Auf geht’s Starbulls: Kämpfen und siegen!

Rosenheimer Eishockey-Cracks geben niemals auf - Schicksalsspiel am Freitag

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0318_SBR_BEV_Spiel_4Es ist der Tag der Entscheidung: Entweder die Starbulls nutzen ihre letzte Chance in den Play-Off-Spielen gegen  die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven oder sie können für diese Saison die Schlittschuhe ausziehen. Im Rosenheimer Kathrein-Stadion kommt es morgen, am Freitag, den 20. März, um 19.30 zum finalen Showdown.

„Wir wollen nicht ausscheiden, und vor unseren Leuten schon zweimal nicht“, sagt Starbulls-Trainer Franz Steer vor dem vierten Spiel der Best-Of-Seven-Viertelfinalserie gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Rosenheim steht mit dem Rücken zur Wand. 0:3 liegen die Starbulls in der Serie zurück, gewinnt Bremerhaven im Rosenheimer Kathrein Stadion, ist die Saison zu Ende.
Schicksal, Pech, Unvermögen, Fluch – wie auch immer man es nennen mag, die ersten drei Viertelfinalspiele hätten jeden Wahrsager oder Propheten überfordert. 3:2 nach Verlängerung für Bremerhaven und das dreimal hintereinander, eine absurde Wiederholung der Geschehnisse. Noch dazu, weil die Starbulls zwei dieser Spiele durchaus hätten gewinnen können.
„Im zweiten Spiel haben wir ganz klare Chancen gehabt aber nicht genutzt, darum haben wir auch verloren. In Spiel drei haben wir hart gearbeitet, da gab es aber permanent Schiedsrichterentscheidungen, die uns aus der Bahn geworfen haben. Ich habe mir das alles auf Video angesehen, was da zum Teil nicht gepfiffen wurde ist ein Witz“, schimpft Steer. Er fügt aber hinzu: „Letztendlich haben aber wir ein Tor zu wenig gemacht und die Schiedsrichter können keine Tore für uns schießen. Aber es ist natürlich komisch, wenn nach dem Spiel beide Trainer sagen, die Schiedsrichterleistung sei indiskutabel gewesen.“
Grausamer Sport
Jetzt muss sich Steer mit dem drohenden Aus auch als Psychologe betätigen. Dreimal in Folge nach Verlängerung zu verlieren, kann schon aufs Gemüt schlagen. „So ist der Sport. Er ist nicht immer gerecht, er kann dich glücklich machen oder grausam sein. Jetzt momentan ist er grausam. Da fährst du 900 Kilometer, die Spieler geben alles, dann verlierst du und fährst wieder 900 Kilometer nach Hause, das ist schon bitter.“
Ebenfalls bitter ist der Ausfall von Tim Kunes. Der wurde nach einem Kieferbruch am Mittwoch operiert, der Ausfall tue weh, klagt Steer. Ansonsten sind alle an Bord, um die Serie zu verlängern. „Da hat jeder Prellungen, einer hat Spritzen bekommen, aber so ist das in den Playoffs.“

Der spinnt ja nicht, der Steer

Die Schmerzen sind aber nebensächlich, die Mannschaft will noch nicht aufgeben. „Du hast immer die Möglichkeit weiterzukommen. Die Spiele gehen ja auch an Bremerhaven nicht spurlos vorbei. Man kann so eine Serie noch drehen. Das hört sich vielleicht komisch an und möglicherweise sagt einer, der Steer spinnt, aber die Serie ist erst nach dem letzten Spiel vorbei. Und das ist noch nicht gespielt“, hält Steer die Hoffnung am Leben.
Denn die stirbt bekanntlich zuletzt und Starbulls geben niemals auf. Auch nicht, wenn sie mit 0:3 in einer Best-of-seven-Serie zurückliegen. Win or die am Freitag um 19:30 Uhr im Rosenheimer Kathrein Stadion gegen die Fischtown Pinguins.

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