Biotonnen für die Wertstoffhöfe

... im Modellversuch des Landkreises ab Herbst - Kein Holsystem geplant

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kompostFür eine flächendeckende Einführung der Biotonne wird im Landkreis Rosenheim weiterhin kein Bedarf gesehen! Trotzdem will der Umweltausschuss einen Versuch starten, wie er gestern am Nachmittag beschloss. Ab Herbst sollen Biotonnen auf einigen Wertstoffhöfen aufgestellt werden und im Frühjahr kommenden Jahres soll über die Ergebnisse des Versuchs berichtet werden. Im Kreislaufwirtschaftsgesetz wird seit dem 1. Januar 2015 eine Sammlung von Bioabfällen vorgeschrieben. Allerdings wird im Gesetz auch eingeschränkt, dass dies zum einen technisch möglich und zum anderen wirtschaftlich zumutbar sein muss. Zudem dürfen …

… öffentlich-rechtliche Entsorger wie der Landkreis Rosenheim grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie Bioabfälle in einem Hol- oder Bringsystem erfassen. Holsystem bedeutet, die Biotonne würde neben der Restmülltonne der Haushalte stehen und würde ebenfalls regelmäßig geleert werden. Kostenlos wäre dieser Service nicht. Auf Basis gutachtlicher Untersuchungen in den Nachbarlandkreisen Altötting und Mühldorf müsste im Landkreis Rosenheim voraussichtlich eine jährliche Gebühr von etwa 60 Euro angesetzt werden.

Die Verwaltung schlug dem Umweltausschuss deshalb vor, auf ein Bringsystem zu setzen, das heißt, der Biomüll aus dem Haushalts kann beim Besuch des Wertstoffhofes mitentsorgt werden.

Für das Bringsystem spricht auch, dass der Landkreis Rosenheim seit mehr als zwei Jahrzehnten ein gut funktionierendes Grünabfallsammel- und Verwertungssystem auf den landkreiseigenen Kompostieranlagen betreibt.

Wie aus dem ebenfalls in der Sitzung des Umweltausschusses vorgestellten Abfallwirtschaftsbericht hervorgeht, wurden 2014 in den drei Kompostieranlagen in Noderwiechs in der Gemeinde Bruckmühl, in Aham bei Eiselfing und in Weiher in Aschau fast 80.000 Kubikmeter Häckselgut, Laub und Gras angeliefert. Daraus wurden knapp 16.000 Kubikmeter Kompost erzeugt. Das beim Aussieben anfallende holzige Material wird in Heizkraftwerken zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt und der Rasenschnitt findet in Biogasanlagen Verwendung.

Zudem machen vier von fünf Gebührenzahlern von der Möglichkeit der Eigenkompostierung Gebrauch. Die Landkreisverwaltung schließt daraus, dass das bestehende System der Grünabfallerfassung auf breite Akzeptanz stößt.

 

Foto: Bund Naturschutz

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3 Gedanken zu „Biotonnen für die Wertstoffhöfe

  1. Sinn macht das noch immer keinen, wenn dann müssten auch an der Wertstoffinseln Biobehälter aufgestellt werden, damit der Entsorgungsaufwand für den Bürger überschaubar bleibt. Ich musste noch nie zum Wetstoffhof und auf einen Besuch alle 3 Tage wegen einer Tüte Bio-Küchenabfälle lege ich keinen gesteigerten Wert. Bis vor kurzem habe ich im Landkreis Erding gewohnt, wo die Biotonne mit 14tägiger Leerung schon vor vielen Jahren eingeführt wurde und rege genutzt wird. Der Biomüll kann sofort der Weiteverwendung zugeführt werden, die Bereitschaft zu trennen steigt, die Restmülltonne wird entlastet.
    Was soll bei diesen Versuch rauskommen? Es gibt nur zwei Optionen: die Wasserburger nutzen nun die Möglichkeit der Entsorgung am Wertstoffhof, dann lautet der Konsens, das Bringsystem wurde super angenommenund es wird beibehalten, oder es wir nicht genutzt und der Konsens lautet, es gebe anscheinend keinen Bedarf für die Wasserburger Bürger. Eine Biotonne gibt’s in keinem der Fälle! Ich persönlich wünsche mir die Biotonne!

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    1. The Guardian

      Habe ich das richtig gelesen, dass die Biotonne nur alle 14 Tage geleert wird? Wie sieht es denn da mit der Geruchsbelästigung oder einem Madenbefall aus? Irgendwie gruselt es mich da ein bisschen. Da bevorzuge ich dann doch die Biomülltüte, die man bequem zum Wertstoffhof bringen kann. Und die paar Meter die man zurücklegen muss… na, ja, so schlimm ist das auch wieder nicht. Außerdem haben wir schon genug Mülltonnen rumstehen. Wenn demnächst die Altpapiertonne kommt, dann würden ja (rein theoretisch) inclusive einer Biotonne, alle 14 Tage 3 Tonnen auf der Strasse stehen. Und das vielleicht noch pro Haushalt….

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  2. Klarstellend sollte man hinzufügen, dass der Beschluss des Kreisumweltausschusses die Stadt Wasserburg nicht betrifft, weil diese im Bereich der Abfallentsorgung eigenständig handelt. Aufgrund des (gar nicht mehr so) neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes wird sich aber auch die Stadt Wasserburg etwas einfallen lassen müssen.

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