„Bitte gehen Sie auf die Jugendlichen zu“

Beauftragte der Gemeinden und Bürgermeister zu Gast im Landratsamt

image_pdfimage_print

Empfang Ein Empfang für die Jugendbeauftragten aller Gemeinden aus dem Landkreis! Mit Hilfe eines Bogens beschrieb der Leiter des Schüler- und Studentenzentrums Rosenheim, Karl-Heinz Lehner (unser Foto), das Lebensumfeld von jungen Menschen. Das Miteinander von Kommunalpolitik auf der einen Seite und den Jugendlichen in der Gemeinde auf der anderen Seite sei nicht immer ein Einfaches. Bei diesem Empfang von Landrat Wolfgang Berthaler wurde den Jugendbeauftragten aus den Gemeinden sowie den Bürgermeistern geraten, auf die Jugendlichen zuzugehen …

Karl-Heinz Lehner, Pastoralreferent, Hochschulseelsorger und Leiter des Schüler- und Studentenzentrums Rosenheim sagte, die Erwartung, dass die Jugendlichen von sich aus zu den Vertretern der Kommunalpolitik kommen und ihre Wünsche und Sorgen äußern, wird oft enttäuscht. In seinem Vortrag „Vom Glück gemeinsam mit anderen über sich hinauszuwachsen“ riet Lehner, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stehen und sich treffen.

Er warnte davor, die jungen Menschen nicht ernst zu nehmen, mit ihren feinen Antennen merken sie schnell, ob sich die Erwachsenen wirklich für sie und ihre Bedürfnisse interessieren. Schmunzeln löste seine Frage aus, warum wir Menschen zwei Ohren, zwei Augen und nur einen Mund haben? Lehners Antwort: Erst einmal zuhören und schauen.

Um das Lebensumfeld von Jugendlichen zu beschreiben, griff der Leiter des Schüler- und Studentenzentrums Rosenheim zum Bogen. Das eine Ende des Sportgeräts repräsentiere die Grundbedürfnisse Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Das andere Ende stehe für Entwicklung und Anderssein. Jugendliche bewegen sich zwischen diesen Enden hin und her, bis sie ihren Platz gefunden haben, so Lehner.

Von der Mitte aus könnten sie dann Ziele anvisieren und „Pfeile“ in die Welt hinausschießen. Anschließend spannte Lehner den Bogen. In dem neuen Bild bilde die Sehne die Basis und der Bogen ein schützendes Dach. In dem Raum dazwischen würden Jugendliche Platz finden, sich zu entfalten.

Landrat Wolfgang Berthaler betonte die Bedeutung der Jugendbeauftragten in den Gemeinden. Er dankte den Anwesenden, dass sie sich diesem Ehrenamt stellen.

Sabine Stelzmann, die Gruppenleitung der Kommunalen Jugendarbeit nutzte den Empfang, um sich, ihr Team sowie die Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte vorzustellen. Die Veranstaltung endete mit vielen Gesprächen und einem kleinen Imbiss im Foyer des Rosenheimer Landratsamtes. Zudem mixten einige Jugendliche alkoholfreie Getränke an der Sansibar und für die musikalische Begleitung sorgte „Lutra“, ein Trio das sich im vergangenen Jahr am NachwuchsWettbewerb „RoLand rockt!“ beteiligt hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.