Aus alter Eiche wird ein Kunstwerk

So lief die Fällung auf dem Gelände der geplanten, neuen Wasserburger Klinik

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Im Zuge der Vorabmaßnahmen für den gemeinsamen Neubau der Wasserburger Kliniken wurde nun die große Eiche gefällt, die im Vorfeld bereits großen Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit erreicht hat (wir berichteten). Der Baum soll zu einem Kunstwerk für den Klinikneubau werden und dadurch auf dem Gelände erhalten bleiben. Hier der Ablauf der Baumfällung auf dem Areal der geplanten Klinik:

Tag 1: Äste und Baumkrone werden nach und nach abgeschnitten.

 

Tag 2: Der Stamm wird in vier Teilen abgetragen. Er wird einem Künstler übergeben und als Kunstwerk wieder seinen Platz im Bereich des neuen Klinikgebäudes finden.

 

Gespannt wird die Baumfällung unter anderem von Kollegium und Klinikleitung des kbo-Inn-Salzach-Klinikums beobachtet. Gleichzeitig werden erste Schätzungen für das Alter des Baums getroffen. Zahlreiche Tipps wurden bereits vorab abgegeben. Noch ist das tatsächliche Alter offen.

Im Hintergrund (von links nach rechts): Wolfgang Schmid (Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, kbo-Inn-Salzach-Klinikum, und Wasserburger Stadtrat), Dr. Stefan Piehler (Kaufmännischer Leiter, kbo-Inn-Salzach-Klinikum), Jochen Knöchel (Montessori-Kindergarten), Martin Grill (Leiter Gärtnerei, kbo-Inn-Salzach-Klinikum) und Dr. Theodor Danzl (Geschäftsführer, kbo-Inn-Salzach-Klinikum).

 

 

Zuletzt wurde mit zwei Motorsägen gleichzeitig an dem massiven Stamm gearbeitet.

 

Der letzte Teil der Eiche wird abgehoben.

 

Das Team ist nach erfolgreich geleisteter Arbeit sichtlich entspannt.#

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„Das ist eine historische Entscheidung“

 

 

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12 Gedanken zu „Aus alter Eiche wird ein Kunstwerk

  1. Die alte Eich war ein Kunstwerk der Natur. „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden wir merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Weissagung der Cree – Wikipedia

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    1. Schade, dass angesichts dieses Grossprojekts sogar die Naturschützer eingeknickt sind. Ich kann nicht glauben, dass es keine geeignete Möglichkeit zur Umplanung gegeben hätte, bei der dieser kerngesunde Baum zu erhalten gewesen wäre. Ich wünsche mir, dass vor allem Entscheidungsträger lernen, nicht nur eindimensional zu denken und zu handeln, sondern auch den respektvollen Umgang mit der Umwelt in ihren Planungen und Entscheidungen als Fixpunkt mir einbeziehen. Ein 200 Jahre alter Baum ist durch nichts zu ersetzen, weder durch eine (selbstverständliche) Neupflanzung, noch dadurch, dass man ein Kunstwerk draus macht (auch Mumien sind leider tot).

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      1. Das Problem ist dass alle Entscheidungsträger und Betroffene vorher wußten dass der Baum im Weg steht und haben die Planung vorangetrieben….
        Bürgermeister , Stadträte , Bauamt….. alle wußten es… mir braucht keiner dieser netten Herren erzählen, dass kein Ortsbesichtigung stattgefunden hat.
        Bei jedem Privatprojekt wäre es anders gelaufen!!!!!!!!!!!!!
        Nachher heißt es immer Allgemeinnutzen …. Es wäre ganz am Anfang der Planung sehr wohl möglich gewesen den Baum zu retten, wenn ein Wille dagewesen wäre, wenn natürlich Millionen in eine Planung gefloßen sind und dann steht PLÖTZLICH ein Baum da dann geht nichts mehr.
        Arme Welt , es wird keiner darau lernen.

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      2. Wie heisst ein bekannter Reim aus unserer Kindheit:
        „Zu fällen eines schönen Baums brauchts eine halbe Stunde kaum, zu wachsen um ihn zu bewundern brauchts bedenklich ein Jahrhundert….“
        Diese Fällung wird wahrscheinlich länger gedauert haben, aber dass die Bäume in Gabersee so impossante Erscheinungen sind,die man nicht an jeder Ecke findet, dazu gehört wohl auch Pflege. Ich gehe oft in Gabersee spazieren und habe mich schon ein paar mal mit den dort zuständigen Gärtnermeister unterhalten. Dieser schilderte mir eindrucksvoll, welcher Aufwand dort betrieben wird ( jährlich werden Bäume saniert, die Verkehrssicherheit hergestellt-Totholz entfernt,…) um alte Bäume zu erhalten. Ich denke es wird dort einiges getan um diesen tollen Park zu erhalten! Leider müssen jetzt einige Bäume dem Klinikneubau weichen und was seit Jahren dort für die Bäume getan wird vergessen. Fair ist das nicht! Meine Meinung…

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      3. Der nächste alte Baum wird fallen, darauf können wir warten. Den Projekte der so genannten Zukunft gibt es immer. Geld regiert die Welt. So ein schöner alter Baum bietet so vielen kleinen Tieren Lebensraum. Ein Baum mit dieser Größe wandelt an einem Abend so viel Dreckluft zu Sauerstoff, da braucht es mindestens 100 kleine Bäume oder Sträucher. Das wird kein Kunstwerk „Toter Baum“ leisten.

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    2. Dass ma eigentlich immer was zum Jammern und zum Meckern findet, is eigentlich das größte Problem in Deutschland.
      Wie wärs mit folgender Schlagzeile:
      Familienvater stirbt, weil Klinikneubau zwecks Naturschutz verzögert wurde.
      Da wär erst was los
      Herrgott, irgendwann muss es doch auch mal gut sein!

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  2. Ja, und wenn ihr einmak schwer krank seid, dann legen wir euch unter einen alten Baum. Dann könnt ihr euch von der Natur heilen lassen. Mir liegt der Naturschutz auch sehr am Herzen, aber man muss auch mal etwas weiter denken!

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    1. @Haager: Hast du dich eigentlich mit dem Thema beschäftigt? Es geht und ging NIE darum, die Klinik NICHT zu bauen. Gott sein Dank gibt es diesen Neubau. Es ging darum, ob man bei der Planung „bewusst“ weggeschaut hat oder „es einfach nur übersehen“ hat. Da kann ja jeder seine Meinung dazu haben.

      „Ja, und wenn ihr einmal schwer krank seid, dann legen wir euch…“ ist albern. Themaverfehlung. Mit diesem Argument wäre ja ALLES möglich.

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  3. Wo war der BUND? Gab es eine Klage?

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  4. Der Mensch kommt, die Natur muss weichen.
    Egal, ob Bäume oder Tiere.

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  5. Der Neubau stand nie zur Diskussion, nur die Art und Weise des vorgehens und die Scheinheiligkeit der Verantwortlichen.

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  6. Familienvater stirbt weil Bahnschranke ewig B 304 blockiert……….

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