B304: Stadtrat einstimmig für Planungen

Alter Bahnübergang sorgt für einigen Diskussionsstoff

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reitmehring_von_westen_150929_kDer Bahnübergang über die B304, der immer wieder für lange Staus und Ärger sorgt, und die vielbefahrene Bundesstraße, die Reitmehring in zwei Teile zerschneidet – Themen, die den Wasserburger Stadtrat nicht erst seit gestern beschäftigen. „Die ersten Diskussionen reichen bis in die 70er Jahre zurück“, so Bürgermeister Michael Kölbl bei der jüngsten Sitzung im Rathaus. Nachdem die Unterlagen zur Neugestaltung der B304 in Reitmehring (wir berichteten) jetzt vom Straßenbauamt ausliegen, gab die Stadt als Träger öffentlicher Belange ihre Stellungnahme dazu ab. Und das nicht zu knapp: In 18 verschiedenen  …

… Punkten wollten die Wasserburger Räte Nachbesserungen – vom Lärmschutz bis hin zum Einmündungsradius an den neuen Kreuzungen. Letztlich stimmte der Stadtrat unter diesen Voraussetzungen dann einstimmig für den Plan, den alten Bahnübergang an der B304 zu beseitigen und durch ein Brückenbauwerk zu ersetzen. (Der Plan im Überblick: Hier klicken).  Ein Beispiel für Einwendungen der Wasserburger Räte: Der nach unten offene Kreisverkehr (Foto) soll einen Deckel erhalten.

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Für einigen Diskussionsbedarf sorgte die Anregung der Reitmehringer Räte (mit Ausnahme von Dr. Budenhofer), den alten Bahnübergang als solchen nach der kompletten Baumaßnahme für den innerörtlichen Verkehr zu belassen. Vor allem die Landwirte Sepp Baumann und Norbert Bourtesch plädierten dafür. „Man muss sich vorstellen, wie schwierig das für uns und unsere Kollegen ist, mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf die B304 einzuscheren, wenn wir von einer Seite Reitmehrings auf die andere wollen.“ Und auch für die Feuerwehr sei der alte Bahnübergang durchaus wichtig, um bei Einsätzen nicht auf die neue, vielbefahrene B304 auffahren zu müssen.

Diesen Argumenten gegenüber zeigte sich Bürgermeister Michel Kölbl wenig aufgeschlossen. Das ganze Projekt laufe unter dem Titel „Beseitigung des Bahnüberganges an der B304″. Wenn man das jetzt umformuliere, gefährde man die komplette Planung. Der Bürgermeister legte dann auch noch weitere Nachteile dar, die der Erhalt des alten Übergangs mit sich bringe. So überzeugend, dass auch Sepp Baumann eingestehen musste: „Jetzt zerpflückt uns der Bürgermeister wirklich alle Argumente.“ Letztlich einigte man sich dann darauf, den alten Übergang nicht zum Thema der aktuellen Planungen zu machen.

Einige wichtigen Änderungswünsche brachte auch Christian Stadler für die Grünen ein. Er wollte so wichtige Themen wie die Barrierefreiheit bei den Gehwegen, den Lärmschutz, Querungshilfen und den Vorrang für Radlfahrer am Kreisverkehr sowie die Verbesserung der Lebensqualität für die Reitmehringer Bürger mit eingearbeitet wissen, was alle Räte schließlich befürworteten.

Der Stadtrat verabschiedete seine Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren zur Beseitigung des Bahnübergangs an der B304 in Reitmehring ohne Gegenstimme.

 

 

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