Bürgermeister: „Haben nichts verhindert“

Michael Kölbl wehrt sich gegen Vorwürfe der Wasserburger Grünen 

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kolbl 1„Ganz ehrlich: Ich hab‘ keine Lust, auf alle haltlosen Vorwürfe detailliert einzugehen. Aber dass die Verwaltung ein lange vorbereitetes Bürgerbeteiligungsprojekt im Zusammenhang mit dem Energiedialog 2050 verhindert habe, das ist schlichtweg falsch.“ Mit einigem Unverständnis hat Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl (Foto) heute auf den Austritt der Wasserburger Grünen aus dem Energiedialog der Stadt reagiert. „Wir haben im Zusammenhang mit dem geplanten Kraftwerk auf der Mittelschule ganz und gar nichts verhindert.  Es ist vielmehr so, dass …

… die Verträge über das kleine Sechs-KW-Kraftwerk, das wir zusammen mit der Solargenossenschaft Rosenheim betreiben wollten und an dem Wasserburger Bürger beteiligt werden sollten, unterschrieben auf meinem Tisch liegen.“  Fakt sei aber, dass die Solargenossenschaft mittlerweile von dem Vertrag zurücktreten wolle. „Und nicht die Stadt.“

Nachdem man das gemeinsame Projekt in Angriff genommen habe, habe sich schnell herausgestellt, dass die Solargenossenschaft Rosenheim auch gerne Strom in Wasserburg verkaufen würde. „Da treten wir dann in direkte Konkurrenz zu unseren Stadtwerken. Das kann doch nicht sein. Ich habe meinen Eid auf die Stadt geleistet.“

Man habe versucht, mit der Solargenossenschaft einen Weg zu finden, das Kraftwerk an der Mittelschule umzusetzen, ohne in Konkurrenz treten zu müssen. Da sei die Genossenschaft dann aber auf Distanz gegangen. „Ich habe es mittlerweile schriftlich, dass die Solargemeinschaft von dem  Vertrag zurücktreten will.“

Deshalb werde man jetzt das Projekt eben als Stadt alleine über die Bühne bringen. „Es ist doch klar, dass wir an einem Solarkraftwerk zur Eigenversorgung festhalten wollen. Ich frage mich, wie man da von Verhinderung sprechen kann“, so Kölbl.

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5 Gedanken zu „Bürgermeister: „Haben nichts verhindert“

  1. Miche zoags eana, an Strom mach ma selba, do brauch ma koa aus Rosnhoam.

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  2. Da geht es also um ganze 6kw. Diese Leistung passt auf ein Dach eines kleinen Einfamilienhauses. Bei derzeitigen Preisen reden wir von ca. 9.000,- – 10.000,- Euro Investitionssumme. Wie viele Bürger hätten sich denn schon beteiligen können? Man müsse die Stadtwerke schützen. Es kann doch sowieso jeder seinen Versorger frei wählen.
    Wird Zeit, dass endlich Schluss ist, mit dieser Feigenblattveranstaltung „Energiedialog2050“ und dass wir unseren SPD-Bürgermeister an seinen eigenen Taten in Sachen Klimaschutz, sozialer Wohnungsbau, Jugendarbeit, Tourismus, öffentlicher Nahverkehr u.s.w. messen.

    Anstatt selbst Initiative zu ergreifen, wird in unserer Stadt nahezu alles auf ehrenamtliches Engagement abgeschoben. Ja keine Entscheidung treffen, damit man es sich nicht mit irgendjemand verscherzt.

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    1. Ausgezeichnet Feuerwehr!! Und hoffentlich wird das Wasserburger Klima den Grünen Gschaffdlern wohlgesonnen sein, dass sie sich auf diesem Weg nicht mehr darum kümmern können

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      1. Wie meinst das?

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  3. Meines Erachtens ist Stadler dermaßen auf Krawall gebürstet,
    dass er Fakten überhaupt nicht mehr erkennt.
    Typisch Grüne: Laut plärren und von nichts eine Ahnung haben.
    Vor allem keine Ahnung davon was praktisch umsetzbar und machbar ist.
    Der Stadt Wasserburg würde es gut tun, wenn der Stadtrat parteiübergreifend zusammen arbeiten würde.
    Das ist mit den Grünen scheinbar niemals möglich, denen geht es viel mehr um persönliche Interessen als die Zukunft der Stadt Wasserburg.

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