinderschutzbund).

 

 

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