Auch bei uns große Masern-Impflücken

Kino-Spot wirbt ab sofort für Schutz - Presseerklärung aus dem Landratsamt

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ImpfausweisGanz Deutschland sucht den Impfpass! Und angesichts der Masernwelle hält Bundesjustizminister Heiko Maas die Einführung einer Impfpflicht für möglich. Mit einem Kino-Spot jedenfalls wird ab sofort für eine Masern-Impfung bei uns geworben. Mit einer Kampagne in Mikes Kino in Prien und im Citydome in Rosenheim sollen vor allem Jugendliche und Erwachsene daran erinnert werden, ihren Masernschutz zu überprüfen. Das heißt es heute am Nachmittag aktuell aus dem Landratsamt. Angestoßen haben diese Aktion das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit …

… und Pflege sowie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Aus aktuellem Anlass: Der große Masern-Ausbruch derzeit in Berlin wie auch bereits zahlreiche Masernerkrankungen in den Landkreisen Rosenheim, Landsberg am Lech, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen zeigen, so die heutige Erklärung aus dem Landratsamt, dass man sich auch heutzutage mit Masern infizieren kann.

Die Presseerklärung aus dem Rosenheimer Landratsamt im Wortlaut:

Auch Auslandsreisen in Länder mit hohen Masernfallzahlen können das Risiko sich anzustecken erhöhen. Umso mehr sollte das Privileg angenommen werden, sich und sein Umfeld mit einer Impfung gegen eine so hochansteckende Krankheit schützen zu können.

Der Kino-Spot ist nur in vier bayerischen Landkreisen zu sehen, dort nämlich, wo die Masern-Impflücken am größten sind.

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim unterstützt die Kampagne daher ausdrücklich und dankt auch den niedergelassenen Ärzten, Apothekern und weiteren Akteuren sowie der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen für ihre Bereitschaft, weiterhin vermehrt zur Masernimpfung aufzuklären.

Masern können gerade auch für Erwachsene gefährlich werden. Da viele Erwachsene nicht ausreichend geimpft sind, haben die Maserninfektionen gerade in diesem Alter in den letzten Jahren zugenommen. Nahezu die Hälfte der erwachsenen Erkrankten wird im Krankenhaus behandelt, meist aufgrund von schwereren Verläufen oder Komplikationen wie Lungenentzündung und selten Hirnhautentzündung.

Zudem können erkrankte Erwachsene andere Menschen anstecken, für die eine Impfung aktuell nicht möglich ist bzw. für die eine Masernerkrankung lebensgefährlich sein kann. Dazu gehören beispielsweise Säuglinge, Menschen mit Immundefekten und Schwangere. Deshalb wird unter anderem Eltern, Frauen mit Kinderwunsch und Berufsgruppen, die Kinder oder Patienten betreuen wie Lehrer, Hebammen oder Ärzte besonders empfohlen, auf den eigenen Masernschutz zu achten.

Bereits seit dem Jahr 2010 empfiehlt die Ständige Impfkommission allen nach 1970 geborenen Erwachsenen eine Masernimpfung, sofern sie keine oder nur eine Impfung in der Kindheit erhalten haben oder nicht sicher wissen, ob sie jemals geimpft wurden.

Die Impfung wird als Kombinationsimpfung gegen Masern, Röteln und Mumps verabreicht. Angst vor einer „Überimpfung“ braucht man im Zweifel nicht zu haben: Eine zusätzliche Impfung schadet nicht. Da sind sich die Experten einig. Überprüfen kann man seinen Impfschutz über die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Für eine erste Übersicht eignen sich auch fachliche Online-Hilfestellungen auf www.schutz-impfung-jetzt.de oder auf www.impfen-info.de.

 

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