Beschimpfungen, Tritte, Randale

U11-Spiel zwischen DFI Bad Aibling und 1860 Rosenheim eskaliert - Eltern außer Rand und Band

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Bad Aibling – Ein regelrechtes Skandalspiel erlebten Zuschauer und Spieler am vergangenen Wochenende bei der Begegnung der U11-Teams des Deutschen Fußball Internats (DFI) und 1860 Rosenheim. Nachdem die Rosenheimer Spieler von ihrem Trainer und einigen zuschauenden Eltern beim Stand von 4:4 vom Platz geholt wurden, musste der Schiedsrichter die Partie abbrechen und die ohnehin schon angespannte Stimmung unter den Gäste-Zuschauern eskalierte. Nur mit Mühe und dank der Besonnenheit der Aiblinger Zuschauer konnte eine handfeste Schlägerei verhindert werden. Was aber genau war passiert?

Nach Augenzeugenberichten startete die Begegnung, in der es auch um die Tabellenspitze ging, am Freitag unter widrigen Wetterbedingungen. Starker Wind machte ein korrektes Spiel eigentlich unmöglich. Doch den Gästen aus Rosenheim war das zuerst egal. Da sie in der ersten Halbzeit mit dem Wind spielen konnten, führten sie folgerichtig mit 4:2 – der Vorschlag des Schiedsrichters, das Spiel abzubrechen wurde vom Gästetrainer und den mitgereisten Rosenheimer Zuschauern abgelehnt. Doch das war nicht alles: Schon von Anfang an forderten einige der Rosenheimer Eltern ihre Sprösslinge auf türkisch auf, hart einzusteigen und die Aiblinger zu foulen. Dies wiederum hörte und verstand ein türkischer Zuschauer auf der Aiblinger Seite. Er forderte die Rosenheimer Eltern auf, ihre Kinder nicht zum unfairen Spiel zu animieren. Das gab erneut Stress, die Stimmung heizte sich auf, was sich auch auf die Trainerbank übertrug. Die Rosenheimer fingen an, die DFI-Leute zu beschimpfen.

Wer dachte, dass sich in der Pause die Gemüter beruhigen werden, sah sich getäuscht. Denn in der zweiten Halbzeit spielte Bad Aibling mit dem Wind, was sich auch schnell in Toren niederschlug. Schon kurz nach Wiederanpfiff stand es 4:4. Zu viel für die Nerven der Rosenheimer. Da sie der Meinung waren, der Ausgleichstreffer wäre irregulär gewesen, holten Trainer und zuschauende Eltern ihre Jungs vom Platz. Danach brannten bei einigen Rosenheimern die Sicherungen völlig durch. Ein Vater war außer Rand und Band – er versuchte nach allem, was nach Angehöriger des Aiblinger Teams aussah einzuschlagen. Nur durch vereinte Kräfte der Eltern aus Bad Aibling konnte der Mann zurückgehalten werden. Er trat und schlug um sich – Unterstützung bekam er dann von anderen Rosenheimern, die ihrerseits die beschwichtigenden Eltern attackieren wollten.

Irgendwie gelang es den Aiblingern am Ende doch, die tobenden Rosenheimer so weit zu besänftigen, dass anstatt der Fäuste nur noch unschöne Worte flogen. Traurige Höhepunkte des Spiels: Der Gästetrainer versuchte, einem Aiblinger noch einen Kopfstoß zu verpassen – und die Rosenheimer Knirpse verabschiedeten sich von den konsternierten Aiblinger Spielern auf die Effenbergsche Art: mit dem Stinkefinger.

Doch nicht nur auf Seiten des DFI herrscht nach dem skandalösen Spiel Verständnislosigkeit. Auch die Rosenheimer sind fassunglos und hoffen auf eine komplett andere Stimmung im Rückspiel am kommenden Mittwoch. Nachdem sich der Aiblinger Vorstand und der Abteilungsleiter Sport aus Rosenheim über die Vorfälle unterhalten haben, appellieren beide Vereine an die Eltern, besonnen am Spielfeldrand zu reagieren und den Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Denn, so ein Sprecher des DFI: „es geht hier doch um gar nichts anderes als nur um den Spaß am Spiel.“

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9 Gedanken zu „Beschimpfungen, Tritte, Randale

  1. …gehts eigentlich noch? U11 und solche Zustände? Es reicht doch völlig wenn sich die Zuschauer allsonntäglich in den talentfreien Ligen die Köpfe einschlagen.
    Aus eigener Erfahrung, als ehemaliger Schiedsrichter, weiss ich was überambitionierte Eltern am Spielfeldrand anrichten können. Die benehmen sich kindischer als ihre kikkenden Sprößlinge- von wegen erwachsen…und dabei ist es wurscht ob es deutsche oder eltern mit migrationshintergrund sind. Schade.

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  2. rund im eckigen

    Türkische ungebremste Impulsivität in Reinform, von scheinbar gut Integrierten Mitbürgern.
    … und wie immer keinerlei Konsequenzen gegenüber der Bospuros Eltern.
    Traurig und des bei Schulkindern.
    Hayir gilt auch hier!!!
    Nein zu Gewalt liebe türkisch stämmige ELTERN!

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  3. Wie bitte Rückspiel?

    Es sollte doch sonnenklar sein das nach solchen Vorfällen beide Spiele für Bad Aibling gewertet werden, die U11 von 1860 für die kommende Saison suspendiert wird, der Trainer von 1860 lebenslanges Trainer Verbot bekommt und die randalierenden Eltern in Bayern auf jedem Fussballplatz Hausverbot bekommen!!

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  4. Der trainersperrung pflichte ich bei. Aber der ist nicht ratsam. Die mannschaft zu sperren ist blödsinn damit werden in erster linie die kinder bestraft die ja laut bericht nichts gemacht haben. Und würden dann mit sicherheit wo anders spielen. Den eltern platzverweise zu geben ist nicht umsetzbar bei ca 1000spiele allein im lankreis rosenheim jedes wochenende nicht umsetzbar. Wenn dann ne zivilrechtliche klagr.

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    1. Lieber „Anwohner“. Blödsinn ist nur ihre Meinung. Logisch wäre natürlich diese Mannschaft zu bestrafen, da sie unter einem Vereinslogo auftritt. Die Spieler von Dynamo Dresden z.B. haben auch nie was gemacht, aber für das Fehlverhalten ihrer Zuschauer wurde der Verein bestraft. Der koplette Verein sollte eine saftige Strafe erhalten, die kann er sich dann von den Eltern wieder holen. Nur so was wirkt. Auch werden sich diese Kinder genau so entwickeln, denn sie haben ja tolle Eltern als Vorbilder!

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      1. Das ist ja das letzte mich als blödsinnig zu beschimpfen. Und hier hobby und profimannschaften vergleichen ist ja hier etwa blödsinn.

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      2. @sauermann.Und es geht hier immer noch um kinder die 10jahre oder jünger sind. Die kinder können nichts dafür das ihre eltern so blöd sind. Sieht man bei ihnen. Und ihnen ihr hobby wegzunehmen find ich ist der falsche weg. Lieber bei ihren spielen die eltern raus lassen.

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        1. Oidstoderer

          Jetzt nehmen Sie mal bitte wieder die Emotionen raus.
          Offensichtlich kennt hier keiner weder die Rosenheimer 60er noch das DFI.
          In Rosenheim wird einem als Gast schon seit Jahren das Gefühl gegeben, man sei Mensch zweiter Klasse (wenn überhaupt).
          Man(n) ist dort ‚gleichstand‘ und ‚zurück liegen‘ nicht gewohnt.

          Am DFI wird über das sportliche und schulische hinaus auch die Persönlichkeit in Form gebracht.

          ‚Nicht jedes Spiel kann gewonnen sein!‘
          Wird den Schülern dort auch beigebracht.

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  5. Kopfschüttel

    Der Verein sollte sich in Grund und Boden schämen, dass den Kids hier schon unsportliches Verhalten vorgelebt wird!

    Trainer weg, Eltern auch. Wenn das nicht geht sollten die Kids einen anderen Sport ausüben. Über kurz oder lang werden sie mit solchen „Vorbildern“ ohnehin die Rowdys von morgen! Zum Fremdschämen!!!

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