Asyl: Container in Soyen vor Belegung

Landkreis: Pro Woche 29 neue Flüchtlinge statt 129 - Wasserburgs Halle bleibt Notunterkunft

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1Brauchts des ois no – die belegte Turnhalle in Wasserburg, die geplanten Container-Standorte von Soyen über Forsting bis Babensham? Diese Frage richten zur Zeit so manche Bürger an den Landkreis, die Gemeinden und auch an uns. Die einfache und klare Antwort heute am Freitag kommt aus dem Landratsamt: Ja! Denn nachwievor sind im Landkreis 800 Menschen in Hallen-Notunterkünften provisorisch untergebracht. Und sie alle müssen ein besseres Dach über ihren Kopf bekommen und sei es eben ein Container-Dach, sagt Oliver Winter, Leiter des Büros von Landrat Wolfgang Berthaler. Die nächste Belegung im Altlandkreis stehe in Kürze in Soyen bevor …

Unser Foto entstand beim Container-Einzug der Flüchtlinge in Edling vor ein paar Wochen.

Ende April sei es dann wohl auch in Forsting soweit. In Babensham werden gleich zwei Container für knapp 100 Menschen nebeneinander aufgestellt. Hier sei die Belegung für Mai/Juni angedacht.

Um alle derzeit in den Hallen untergebrachten Flüchtlinge verteilen zu können, würde man 16,6 Container brauchen – selbst wenn ab sofort niemand mehr im Landkreis neu untergebracht werden müsste. Das sei heuer gar nicht zu schaffen, so Winter.

Und dass überhaupt niemand mehr zugeteilt werde, das werde ohnehin nicht der Fall sein. Momentan müssen 29 Menschen jede Woche vom Landkreis ein Dach über den Kopf bekommen – ja, diese Zahl lag noch vor kurzem bei 129! Die Sperrung der Balkanroute sei der Grund für den massiven Rückgang. Aber man wisse nicht, wie sich die Situation weiter entwickeln werde.

Zur Hallen-Belegung sagte Winter, dass definitiv die Realschul-Sporthalle in Wasserburg die letzte sein werde, die frei gemacht werde. Denn sie sei ja auch die letzte Halle gewesen, die belegt worden sei mit Flüchtlingen. Es gehe halt genau der Reihe nach und am längsten war Raubling eine Notunterkunft des Landkreises. Also sei auch sie die erste Halle, die frei werde.

In Kürze veröffentlichen wir die aktuellen Zahlen der Flüchtlings-Unterbringungen im Landkreis Rosenheim für den Monat März.

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6 Gedanken zu „Asyl: Container in Soyen vor Belegung

  1. Anstatt sich darüber Gedanken zu machen, dass die Realschulturnhalle in Wasserburg als letztes geleert wird, sollte sich das Landratsamt lieber mal mit den Gemeinden beschäftigen, die nach wie vor keine Flüchtlinge aufnehmen, was bei der aktuellen Situation ohnehin lächerlich erscheint!

    Wasserburg trägt, wenn man sich die aktuellen Zahlen wieder ansieht, die Hauptlast im Landkreis Rosenheim!!! Von daher würde es evtl. Sinn machen die Turnhalle hier als erstes freizugeben.

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  2. Hallo Josef. du denkst verkehrt.
    Die maßgebenden Herrn in Stadt und Landkreis wissen, dass viele Asylanten viel Geld in den Stadtsäckel bringen.
    Umsonst steht Wasserburg nicht so gut da.

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    1. Also, das würde ich doch sehr in Frage stellen, was Kosten und etwaige Zuschüsse an die Stadt angeht, Thiago. Vor allem langfristig!

      Es mag vielleicht für private Vermieter rechnerisch lukrativ sein, an den Landkreis/sprich an Asylbewerber ihre alten Häuser pro Kopf gewinnbringend zu vermieten, ansonsten wäre Ihre Behauptung erst einmal zu begründen?!

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      1. Ich versuch mal zu erklären, was „Geld in den Stadtsäckel bringen“ bedeuten könnte, bin mir jedoch selbst nicht sicher ob ich damit richtig liege.
        Beispiel Wasserburg a. Inn:
        323 Asylanten x ca. 150 EUR Taschengeld pro Monat = 48.450 EUR.

        Diese 48.450 EUR pro Monat, die die Asylanten vom Staat erhalten, werden jeden Monat vermutlich in Wasserburg ausgegeben, ohne dass die Stadt selbst hierfür was zahlen muss.

        Dann kommen noch die Zahlungen für Sicherheitsdienst, Catering, Reinigungspersonal, Arztkosten.
        Auch das wird alles vom Staat (also Bund, nicht von der Stadt Wasserburg) finanziert, die Einnahme bleibt vermutlich größtenteils in Wasserburg.

        So gesehen kann ich mir schon vorstellen, dass die Asylanten für die Stadt Wasserburg finanziell eher vorteilhaft sind – auch wenn sich insgesamt die Lage ganz anders darstellt, weil ja irgend jemand das Geld, das der Bund ausgibt, erarbeiten muss.
        Ganz zu schweigen von den sonstigen Belastungen die die Asylanten mit sich bringen.

        Aber darunter leiden ja nicht diejenigen, die sich in Wasserburg bereit erklärt haben, Asylanten in so hoher Anzahl aufzunehmen.
        Es ist sicher kein Zufall dass die Asylanten allesamt sehr weit weg von den Entscheidern Wasserburgs untergebracht sind.

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        1. Ich versteh es immer noch nicht…, sorry – welche Einnahmen? Sie meinen, weil das Taschengeld das der Landkreis an die Stadt überweist (??) und an die Asylanten weitergegeben wird, (??) hier in der Stadt auch wieder umgesetzt wird ????

          Sollte ich es damit richtig erfasst haben, glaube ich, dass einiges an Geld davon in die Heimat der hier gelandeten Asylanten geschickt wird (und ich glaube auch nicht, dass es “ nur“ 150.-Euro sind.). Dass hiesige Catering.- und Reinigungsfirmen hier den großen Reibach machen von dem die Stadt als solches profitiert, kann ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen (!?) Eine Aufklärung der Stadt wäre jetzt , im Rahmen dieser vielen Mutmaßungen ( auch meiner eigenen) , wirklich interessant.
          Was die Sauereien und Diebstähle in letzter Zeit betrifft, muss man wohl darauf hoffen, dass man die Täter in flagranti erwischt. bei einer auch Nachts so belebten Stadt, kann das doch nur eine Frage der Zeit sein ! Mich wundert ohnehin, dass davon nie einer was mitbekommt und reagiert…

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  3. … das ist wieder typisch … hier rechnet jeder dem anderen vor was er durch die „Flüchtlinge“ verdient oder unterlässt zu verdienen … mir würde es die Schamröte ins Gesicht treiben wenn ich „den Flüchtling“ als Finanzquelle missbrauchen würde … wenn diese Menschen nun schon mal hier sind …

    nach Hause schicken kann man diese Menschen nicht, vielerlei Gründe sprechen eben dagegen, das ist in unserem Rechtssystem begründet und verankert … vielmehr muss daran gearbeitet werden, diese zukünftigen Bürger in die Gesellschaft einzubinden und so schnell wie möglich in Arbeit zu bringen, um die Kosten für die steuerpflichtigen Bürger im erträglichen Rahmen zu halten …

    die Gewinner der Flüchtlingskrise mit ihren Wuchermentalitäten und ihrer Geldgier gehen mir ohnehin auf den Docht … Gier, Neid, Hass und Missgunst sind die Triebfeder einer jeden Diktatur … auch der Kapitaldiktatur …

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