Belacqua: Schulterschluss mit Augsburg

Theater gehen Kooperation ein - Uwe Bertram: „Grenzen lösen sich auf"

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uwe_bertramWährend sich die Kunst- und Kulturschaffenden der Stadt derzeit bei den Wasserburger Nächten an der Innbühne präsentieren, gibt es die Kulturnachricht des Jahres: Das Theater Belacqua wird künftig mit dem Theater Augsburg kooperieren. Es geht um den Austausch von Ideen, von Schauspielern, Technik und Know How. Außerdem plant man gemeinsame Produktionen. Wir sprachen mit Wasserburgs Theaterleiter Uwe Bertram über das Projekt „Augsburg-Wasserburg“.

     

WS: Warum gerade Augsburg, Herr Bertram?

Wir haben in Augsburg Anfang des Monats zum ersten Mal überhaupt die komplette Waits-Wilson-Musiktheater-Produktionsreihe aus „The Black Rider“, „Alice“ und „Woyzeck“ an einem Stück, also an drei Abenden direkt hintereinander gezeigt. Und das hat richtig gut funktioniert. Am Rande dieses Gastauftritts wurde diese Idee, mit der Intendantin Juliane Votteler vom Theater Augsburg und ich allerdings schon länger schwanger gehen, konkretisiert. Es geht darum, dass ein großes Theater ein kleineres unter seine Fittiche nimmt. Juliane Votteler hat das im Bühnenverein oft vorgeschlagen. Jetzt machen die Augsburger das einfach und gehen mit gutem Beispiel voran. Mich freut diese Patenschaft wirklich sehr. Vielleicht macht das in Bayern sogar Schule. Durch so ein Projekt lösen sich Grenzen auf. 

 

WS: Und was bewegt ein großes Stadttheater wie das Augsburger dazu, mit einem relativ kleinen Privattheater zu kooperieren?

Die Augsburger wollen wie wir über ihren Tellerrand hinausschauen, bekommen durch uns Impulse von außen. Vor allem deshalb, weil es mal nicht ums Geld geht, sondern ums Künstlerische. Das macht das Ganze sehr entspannt und inspirierend.

 

WS: Wie schaut die Partnerschaft konkret aus?

Wir können uns Werkstatt-Kapazitäten teilen, Schauspieler austauschen, oder sogar gemeinsame Produktionen in Angriff nehmen. Vor allem geht es Votteler und uns aber um den „intellektuellen Austausch“ zwischen Theaterleitern und Schauspielern.

 

WS: Ist Augsburg nicht ein bisschen weit weg?

Nein, die Entfernung ist perfekt. Wir kommen uns nicht ins Gehege, schwimmen nicht im gleichen Teich. Und dennoch ist Augsburg auch schnell erreicht. Ich weiß nicht, ob wir das mit einer Münchner Bühne so durchziehen würden. Ein bisschen Distanz ist da schon gut. HC

Und das schreibt die Augsburger Allgemeine …

 

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