Bewegender Abschied von Josef Huber

Hunderte kamen zur Trauerfeier für beliebten Bachmehringer Unternehmer

image_pdfimage_print

Sterbebild - Josef Huber seniorDie Plätze in der Eiselfinger Pfarrkirche Sankt Rupert reichten angesichts der vielen Hundert Trauergäste, die aus der gesamten Region gekommen waren, bei weitem nicht aus. Es war eine sehr emotionale und bewegende Trauerfeier für Josef Huber senior, der heute zu Grabe getragen wurde. Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Karl Wuchterl. Er würdigte den äußerst sozialen Unternehmer und Familienmenschen Huber. Im Anschluss hielt Bürgermeister Georg Reinthaler seinen Nachruf …

… (siehe unten).

Danach wiederum sprachen Johann Peteratzinger und Anton Birkmaier für das Unternehmen und die rund 200 Mitarbeiter der Firma Huber und Sohn. Mit Anekdoten aus seiner Zeit als Firmenchef blickten sie auf die menschlich wertvollen Eigenschaften von Josef Huber senior zurück.

Richard Steinbichler dankte Josef Huber im Namen der Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg für dessen Engagement im Verwaltungsrat der Bank von 1984 bis 2002. Andreas Burlefinger vom Wasserburger Lions-Club lobte Josef Hubers großes Herz für seine Mitmenschen. Und Karl Huber, Vorstand des TSV Eiselfing, dankte dem Gründungsmitglied Josef Huber für dessen Aufbauleistung und Verdienste um den lokalen Sport.

Am Grab des Eiselfinger Friedhofs verabschiedeten sich schließlich die Vertreter der Fahnenabordnungen mehrerer Ortsvereine und des Veteranenvereins mit Böllerschüssen von Josef Huber senior und erwiesen ihm im Beisein seiner engsten Angehörigen und den vielen Hundert Trauergästen die letzte Ehre.

Der Nachruf auf Josef Huber senior von Bürgermeister Reinthaler im Wortlaut:

„Sehr geehrte Margarete Huber, liebe Familienangehörige, werte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Huber und Sohn, sehr geehrte Damen und Herren,

die Gemeinde Eiselfing trauert um Ihren Ehrenbürger Josef Huber senior. Mit ihm verlieren wir ein zweifellos außergewöhnliches Mitglied unserer Kommune. Hinter dem erfolgreichen und innovativen Unternehmer, der stets die Zeichen der Zeit erkannte und ebenso pragmatisch wie vorausschauend zentrale Entscheidungen traf, verbarg sich auch der Mensch Josef Huber.

Ein Charakterkopf, der sich nicht damit begnügte, zahlreiche Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und den Menschen in seiner Heimatregion Lohn und Brot ermöglicht zu haben. Nein, er war ein Mensch, der es sich neben seinen vielen beruflichen Verpflichtungen zur Aufgabe gemacht hatte, der Allgemeinheit Wissen, Kompetenz und Unterstützung in vielfältiger Form zurückzugeben und das soziale Zusammenleben auf diese Weise zu bereichern.

Nicht zuletzt seinem unermüdlichen Engagement für den Zusammenhalt der Altgemeinden Aham, Bachmehring, Freiham und Schönberg ist es zu verdanken, dass wir heute – vier Jahrzehnte nach der Gemeindegebietsreform – als Eiselfinger Gemeindebürgerinnen und -bürger eine bunte und lebendige Kommune bilden dürfen. Strategischer Feinsinn und auch das geschickte Nutzen persönlicher Kontakte haben in schwierigen Zeiten zum Erhalt unserer örtlichen Schule beigetragen.

Mehr als zwei Jahrzehnte lang, von 1971 bis 1993, war es zudem der Gemeinderat Josef Huber, der als gewählter Kommunalpolitiker unmittelbar die Geschicke unserer Kommune mit in die richtige Richtung lenkte und sich darüber hinaus in vielen Vereinen engagierte, Patenschaften übernahm und als großzügiger Gönner und Förderer von Verbänden auftrat.

Dass ihm die aktuellen Entwicklungen des Gemeindelebens bis zuletzt immer sehr am Herzen lagen, zeigten seine lebhaften Diskussionsbeiträge im Freundes- und Bekanntenkreis, in denen Josef Huber durchaus auch einmal die unangenehmen Tatsachen ansprach – so, wie er sich eben auch sonst nicht verstellte und seinen Prinzipien treu blieb. Jeder, der ihn bei seinen täglichen Spaziergängen durch den Ort traf, konnte sich gerne davon überzeugen.

Von Josef Hubers Zielstrebigkeit und seinem Gespür für nachhaltige Entscheidungen profitieren wir in der Gemeinde Eiselfing seit vielen Jahrzehnten und darüber hinaus auch in Zukunft. Denken wir beispielsweise nur an den überregional bekannten Naturlehrpfad zwischen Bachmehring und Eiselfing oder die Errichtung eines Kinderspielplatzes. Alle diese persönlichen Projekte kommen ganz bewusst der Allgemeinheit zugute. Und während die Bäume entlang des Naturlehrpfades ein Zeichen für Beständigkeit, für die Erinnerung und das Gedächtnis sein können, so spiegelt sich auf dem Spielplatz junges und neues Leben wieder.

Josef Huber, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Ehrenbürger der Gemeinde Eiselfing, wird uns allen fehlen. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in unserer Gemeinschaft. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Margarete, seinen Familienangehörigen und allen Freunden. Wir werden Josef Huber stets ein ehrendes Andenken erweisen. Seine enormen Verdienste rund um das kommunale Zusammenleben sind uns Vorbild und Verpflichtung zugleich.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.