Badeplatz: Regierung nimmt Stellung

Staudham: Auch Untere Naturschutzbehörde „will Erhalt unterstützen"

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Staudham2Die Wasserratten am Staudhamer See lassen nichts unversucht, ihren Badeplatz, der geschlossen werden soll (wir berichteten), zu retten. Vor kurzem hat man deshalb sogar die Staatsregierung in dieser Sache angeschrieben. Jetzt kam die Antwort aus München. Und die macht zumindest leichte Hoffnung …

 

Das Betretungsrecht der freien Natur sei durch die Verfassung garantiert und im Bayerischen Naturschutzgesetz näher geregelt. Es gelte jedoch nicht uneingeschränkt, schreibt die Staatsregierung. „So sind Erholungssuchende verpflichtet, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen und auf die Belange der Grundstückseigentümer Rücksicht zu nehmen.“

Die Regierung weiter: „Grundstückseigentümer haben in Einzelfällen die Möglichkeit, das Recht zur Betretung ihrer Grundstücke einzuschränken, z.B. wenn andernfalls die zulässige Nutzung des Grundstücks erheblich behindert würde. Dies ist nach Art. 33 Nr. 1 BayNatSchG insbesondere dann der Fall, auch wenn eine Beschädigung von Forstkulturen zu erwarten ist. Bislang befinden sich am fraglichen Badeplatz des Staudhamer Sees keine Forstkulturen. Damit ist diese Möglichkeit zur Grundstückssperrung derzeit nicht gegeben.“

Eine Sperre nach Art. 33 Nr. 1 BayNatSchG wäre auch dann denkbar, wenn das Grundstück regelmäßig von einer Vielzahl von Personen betreten und dadurch in unzumutbarer Weise verunreinigt würde. Bei Wohngrundstücken ist zudem eine Sperre für den Wohnbereich zulässig (Art. 33 Nr. 2 BayNatSchG).

Sollte der Grundstückseigentümer eine Sperre errichten und bedarf diese keiner Genehmigung nach anderen Vorschriften, wäre die Sperre mindestens einen Monat vor Errichtung bei der unteren Naturschutzbehörde anzuzeigen (Art. 34 Satz 2 BayNatSchG). Diese würde daraufhin gem. Art. 34 Abs. 2 BayNatSchG prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Sperre nach Art. 33 BayNatSchG gegeben sind und zwischen den Belangen des Grundstückseigentümers und der Erholungssuchenden abwägen.

Die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Rosenheim hat uns versichert, dass sie die Gemeinden auch weiterhin bei dem Bestreben unterstützen wird, den Badeplatz am Staudhamer See zu erhalten. Gleichzeitig wird nach Möglichkeiten gesucht, eine für den Eigentümer erträglichere Situation zu schaffen.“

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Ein Gedanke zu „Badeplatz: Regierung nimmt Stellung

  1. schnetzer joachim

    warum der untere Naturschutzbehörde daran gelegen ist das der Badeplatz geöffnet bleibt, ist mir ein rätsel . sie sollte eigelntlich für die Natur da sein und nicht für badegäste. vielleicht wenn der Badeplatz geschlossen ist kann vielleicht die Natur wieder zurückkommen. der mensch meint alles in beschlag nehmen zu müssen. aber einigen leute haben scheinbar sonst keine Probleme als sich wochenlang mit der Schließung des Badeplatzes zu beschäftigen. schade eigenlich.

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