„Baumaßnahmen rasch anpacken“

Kommandant weist auf Raumprobleme hin - Feuerwehr Attel-Reitmehring zog Bilanz

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SL383648Bilanz bei der Feuerwehr Attel-Reitmehring: Walter Blüml eröffnete die Jahreshauptversammlung und umriss das vergangene Jahr in ein paar Worten. Er erwähnte dabei den Kauf von Soft-Shell-Jacken mit dem Vereinswappen und -schriftzug für die aktive Mannschaft, den alle zwei Jahre stattfindenden Vereinsausflug sowie den jährlichen Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder. Blüml lobte dabei die zahlreiche Teilnahme der aktiven Mitglieder. Ein Punkt der hauptsächlich der Vorstandschaft nach wie vor im Kopf spukt, ist das Feuerwehrbedarfsgutachten, bei dem es an einigen Punkten noch Handlungsbedarf gebe.

Vor allem aber bedankte sich Blüml bei den aktiven Mitgliedern, die im letzten Jahr durch Einsätze und Vereinsaktivitäten besonders gefordert wurden, bei seinen Vorstandskollegen für die Unterstützung bei allen anstehenden Terminen rund um den Verein sowie bei den Wasserburger Kameraden und der Stadt Wasserburg für die Zusammenarbeit im letzten Jahr.

Jugendwart Thomas Lerch informierte über die Aktivitäten seiner 13 Jugendfeuerwehrler im vergangenen Jahr. Dabei fielen für nicht feuerwehrtechnische Aktivitäten wie Seifenkistenrennen, Volleyballturnier mit anderen Jugendfeuerwehren und der jährlichen Bergtour genau so viel Zeit an wie für Übungen und Wissenstests. Lerch hob dabei das Engagement der Jugendlichen besonders hervor und bedankte sich auch bei den aktiven Helfern, die ihn bei den ganzen Übungen/Aktivitäten unterstützen.

Schriftführer Thomas Rücker ließ das Vereinsjahr 2014 Revue passieren. Sportliche Aktivitäten standen dabei im Mittelpunkt. Vor allem die Verfolgung eines jeden Spiels der deutschen Fußballnationalmannschaft im Feuerwehrhaus war ein ausschlaggebender Grund für den Sieg bei der WM in Brasilien. Auch die Teilnahme beim Reitmehringer Mehrkampf, bei dem sich die Reitmehringer Vereine in verschiedenen Disziplinen messen und den begehrten „Dorf-Schwammerl“ gewinnen können, war ein großer Punkt im letzten Jahr.

Die Verbundenheit der Feuerwehr mit dem Ort zeigte sich auch wieder durch das Aufstellen eines Geburtstagsbaumes für Unternehmer Toni Meggle gemeinsam mit allen anderen Reitmehringer Vereinen. Zusätzlich zu den Großereignissen wurde ein runder Geburtstag gefeiert, zwei Störche bei aktiven Mitgliedern aufgestellt sowie eine Hochzeit zelebriert. Die rege Teilnahme der aktiven Mannschaft am Vereinsausflug nach Lindau am Bodensee wurde von Rücker besonders hervorgehoben. Zum Schluss seines Berichts informierte Rücker über das diesjährige Gartenfest der Feuerwehr am Vatertag, den 14. Mai und lud alle anwesenden dazu recht herzlich ein.

Kassier Andreas Klitzner zeigte in seinem Bericht, dass im vergangenen Jahr vom Verein besonders in drei Punkte investiert wurde. Für den aktiven Dienst wurde ein Schnelleinsatzzelt beschafft, das mithilfe von Spenden der ortsansässigen Firmen finanziert wurde. Die Bezuschussung des Vereins beim Kauf der Soft-Shell-Jacken war ein weiterer großer Punkt; die finanzielle Unterstützung bei -letztjährigen Vereinsausflug machte den letzten großen Punkt aus. Dadurch ergaben sich Ausgaben bzw. „Investitionen in aktiven Dienst und Mannschaft“, wie Klitzner dies nannte – von rund 8.000 Euro im Jahr 2014. Trotz der hohen Ausgaben stehe der Verein nach wie vor finanziell solide da und könne weitere Planungen angehen.

Die Kassenprüfer attestierten eine einwandfreie Kassenprüfung und baten um die Entlastung der Vorstandschaft. Diese wurde von den anwesenden Mitgliedern auch einstimmig erteilt. Im Anschluss daran wurden die Kasserprüfer per Handzeichen gewählt. Armin Sinzinger und Helmut Schmid wurden von den Mitgliedern für weitere zwei Jahre einstimmig bestätigt.

Kommandant Josef Ramm informierte über die 74 Einsätze im letzten Jahr und hob dabei einige Fälle besonders hervor. Die rund 25 sonstigen freiwilligen Tätigkeiten der Aktiven wie Absperrmaßnahmen und Parkplatzdienste zählte er hier nicht dazu. Bemerkenswert war, dass im Vergleich zu 2013 die Anzahl der Einsätze zugenommen hat, gleichzeitig aber auch die Einsatzbeteiligung der Mannschaft ebenfalls gestiegen ist. Ramm zeigte die Lehrgänge und Übungen auf, die die aktiven Feuerwehrler in 2014 absolvierten und bedankte sich bei seinen Kameraden für die Teilnahme und die Zeit, die sie investierten.

Vor allem aber hob Ramm die strategische Position der Feuerwehr Attel-Reitmehring am Standort Reitmehring hervor. Er zeigte die Entwicklung der Stiftung Attl auf, die mittlerweile Betreuungsplätze für zirka 1200 Menschen bietet sowie die Vergrößerung des Betriebs der Firma Meggle in den letzten Jahren, auf dem nun das mittlerweile höchste Gebäude im Landkreis steht.

In den nächsten Jahren stehe der gemeinsame Klinikneubau der RoMed-Klinik Wasserburg mit dem Inn-Salzach-Klinikum Gabersee auf dem Gelände des Inn-Salzach-Klinikums an, welches bei Fertigstellung mehr Betten bereitstellt, als das Klinikum Rosenheim. Hinzu kommen der Kreuzungspunkt der beiden Bundesstraßen B304 und B15 vor der „Haustür“ des Feuerwehrhauses und die Bahnverbindung von Rosenheim/München nach Mühldorf, mit dem damit verbundenen Schwerlast-, Güter- und Personenverkehr.

Aufgrund des jetzt schon hohen Gefahrenpotentials im Schutzbereich der Feuerwehr Reitmehring fand Ramm deutliche Worte für die Platzproblematik im Feuerwehrhaus, die aufgrund steigender aktiver Mitglieder nach wie vor vorherrscht und zu teilweisen Doppelbelegungen der Spinde führt.

Der Kommandant mahnte die anwesenden Bürgermeister und Stadträte, dass der Unterhalt und die zeitgemäße Ausstattung der beiden städtischen Feuerwehren eine Pflichtaufgabe der Stadt Wasserburg sei und man die anstehenden baulichen Maßnahmen schnellstmöglich umsetzen sollte.

Kreisbrandrat Richard Schrank übermittelte die Grußworte der Kreisbrandinspektion. Er wies auf den Ende dieses Jahres aufkommenden Probebetrieb des Digitalfunks im Landkreis Rosenheim hin. Schrank bat zudem alle Fahrzeugführer und Maschinisten um Vorsicht bei Einsatzfahrten aufgrund eines Unfalls einer Feuerwehr im letzten Jahr. „Obwohl durch Blaulicht und Martinshorn Sonderrechte im Straßenverkehr eingeräumt werden, muss dennoch besonnen agiert werden.“

Bürgermeister Michael Kölbl bedankte sich bei den Feuerwehrlern für das Engagement, mit dem jeder Aktiver sein Ehrenamt auskleidet. Ebenso freute es Kölbl, dass sich sowohl Feuerwehr als auch die Reitmehringer Bürger mit dem Ort identifizieren und es ein reges und lebendiges Vereinsleben in Reitmehring gibt. AK

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