Als Pate den Asylbewerbern zur Seite stehen

Stadt und evangelische Kirche suchen Freiwillige

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2014-02-14 10.16.14Sie kommen aus Afghanistan, aus Mali, Pakistan und Syrien. Ihre neue Heimat, zumindest auf Zeit: Wasserburg. „Die Menschen hier sind sehr freundlich. Eigentlich geht es uns richtig gut hier“, sagt Hassan, ein junger Pakistani, der seit rund zwölf Monaten als Asylbewerber in der Stadt lebt. Er hat Glück, denn er kann schon sehr gut deutsch. Doch nur die wenigsten Asylbewerber finden sich auf Anhieb so gut zurecht wie Hassan. Um diesen zu helfen, werden jetzt Paten gesucht …

Das Projekt nehmen die Stadt, die Diakonie und die evangelische Kirchengemeinde gemeinsam in Angriff. Der Bürgermeister. „Ich hoffe, dass sich viele Wasserburger als Paten für diese jungen Menschen melden werden.“ 

Auf Initiative von Michael Kölbl gab es jetzt bereits mehrmals einen runden Tisch zum Thema Asylbewerber und ihr Aufenthalt in Wasserburg. Mit dabei: Alexandra Weber vom Landratsamt Rosenheim, Susanne Weber Susanne von der Diakonie, Monika Rieger vom evangelischen Pfarramt und der Diakonie sowie Pfarrerin Cordula Zellfelder und Renate Mayer von Rio Konkret. Ihre wichtigste Frage: Wie kann man den Asylbewerbern, meist junge Männer ohne Familien und Freunde in Deutschland, helfen, sich möglichst gut in der Stadt einzuleben, sich im Dschungel des Aufnahmeverfahrens zurecht zu finden und sich ein neues Leben aufzubauen.

„Mit dem Büro des evangelischen Pfarramts haben wir da einen echten Glücksfall. Das ist unsere Vernetzungs- und Anlaufstelle. Dort kann man sich ab sofort auch melden, wenn man den Asylbewerbern in Wasserburg zur Seite stehen will – allesamt übrigens junge, nette und aufgeweckte Menschen, wie mir versichert wurde“, so Kölbl.

Während es sich derzeit noch um ein, zwei Dutzend Asylbewerber in Wasserburg handelt, könnte die Zahl kurz- und mittelfristig nicht unerheblich steigen. Alexandra Weber, beim Landratsamt zuständig für die Unterbringung der Asylbewerber: „Zum 31. Januar 2014 hatten wir im Landkreis 536 Menschen, die bei uns um Asyl bitten, unterzubringen. Die Prognosen deuten in Richtung 850 bis 1000.“

Nachdem der Landkreis keine Massenunterkünfte einrichten wolle, suche man verstärkt nach privaten Unterkünften, die man anmieten kann. „Wir schauen aber uns das natürlich schon an, wo wir die jungen Menschen unterbringen“, so Weber.

Damit die Asylbewerber sich schneller in das Leben in Wasserburg integrieren können, suchen die Verantwortlichen zudem freiwillige Paten. Der Bürgermeister: „Da kann jeder helfen. Ein Abend zusammen beim Kochen, Hilfe bei bürokratischen Vorgängen, Sprachtraining, oder einfach ein Ausflug mit den jungen Menschen – alles ist möglich und hilft.“

Freiwillige können sich bei Pfarramtssekretärin Monika Rieger melden:

Bürozeiten: Mo, Mi, Fr von 9 bis 11 Uhr, Do von 15 bis 17 Uhr.rieger

Tel. 08071/8690

Fax 08071/51604

pfarramt.wasserburg-inn@elkb.de

 

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