Breitere Gehwege und eine Verkehrsampel

Baumaßnahmen rund um Burg und Schmidzeile: Nach Pfingsten geht's los

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IMG_6674_kWasserburg – Die Verbesserung der Verkehrssituation für Fußgänger auf der Burg und in der Schmidzeile waren Thema bei einer Infoveranstaltung im Rathaus, zu der Bürgermeister Michael Kölbl geladen hatte. Anwesend war neben Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann, Konrad Haindl und Ferdinand Klettner vom ausführenden Ingenieursbüro „Infra“, auch Christian Dimpflmeier, Geschäftsführer des Straßenbau-Unternehmens. Neben der Information war es den Anwesenden auch ein besonderes Anliegen, in engem Kontakt zu den betroffenen Anwohnern zu stehen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Baumaßnahmen zu gewährleisten. Dass an dem Thema großes Interesse besteht, bestätigte der volle Sitzungssaal …

Nach jahrelangen Verhandlungen mit Bauamt und Landratsamt Rosenheim, der Verkehrsbehörde und der Polizei, habe man sich nun endlich auf einen Bauplan geeinigt, so Konrad Haindl. Der Grund, warum die Stadt darüber nicht alleine entscheiden könne, sei die Definition der Straße über die Burg als „Staatsstraße”, die dem Freistaat Bayern gehöre und für die besondere Regelungen gelten.

Die erste der geplanten Maßnahme: Die Errichtung einer Verkehrsinsel in der Kurve oberhalb der Rampe vor der Abzweigung hinauf zur Burg (von Westen kommend, Foto 1 und 2). Damit kann die vielbefahrene Straße sehr viel sicherer überquert werden. Mit einer Breite von 2,5 Metern ist die Insel auch groß genug für Kinderwägen und Rollstühle. Der Bau hierfür soll schon in den Pfingstferien beginnen und auch abgeschlossen werden.

Der zweite Bauabschnitt, ab Mitte Juli, wird die Auffahrt zur Burg betreffen. Dort soll der Gehweg auf Kosten der Fahrbahn verbreitert werden (Foto 3 und 4), dennoch wird weiterhin genug Platz für sich entgegen kommende Pkw und Parkplätze sein. Hinter diesem Abschnitt soll ein barrierefreier Übergang, für Blinde, wie auch Rollstuhlfahrer, errichtet werden (Foto 3 und 5)

Der nächste Punkt ist die Installation eines Druckampelsystems auf der Burg (Foto 6), wodurch die Bewohner des Altenheims einfacher die Straße überqueren können. Größere Änderungen sind außerdem im Bereich der Schmidzeile zu erwarten.

Die, bisher noch theoretisch von zwei Pkw befahrbare, Engstelle hinunter zum Brucktor wird in Zukunft, aufgrund der Verbreitung des nördlichen Gehwegs, nur noch einspurig zu befahren sein (Foto 7 bis 9). Auf der südlichen Seite sollen vier Poller die Anwohner und ihre Häuser schützen (Foto 7 und 10).

Auch der Gehweg am Ende der Schmidzeile (Foto 11 und 12) soll auf eine Breite von 1,5 Meter erweitert werden. Dadurch wird die Fahrbahn, wie auch bei der Auffahrt zu Burg von Westen, verschmälert. Dennoch können weiterhin zwei Pkw an einander vorbei fahren.

Die Bauarbeiten auf der Burg und in der Schmidzeile werde voraussichtlich in den Sommerferien abgeschlossen werden. In dieser Zeit kommt es zu einer Vollsperrung für den Durchgangsverkehr, beziehungsweise wird die Burg nur von einer Seite aus zu erreichen sein.

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 300.000 Euro.

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3 Gedanken zu „Breitere Gehwege und eine Verkehrsampel

  1. Schmidzeile

    Als Bewohner der Schmidzeile sehe ich den Umbau mit stark gemischten Gefühlen. Mir ist klar, dass die Planung äußerst schwierig war. Und einige Punkte halte ich für äußerst positiv, u. a. die Ampel auf der Burg und die Insel auf der Rampe.
    Wie man jedoch auf die Idee kommen kann, das Ganze als barrierefreien Weg von der Burgau bis zum Marienplatz zu verkaufen, ist mir ein absolutes Rätsel. Der Weg von der Rampe zur künftigen Ampel führt südseitig über eine Treppe. Nordseitig fängt der Fußgängerweg erst beim ehemaligen Burggefängnis an. Man muss also als Rollstuhlfahrer/Rollatorfahrer trotzdem wieder die Straße queren oder irgendwie die Treppe überwinden.
    Absolut ungeklärt ist auch, wie sich die künftige Engstelle an der Schmidzeile 10 zu Stoßzeiten auswirken wird. Ich sehe schon ein werktägliches Chaos vorprogrammiert, wenn sich Schulbusse und Pkw-Fahrer an dieser Engstelle begegnen. Richtig lustig wird´s dann, wenn Handwerkerfahrzeuge oder Gruber-Lkws an der Südseite stehen bleiben. Dann geht gar nichts mehr. Wie dann da noch Rettungsfahrzeuge durchkommen sollen, die ja normalerweise über die Schmidzeile fahren, ist vollkommen unklar. Leider wurde meine Frage diesbezüglich auf der Versammlung nicht beantwortet. Wäre interessant gewesen!

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  2. Na, bravo! Guad g’macht, hamma’s jetzt endlich g’schafft!
    Jahrzehntelang kam Wasserburg ohne Ampeln aus, gegenseitige Rücksichtnahme und naturgemäße Hemmnisse , die etwaige Raser runterbremsten, machten diesen Unsinn bisher überfüssig.
    Aber endlich, endlich haben wir auch eine Drückampel, die neben der fragwürdigen Verengung auf nur eine Fahrspur weiter unten für einen netten Rückstau sorgen wird.
    Vui Spaß!

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  3. Der Köbingerberg ist für einen Rollstuhlfahrer allein schon extrem schwierig, genauso wie den Berg zur Burg hoch, ohne Hilfe zu bewältigen…den Weg somit als „Barrierefrei“ zu verkaufen halte ich schon für sehr optimistisch, aber hört sich halt immer toll an. Traurig ist dass in Deutschland dass auch immer so hervorgehoben wird wenn eine Straße oder ein Gebäude „barrierefrei“ umgebaut werden. Dass sollte absolut selbstverständlich sein und dann braucht man es auch nicht mehr extra erwähnen. Wasserburg ist für Rollstuhl oder Rollator Fahrer sowieso die Hölle, dem Pflaster in der Hoffstatt sei Dank, aber Denkmalschutz schlägt leider oft Hirn.

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