Arbeitslos in den Urlaub

Für Jobsuchende gilt: Eine Abstimmung mit Arbeitsagentur oder Jobcenter ist notwendig

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Die Sommerferien stehen vor der Tür. Viele Arbeitslose stehen vor der Frage, ob sie einen – oft bereits vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit gebuchten – Urlaub einfach antreten können. Die Agentur für Arbeit Rosenheim und die Jobcenter weisen daher vor Beginn der Ferien in Bayern auf die Regelungen hin, die bei Arbeitslosigkeit und Ortsabwesenheit im Vorfeld zu beachten sind.

„Wer fern vom Wohnsitz Urlaub machen will und dabei auf die Leistungen, egal ob Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II nicht verzichten kann, ist verpflichtet, die geplante Ortsabwesenheit persönlich oder telefonisch mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter rechtzeitig vor Reiseantritt abzuklären. Denn die Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes gelten nicht für Arbeitslose, also besteht auch kein Rechtsanspruch auf bestimmte Urlaubstage. Dennoch brauchen Arbeitslose nicht auf einen Urlaub zu verzichten.“

Einer Urlaubsreise von bis zu drei Wochen pro Jahr könne zugestimmt werden, wenn in dieser Zeit aller Voraussicht nach keine Vermittlung in die Arbeit oder die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme erfolgen wird, so die Arbeitsagentur.

„Ist eine Reise von mehr als drei Wochen geplant, so kann auch dies im Einzelfall genehmigt werden, allerdings darf die Abwesenheit keine sechs übersteigen. Das Arbeitslosengeld wird in diesem Fall nur für die ersten drei Urlaubswochen weitergezahlt. Wer aber plant, länger als sechs auf Reisen zu gehen, bekommt schon von Beginn an keine Zahlungen mehr und muss sich nach der Rückkehr wieder persönlich arbeitslos melden.“

Den Urlaub können Arbeitslose kostenfrei unter der Telefonnummer 0800/4555500 beantragen. Ein elektronischer Service steht unter http://www.arbeitsagentur.de zur Verfügung.

 

Kunden des Jobcenters wenden sich bitte direkt an ihre Sachbearbeiter.

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