Auch bei uns eigens eine Impfwoche

Gesundheitsamt Rosenheim informiert ab Montag - „Gegen Masern schützen"

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masernDen Impfschutz vervollständigen oder auffrischen – daran appelliert das Bayerische Gesundheitsministerium nun gemeinsam mit der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen. Sie organisieren deshalb landesweit eigens eine Impfwoche. Mit einem umfangreichen Beratungsangebot wird das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim die vierte Bayerische Impfwoche begleiten. Vom kommenden Montag, 18., bis Freitag, 22. April, besteht für alle Bürger die Möglichkeit, in persönlichen Sprechstunden oder am Telefon alle Fragen rund um das Thema Impfen zu stellen.

Durch den Einsatz von Impfstoffen gelang es in der Vergangenheit, viele gefürchtete Krankheiten wie Kinderlähmung oder Diphtherie zurückzudrängen, so das Ministerium.

Auch komplikationsreiche Erkrankungen können durch individuellen Impfschutz und hohe Impfraten in der Bevölkerung vermieden werden, wie beispielswiese FSME, eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, übertragen durch Zecken. Soweit die Theorie. In der Praxis haben viele in der Region Vorbehalte gegen Impfungen.

Dr. Irmgard Wölfl, der Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim liegt vor allem die Masernimpfung besonders am Herzen. Die ansteckende Viruskrankheit ist inzwischen keine Kinderkrankheit mehr.

Weil ausreichender Impfschutz fehlt, sei in den letzten Jahren etwa ein Drittel aller an Masern Erkrankten in Bayern über 18 Jahre alt gewesen, heißt es.

Im Unterschied zu Kindern stelle sich der Krankheitsverlauf bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen oft schwerwiegender dar. Mittelohr- und Lungenentzündungen seien die häufigsten Komplikationen. In einem von 1.000 Fällen könne es zu einer gefährlichen Gehirnentzündung kommen.

Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht. Dr. Wölfl weist aber darauf hin, dass Impfungen nach wie vor zu den wirksamsten Vorbeugemaßnahmen in der Medizin zählen.

Die Impfsprechstunden und die telefonische Beratung durch das Team des Staatlichen Gesundheitsamtes werden in der Zeit vom 18. bis 22. April, Montag bis Donnerstag täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 15 Uhr sowie am Freitag von 10 bis 11 Uhr angeboten.

Das Amt in der Prinzregentenstraße 19 in Rosenheim ist telefonisch unter 08031 392 6002 zu erreichen.

Organisiert wird die vierte Bayerische Impfwoche durch das Bayerische Gesundheitsministerium und die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Impfen. Sie vereinigt unter anderem Vertreter von Ärzteverbänden, Apotheker, Hebammen, den öffentlichen Gesundheitsdienst, Krankenkassen und Wissenschaft mit dem Ziel, den Impfschutz der bayerischen Bevölkerung auf der Basis der Freiwilligkeit zu verbessern.

Foto: AOK

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4 Gedanken zu „Auch bei uns eigens eine Impfwoche

  1. Gibts einen Einzelimpfstoff gegen Masern oder immer no nur mmr? Weil in Frankreuch gibts einen Einzelimpfstoff, der bei uns ned verkafft werd, do frog i mi, warum ned?

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    1. Es gibt nur 2 Firmen die den Einzelimpfstoff herstellen. Der aus Frankreich ist bei uns nicht zugelassen und beim anderen wird zu wenig produziert – deshalb die Wartezeiten.

      Siehe https://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/impfalternativen-mainmenu-35

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      1. Warum Wartezeiten, mog ma nur den Dreifach-Impfstoff verkaufen? I wart seit zwei Jahren, dass mein Sohn de Möglichkeit hat, sich gegen Masern zu impfen, aber dreifach finde ich in diesem Alter zu krass!
        Wer reguliert den Markt?

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        1. Wir haben gewartet mit der Impfung, bis er in Kiga bzw Krippe geht.
          Jetzt ist es für uns okay.

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